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Dynamo Dresden will in Karlsruhe drei Punkte einfahren - Gegner akut abstiegsbedroht

Dynamo Dresden will in Karlsruhe drei Punkte einfahren - Gegner akut abstiegsbedroht

Die gestrige Anreise per Flugzeug war angenehm, die Rückfahrt heute Abend wird hart. 550 Kilometer Autobahn liegen zwischen Karlsruhe und Dresden.

Dresden .

Von Thomas Scholze

Rund sechs Stunden muss der Dynamo-Tross einplanen, bis er wieder die Elbe erreicht. Der Bundesliga-Top-Hit zwischen Dortmunder Borussen und Münchner Bayern läuft nur im Radio, Sky-Empfang gibt es im Dynamo-Bus (noch) nicht. Erträglich wird die Reise nur mit Punkt(en) im Gepäck. Geschenkt bekommen die die Dresdner vom KSC freilich nicht.

17.30 Uhr pfeift Schiedsrichter Sascha Stegemann aus Niederkassel die Zweitligapartie, in der es für Dynamo um das Überspringen der 40-Punkte-Grenze, für die Gastgeber um so viel mehr geht, an. Mit aktuell 24 Zählern stehen die ambitioniert in die Saison gestarteten Badener mit dem Rücken zur Wand. Der erste Trainerwechsel von Rainer Scharinger zu Jörn Andersen im November brachte nicht den gewünschten Erfolg, Ende März musste auch der Norweger seine Koffer packen, Markus Kauczinski übernahm. Mit dem "Schon-dreimal-Kurzzeit-Chef", der jetzt seinen Trainer-Schein in der Tasche hat, ist zumindest die Lethargie verscheucht. Vier Punkte (2:0 gegen Union, 0:0 in Bochum) holte das Team in zwei Spielen unter Kauczinski, der KSC sieht Land.

Dynamo will die Karlsruher wieder weiter ins Wasser schubsen. Nicht, um den Ost-Kollegen in Rostock, Cottbus und Aue zu helfen, sondern aus purem Eigennutz. Die Schwarz-Gelben können noch bester Aufsteiger werden (da ist Braunschweig der Kontrahent), vielleicht auch noch bester Ostklub (dafür müsste man Union einholen). Vor allem aber können die Spieler ihren eigenen Wert steigern. Das bestätigt Zlatko Dedic: "Ich will noch fünfmal alles geben, beweisen, dass ich zumindest für die 2. Bundesliga allemal gut genug bin. Der Wechsel aus Bochum zu Dynamo war für mich zwar mit finanziellen Einbußen verbunden, aber dennoch genau der richtige Schritt." Wie es immer Sommer weitergeht - dazu macht sich der vertraglich nach wie vor an den VfL gebundene Slowene (angeblich) noch keine Gedanken: "Darüber reden wir, wenn die Saison vorbei ist." Schon heute können wir darüber reden, ob Dedic im Dynamo-Torjäger-Duell mit Mickael Poté (beide haben elf Treffer auf dem Konto) wieder vorlegen wird.

Nichts vorlegen kann in Karlruhe Filip Trojan. Der Tscheche ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt. In den Kader rückt für ihn Martin Stoll, in die Startelf der auch bei seinem Kurzeinsatz gegen Braunschweig starke Maik Kegel. Fort, Knoll und Walch sind weiter verletzt. Robert Koch hingegen, der sich über Ostern mit Magen-Darm-Problemen quälte, ist wieder fit und kann spielen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2012

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