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Dynamo Dresdens Fans decken sich im Elbepark mit Aue-Karten ein

Dynamo Dresdens Fans decken sich im Elbepark mit Aue-Karten ein

Eine Stunde früher als angekündigt hat am Dienstagvormittag der Karten-Sonderverkauf für das Dynamo-Auswärtsspiel am 10. März in Aue begonnen. Schon um 9 statt um 10 Uhr öffnete der Refresh-Store im Elbepark, weil eine große Schar von Dynamo-Fans vor dem Geschäft wartete.

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Dynamo fürchtet, dass der freie Verkauf Fans anlockt, die man nicht im Auer Gästeblock haben möchte.

Quelle: dpa

2700 Tickets gingen in den Verkauf, den der Ladeninhaber Dirk Richter im Auftrag des FC Erzgebirge organisierte. Richter, der auch als Dynamo-Sponsor aktiv ist, hatte extra drei Ordner angestellt, um einen reibungslosen Verkauf abzusichern.

Die Karten wurden ohne jegliche Beschränkungen und ohne Erhebung von Daten abgegeben. "Ich denke, bis zum Mittag werden alle weg sein", sagte einer der Ordner gegenüber den DNN. Die Fans waren dankbar für die Möglichkeit, sich auf diese Weise mit Karten für das Spiel einzudecken, denn ihr Verein hatte nach den Krawallen in Kaiserslautern freiwillig darauf verzichtet, die ihm zustehenden Auswärtskartenkontingente für die Spiele in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin abzurufen.

Dynamo-Fan Steffen Grau (49) kaufte gleich vier Karten. Der Maler aus Ortrand war froh, doch noch nach Aue fahren zu können. Der langjährige Anhänger lehnte die umstrittene Maßnahme der Vereinsführung ab: "Es ist schlimm, dass wir normale Fans mit kriminalisiert werden. Ich fahre seit 40 Jahren zu Dynamo, finde die Aktion mit dem Sonderverkauf klasse."

Bei Dynamo sieht man die Aktion mit gemischten Gefühlen, fürchtet, dass der freie Verkauf Fans anlockt, die man nicht im Auer Gästeblock haben möchte. Präsident Andreas Ritter betonte: "Der Verkauf dieser Karten hat nichts mit dem Verein Dynamo Dresden zu tun, das ist eine Privatinitiative von Herrn Richter." Man hoffe trotzdem, dass das Spiel ohne Zwischenfälle über die Bühne geht. Zuvor hatte der Verein es abgelehnt, den Auern eine Entschädigung zu zahlen, weil es dafür keine Rechtsgrundlage gibt.

Jochen Leimert

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