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Dynamo Dresdens Debütant Christoph Menz will sich steigern - Unschöner Abschied aus Berlin

Dynamo Dresdens Debütant Christoph Menz will sich steigern - Unschöner Abschied aus Berlin

Die Spieler tanzten im strömenden Regen auf dem Rasen, die Zuschauer waren angesichts des Klassenerhaltes in Ekstase. Auf der ViP-Tribüne des Glücksgas-Stadions strahlte einer ganz besonders: Christoph Menz.

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Der Ärger seiner letzten Union-Wochen ist verraucht: Neu-Dynamo Christoph Menz.

Quelle: Lutz Hentschel / soccerfoto

Mit dem Verbleib in der zweiten Liga war Ende Mai sein Wechsel von Union Berlin zu Dynamo perfekt. Seit gut vier Wochen ist Menz nun bei den Schwarz-Gelben, am Sonnabend gab er auf der Sechserposition sein Liga-Debüt in der Startelf. "Meine Leistung war eher mittelmäßig, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Defensiv war es ganz in Ordnung, aber offensiv kann ich sicher mehr machen und versuchen, das Spiel zu gestalten", schätzt der 24-Jährige seinen Auftritt selbstkritisch ein. Mit dem Remis zum Auftakt vor heimischer Kulisse ist der Ex-Unioner aber zufrieden: "Die Stimmung, das Umfeld, das war gigantisch. Mit dem einen Punkt können wir gut leben, denn uns fehlen einfach zehn Tage der Vorbereitung. Dafür war es recht ordentlich." Mit dem Einstand in Dresden ist der Schmerz über den unschönen Abschied aus Berlin verdrängt, auch wenn Menz die Vorfälle seit 12. April so schnell nicht vergessen wird. "Nach der Partie gegen Dynamo hat der Verein mitbekommen, dass ich mit Dresden verhandle, danach stand ich nicht ein einziges Mal mehr im Kader", berichtet der 1,85 Meter große Blondschopf. Seit der D-Jugend lief er für Union auf, absolvierte in der 2. Liga 85 Partien für den Hauptstadt-Verein. "Ich hätte mir gewünscht, dass ich noch einmal vor eigenem Publikum auflaufen darf", blickt Menz zurück. Stattdessen gab es aber nur Blumen und ein paar gute Wünsche für den "Zivlisten" Menz. Ende März hatten die Berliner öffentlich verkündet, dass sie mit dem variabel einsetzbaren Abwehrspieler nicht mehr planen. Dennoch nahm Trainer Uwe Neuhaus es ihm krumm, dass er dem Verein nicht von seinen Gesprächen mit Dynamo berichtet hatte.

Nun will der gebürtige Magdeburger aber nicht mehr zurück, sondern nur noch nach vorn schauen. "Es ist toll bei Dynamo zu sein. Hier ist die Stimmung noch einmal 10 oder 20 Prozent besser als bei Union. Und da war es schon super. Es war mir wichtig, in einen Verein zu gehen, in dem Fußball ebenso wie in Berlin gelebt wird", erklärt er seine Beweggründe für den Wechsel nach Dresden. Ob Innenverteidiger, Sechser oder Rechtsverteidiger - Menz ist zur Stelle. Momentan läuft er neben Anthony Losilla im defensiven Mittelfeld auf, doch die Konkurrenz mit Cristian Fiel, der am Sonnabend auf der "Zehn" spielte, ist enorm.

Neben den schweißtreibenden Einheiten im Großen Garten nutzt Menz den Park auch, um mit seinem Hund Jacky Gassi zu gehen. Im August soll Freundin Josephine nach Dresden kommen, die hier ein Wirtschaftsstudium aufnehmen möchte. Menz ist davon überzeugt, dass Dynamo sich in dieser Saison nicht erneut im Abstiegsstrudel wiederfinden wird. "Ein Mittelfeldplatz ist realistisch. Wir sollten nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben, auch wenn man in der Zweiten Liga nie weiß, was passiert", glaubt Menz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.07.2013

Tina Hofmann

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