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Dynamo Dresdens Angreifer Robert Koch - ein bescheidener Held

Dynamo Dresdens Angreifer Robert Koch - ein bescheidener Held

Auf dem Platz huscht ihm selten ein Lachen übers Gesicht. Nur wenn er ein Tor schießt, dann ist der kurze Jubel ausgelassen. Dabei ist Robert Koch keineswegs ein missmutiger Mensch.

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Akrobatische Einlage am Strand von Lara: Robert Koch fühlt sich in Dynamo-Diensten pudelwohl.

Quelle: F. Dehlis

Lara . "Ich weiß, dass harte Arbeit belohnt wird", erklärt der 25-Jährige seinen offensichtlichen Ehrgeiz. Der offensive Mittelfeldspieler musste sich in seiner Fußballkarriere alles hart erarbeiten. In jungen Jahren schon träumte er davon, später sein Geld mit Fußball zu verdienen, doch sowohl bei Dynamo als auch beim DSC wurde er bei Sichtungen aussortiert. "Mir wurde immer gesagt, dass es einfach nicht reicht. Beim DSC war unter Matthias Schulz eigentlich schon alles klar, ich sollte auf die Sportschule, doch dann kam wieder eine Absage und ich musste weiter in der Kreisklasse kicken", erinnert er sich.

Vom FC Oberlausitz Neugersdorf ging es 2007 zu Borea, ehe Koch 2009 dann bei seinem Verein des Herzens, bei Dynamo ankam. Zunächst spielte er in der zweiten Vertretung, schaffte 2010 den Sprung ins Profiteam. "Ich hätte auch zu anderen Vereinen in der Region gehen können, aber die spielen immer noch da, wo sie damals spielten", erklärt Koch. Nicht nur für Dynamo ging es von der dritten Liga nach oben, Koch stieg sogar von der Landesliga in die 2. Bundesliga auf. "Der Trainer gibt mir viel Vertrauen . Er hat mir vor der Saison gesagt, dass er weiter auf mich setzt. Das ist natürlich ein schönes Gefühl", weiß Koch.

Für Dynamo ist der 25-Jährige enorm wertvoll geworden. In der laufenden Saison schoss er bereits sechs Tore in der Meisterschaft und ist damit hinter Mickael Poté (10 Treffer) erfolgreichster Schütze. Gegen Leverkusen traf er doppelt und wirkte so entscheidend am Pokalwunder mit. Auch am Aufstieg hatte Koch mit seinen Toren in Babelsberg und gegen Osnabrück großen Anteil.

"Ich bin eigentlich schon in einem höheren Fußballalter, aber ich lebe von meiner Fitness und hoffe, dass ich vielleicht sogar bis 34 spielen kann", sagt Koch. Der Mittelfeldspieler weiß auch um seine Defizite. "Technisch bin ich nicht gerade der Über-Brasilianer, da passieren manchmal Stockfehler. Meine Handlungsschnelligkeit ist nicht die beste . Und taktisch gibt es immer etwas zu verbessern", geht er hart mit sich ins Gericht. Dass er irgendwann noch einmal wechselt, will Koch nicht ausschließen, aber er fühlt sich wohl in Elbflorenz. "Meine Freundin studiert in München und sie will anschließend auch wieder hierher zurück. Das spielt eine Rolle", sagt er.

Auf der Straße wird Robert Koch mittlerweile häufig erkannt, im Club hat er sich zu einer Integrationsfigur entwickelt. Sein nächster Karriere-Meilenstein soll der Klassenerhalt mit Dynamo sein. "Wir sollten so schnell wie möglich 40 Punkte holen, damit wir in ruhiges Fahrwasser kommen und der Verein für die neue Saison planen kann", erklärt Koch. Das Trikot von Michael Ballack liegt übrigens noch im Schrank, "es ist gut behütet. Im Frühjahr richte ich in meiner Wohnung ein Fußballzimmer ein, dann bekommt es seinen Platz", versichert Koch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.01.2012

Tina Hofmann

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