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Dynamo Dresdens Geschäftsführer Müller stellt sich vor den Aufsichtsrat

Dynamo Dresdens Geschäftsführer Müller stellt sich vor den Aufsichtsrat

Steht Dynamo bald ohne Aufsichtsrat da, geht das Kommen und Gehen in der Vereinsspitze wieder von vorn los? Wer soll dann die drängenden Themen Stadionmiete, Kölmel-Darlehen, Trainingsgelände und Gewaltprävention in der Anhängerschaft gemeinsam mit der Geschäftsführung betreuen? Fragen über Fragen, die Geschäftsführer Christian Müller nach der turbulenten Mitgliederversammlung am vergangenen Sonnabend Sorge bereiten.

Dresden.

Von Jochen Leimert

Dresden . Steht Dynamo bald ohne Aufsichtsrat da, geht das Kommen und Gehen in der Vereinsspitze wieder von vorn los? Wer soll dann die drängenden Themen Stadionmiete, Kölmel-Darlehen, Trainingsgelände und Gewaltprävention in der Anhängerschaft gemeinsam mit der Geschäftsführung betreuen? Fragen über Fragen, die Geschäftsführer Christian Müller nach der turbulenten Mitgliederversammlung am vergangenen Sonnabend Sorge bereiten. Umso mehr hofft er, dass das drohende Vakuum im Aufsichtsrat mittels einer außerordentlichen Mitgliederversammlung noch abgewendet werden kann.

Dass der Aufsichtsrat am Sonnabend wegen eines Formfehlers nicht entlastet werden konnte, ärgert Müller schon genug: "Das war Schludrigkeit." Wie aber ein Teil der Mitgliedschaft bewusst einen Satzungsänderungsantrag torpedierte, um zu verhindern, dass noch nicht entlastete Aufsichtsräte im kommenden Jahr wiedergewählt werden können, findet der Kölner "unsäglich". Zwar habe das ehrenamtlich arbeitende Gremium mit dem umstrittenen Mahnbescheid gegen die Ex-Geschäftsführer Ralf Minge, Markus Hendel und Bernd Maas zweifellos ein Eigentor geschossen, dennoch sei das Misstrauensvotum gegen die Aufsichtsräte nicht gerechtfertigt - zumal deren Gegner im kommenden Jahr ohnehin noch die Möglichkeit gehabt hätten, die Amtsträger abzuwählen. Das allerdings habe die Mannschaft von Thomas Bohn seiner Meinung nach nicht verdient: "Ich glaube, dass der Aufsichtsrat überwiegend für Erfolge steht. Ich vertraue dem Aufsichtsrat."

Unbelehrbare Scharfmacher hätten leichtfertig die Handlungsfähigkeit des Vereins riskiert, glaubt Müller, der am Samstag schnell feststellte, dass er sich auf "einer sensiblen Veranstaltung" befand. "Ich hätte nicht gedacht, dass es soviel Uneinsichtigkeit und Beharren auf Positionen gibt." Niemand sei unfehlbar, trotzdem müsse es ja weitergehen: "Das ist wie nach einem verlorenen Spiel - da muss man nach vorne schauen." Dass einige Mitglieder um jeden Preis Köpfe rollen sehen wollen, regt ihn auf: "Friendly fire ist das Schlimmste, was dir in der Kriegsführung passieren kann."

Müller hofft sehr, dass die Aufsichtsräte ("Ich kann ihre persönliche Betroffenheit verstehen") trotz der Brüskierung nicht zurücktreten und ihnen eine Chance auf Entlastung und Wiederwahl eingeräumt wird. Allein steht er mit diesem Wunsch offenbar nicht: "Die Satzung sieht vor, dass es eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben kann. Wir haben gehört, wie einzelne Mitglieder gefragt haben: Wie kann man das organisieren? Sie haben gesagt, das Geschehene entspricht nicht dem, was wir wollen." Müller ist zuversichtlich, dass sich genügend Leute finden, um den gröbsten Schaden zu beheben: "Man braucht 400 Mitglieder, die für eine außerordentliche Mitgliederversammlung votieren. Dann müssen wir die organisieren und durchführen. Das kostet nicht zuletzt Geld, aber vielleicht ist das gut angelegt, um dort ein reinigendes Treffen abzuhalten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.11.2012

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