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Dynamo Dresdens B-Jugend-Trainer Tino Gaunitz: "Bundesliga für Dresden eine Riesensache"

Dynamo Dresdens B-Jugend-Trainer Tino Gaunitz: "Bundesliga für Dresden eine Riesensache"

Die Bundesliga-Saison 2011/2012 in der Staffel Nord/Nordost beendeten die B-Junioren der SG Dynamo Dresden mit 40 Punkten auf einem hervorragenden sechsten Ta-bellenrang.

Dresden.

Schützenkönig wurde Dominic Baumann mit 14 Treffern, darunter ein Hattrick und vier Doppelpacks, vor Marvin Stefaniak mit zehn Toren, davon vier Foulelfmeter, Paul Milde mit acht und Sandro Badermann mit sechs. DNN sprach mit dem 43-jährigen Trainer Tino Gaunitz, der die Mannschaft im vorigen Sommer übernommen hatte, und dem die schwarz-gelben Legenden Andreas Trautmann und Meinhard Hemp assistieren.

Frage: Nach dem 2:2 in der letzten Partie gegen Holstein Kiel haben Sie gesagt, mit Platz sechs haben wir unser Minimalziel erreicht. Was war denn das geplante Maximum?

Tino Gaunitz: Das ist nicht ganz korrekt. Wir haben von Anfang an um den Klassenerhalt gespielt, wollten uns von den Abstiegsplätzen möglichst fernhalten. Das wird immer so sein und ist ganz normal. Uns fehlen die Breite und die Finanzen. Insofern haben wir eine erstaunliche Sensation geschafft. Die Truppe ist insgesamt über sich hinausgewachsen. Aber es muss sich was tun.

Einige Kuriositäten müssen Sie uns erklären - beim Spitzenreiter und späteren Staffelsieger Hertha BSC haben Sie gewonnen (3:2, auch daheim mit 5:3), zu Hause gegen Schlusslicht und Absteiger, die "kleine Hertha" aus Zehlendorf 4:5 verloren.

Ja, es war ein Auf und Ab. Wir haben mal vier Spiele hintereinander gewonnen, dann wieder dreimal in Folge unentschieden gespielt. Die Stabilität war nicht so vorhanden wie gewünscht. Darüber hinaus haben wir zuletzt mehrere Spieler, beispielsweise unsere Torjäger Dominic Baumann und Marvin Stefaniak, an die A-Junioren ausgeliehen.

Wer gehörte noch zu den Leistungsträgern?

Neben Baumann und dem zeitweiligen DFB-Auswahlkicker Stefaniak

Torhüter Eric Oelschlägel, der uns leider aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen Richtung Werder Bremen verlässt

, Paul Milde. Die Jungs wollen ja alle mal in den Profi-Bereich, haben aber noch die A-Jugend als letzten Ausbildungsabschnitt vor sich.

Was mir noch sehr am Herzen liegt, ist, dass in dieser Mannschaft - wie auch in anderen Dynamo-Teams - die Spieler von Borea einen gehörigen Anteil haben. Paul Milde, Marvin Stefaniak, Torwart Dominic Schiring, Sebastian Scholz und Daniel Maresch sind durch die Borea-Schule gegangen; es ist also ein gemeinsames Werk.

Hat der Tscheche Ondrej Hynek, der im Winter aus Teplitz kam, die Mannschaft bereichert?

Er hat seine Sache gemacht und sich ordentlich eingefügt, war zur Stelle, wenn es darauf ankam und hat auch ein Tor geschossen. Er hat Schwierigkeiten gemeistert und eine deutsche Schule besucht. Davor kann ich nur den Hut ziehen.

Das Torkonto von 52:50 lässt allerlei Deutungen zu?

Offensiv waren wir gut unterwegs, die Defensive ist ausbaufähig. Wir haben zu viele einfache Tore kassiert. Zudem schmerzt mich das Pokal-Aus

. Der Kopf war nicht mehr klar, weil die Mannschaft schon auseinander gerissen war; wir hatten Stefaniak und Milde (von den A-Junioren) zurückgeholt, das Gefüge hatte sich geändert. Leider - wir haben uns übertroffen im Auslassen der Torchancen.

Sie haben gesagt: Es muss sich was tun. Wie meinen Sie das?

Es sollte im Jugendbereich professioneller gearbeitet werden. Wir müssen den Nachwuchs besser honorieren und die Spieler an Dresden binden, dürfen Talente nicht ziehen lassen. Dynamos Zweitliga-Mannschaft braucht "local players". Es muss ein gemeinsamer Weg mit dem Gebilde Sportschule, Dynamo und Borea im Einklang intensiviert werden, um eine breite Basis zu schaffen. Über die E-, D- und C-Jugend ist eine Konzentration der Besten notwendig-

-auch die Zusammenarbeit mit anderen - kleineren - Vereinen?

Die Saison hat gezeigt, dass Fruchtbringendes entstehen kann. Alle Jungs kommen aus Dresden und der Region. Das Potenzial steckt drin, darin muss investiert werden. Es ist ein Geben und Nehmen. Wir können uns erkenntlich zeigen, zum Beispiel mit Bällen, Trikots oder einem Freundschaftsspiel. Die Bundesliga ist doch für Dresden eine Riesengeschichte.

Interview: Günther Frank

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2012

(zwei Einsätze, zwei Tore) (DNN berichtete)(2:3 nach Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Lok Leipzig)

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