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Dynamo Dresden will mit DFB über Haftung für Fan-Verhalten diskutieren

Dynamo Dresden will mit DFB über Haftung für Fan-Verhalten diskutieren

Nach dem Verfahren gegen Dynamo Dresden wegen der Fan-Randale in Dortmund will der Verein nun eine Diskussion über die Rechtsgrundsätze des Urteils anstoßen.

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Dynamo-Präsident Andreas Ritter wertet das Urteil gegen den Verein als kleinen Erfolg.

Quelle: dpa

Wie die Schwarz-Gelben am Dienstagabend mitteilten, verständigten sich die Gremienvertreter der SG Dynamo darauf, „im geeigneten Rahmen Diskussionen mit den anderen Vereinen und dem Verband anzuregen, ob diese Handhabung in der angewandten Form noch zweckmäßig ist". Zudem sprach sich die Dynamo-Führung für einen verbindlichen Strafenkatalog aus.

Stein des Anstoßes ist die sogenannte „verschuldensunabhängige Haftung". Danach haften Vereine in jedem Fall für das Verhalten ihrer Fankurven, auch wenn sie selbst alles mögliche getan haben, um Ausschreitungen vorzubeugen. In Dortmund traf genau dies die Dynamos. Auch wenn das Sportgericht dem Verein ein tadelloses Handeln attestierte, muss der Club Strafen in Höhe von rund 450.000 Euro zahlen.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Dass die Diskussion, die Dynamo jetzt anstoßen will, Früchte trägt, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Wie Anwalt Christoph Schickhardt bereits im Vorfeld der Berufungsverhandlung erklärt hatte, ist dieses Haftungsprinzip keine Besonderheit des DFB, sondern wird so vom Weltverband Fifa vorgegeben und ist vom internationalen Sportgerichtshof CAS legitimiert.

Umso deutlicher appellierte Dynamo noch einmal an seine Fans, aus dem Urteil zu lernen. Wichtig sei, „dass sich der entscheidende Protest aller Mitglieder und Freunde unseres Vereins vor allem und mit aller Kraft gegen jene richten muss, die Dynamo mit ihrem Verhalten immer wieder und insbesondere an jenem Abend in Dortmund gewaltigen Schaden zugefügt haben".

Die Konsequenzen, die der Verein bereits jetzt tragen muss, seien hart und schmerzhaft, allerdings vor allem ideell besser tragbar als der zunächst drohende Pokalausschluss. Bei künftigen Verfehlungen stünde die Existenz der SGD auf dem Spiel. „Angesichts drohender Punktabzüge mit allen sportlichen und wirtschaftlichen Folgen und in letzter Konsequenz gar drohender Lizenzverweigerung durch DFL oder DFB sind alle Dynamo-Fans aufgerufen, ihren Umgang mit den bestehenden Regeln zu hinterfragen und durch klare Abgrenzung von Gewalt und aggressivem Verhalten dabei zu helfen, dass der Verein zukünftig nicht noch einmal durch das Verhalten einer kleinen Minderheit derart Schaden nimmt", teilte der Verein mit.

Stephan Lohse

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