Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler Filip Trojan: Zurück aus dem Leistungsloch

Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler Filip Trojan: Zurück aus dem Leistungsloch

Als er den Kabinengang der Benteler-Arena betrat, da grinste er über beide Ohren. Filip Trojan (29) war endlich wieder zufrieden mit sich und der Welt.

Dresden.

Von Jochen Leimert

Dresden. Als er den Kabinengang der Benteler-Arena betrat, da grinste er über beide Ohren. Filip Trojan (29) war endlich wieder zufrieden mit sich und der Welt. "So langsam komme ich aus dem Loch raus - so langsam fühle ich mich gut, kann zeigen, was ich kann", strahlte der Kahlkopf. Beim 2:2 in Paderborn war er an beiden Dynamo-Treffern beteiligt, sein Formanstieg unübersehbar. Kann er die Leistung heute (17.30 Uhr) gegen den VfR Aalen bestätigen, dann wird es für den Aufsteiger schwer, ihn zu stoppen.

Gegen Paderborn tanzte Trojan seinen Gegenspieler Patrick Ziegler regelrecht schwindlig. So schwindlig, dass der 22-Jährige zur Pause mit einem Knoten in den Beinen raus musste und ihn Paderborns Trainer Stephan Schmidt in der Pressekonferenz vorsorglich in Schutz nehmen musste, damit ihn die örtlichen Medien nicht zerrissen. Beim ersten Tor für Dynamo hatte Ziegler Trojans Flanke nicht verhindern können, vor Kitambalas 2:2 hatte ihn der ballsichere Tscheche zum Foul provoziert. "Das 1:1 von Ouali war hervorragend von Trojan vorbereitet, überhaupt hat er in der ersten Halbzeit viele gute Eingaben gebracht", geizte Trainer Ralf Loose auch nicht mit Lob. So will er den Linksfuß spielen sehen, so wird aus dem Duo Trojan/Ouali eine gefährliche Flügelzange.

Zu Saisonbeginn suchte Trojan seine gute Form der vergangenen Serie noch vergebens. Dann fiel er nach dem 0:2 gegen Braunschweig mit einem Muskelfaserriss zwei Spiele aus und musste mehr Zeit im Rehazentrum Nord verbringen, als ihm lieb war. Ob ihm die unfreiwillige Pause gut getan hat? "Das weiß ich nicht - eigentlich brauche ich bei Verletzungen immer etwas länger, bis ich wieder zurückkomme. Diesmal war es anders", staunt Trojan. Sind ihm die Gründe für sein Wiedererstarken letztlich egal, wurmt es ihn doch, dass er seine Reserven noch nicht voll ausreizen konnte: "Ich freue mich, dass ich da bin und endlich auch mal die Tore vorbereite, Tore muss ich aber auch schießen. Das hat noch nicht geklappt." Für Trojan ist klar: "Als Mittelfeldspieler muss man auch zwei, drei Tore schießen."

Im vergangenen Jahr gelangen dem Routinier, der in Deutschland schon für Schalke, Bochum, St. Pauli, Mainz und den MSV Duisburg kickte, zwei Treffer: einer beim 1:2 in Cottbus, einer beim 5:1 gegen Karlsruhe. In dieser Saison war er mehrmals nah dran am ersten Saisontor, doch wie beim 3:1-Erfolg gegen Aue fehlten jedes Mal die entscheidenden Zentimeter. Allein war Trojan vor Martin Männel aufgetaucht, doch der herausstürmende Keeper blieb zumindest in diesem Duell Sieger. Ob das heute auch für Aalens Schlussmann Jasmin Fejzic gilt, ist eine spannende Frage. Der Kroate ist jetzt immerhin gewarnt - er weiß genau, mit Trojan ist wieder zu rechnen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.11.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr