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Dynamo Dresden will Pokal-Ausschluss abwenden - Verein hofft auf „Strafe mit Augenmaß"

Dynamo Dresden will Pokal-Ausschluss abwenden - Verein hofft auf „Strafe mit Augenmaß"

Dresden. Bei Dynamo Dresden sind am Donnerstag alle Augen nach Frankfurt gerichtet. Ab 12.30 Uhr verhandelt dort das Berufungsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über den Ausschluss der Dresdner aus dem DFB-Pokal für die kommende Saison.

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Dynamos Anwalt Christoph Schickardt und Präsident Andreas Ritter hoffen in Frankfurt auf ein milderes Urteil.

Quelle: Stephan Lohse

Die Strafe war vom Sportgericht nach den Ausschreitungen der Dresdner Fans beim Pokalspiel am 25. Oktober bei Borussia Dortmund verhängt worden. Die Dresdner hoffen, in der Berufungsverhandlung ein milderes Urteil zu erreichen.

„Es gibt eine relativ realistische Erwartungshaltung im Verein", sagte Präsident Andreas Ritter am Mittwoch. Auch Anwalt Christoph Schickardt, der die Dynamos in Frankfurt vertritt, stellte klar, dass die Dresdner in jedem Fall ein hartes Urteil erwartet. „Es gibt keinen Maßstab", so der renommierte Sportjurist. „Die Bandbreite ist ganz enorm". Vom Geisterspiel, einem Teilausschluss für Zuschauer, einer Geldstrafe bis hin zur Bestätigung der Sperre sei alles möglich. Einzig ausgeschlossen sei, dass die Strafe noch höher ausfällt.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Dynamo setzt allerdings deutlich auf eine Reduzierung des Strafmaßes. Das bisherige Urteil schade Dynamo zum einen finanziell, zum anderen ideel. Schickardt sprach von einer Prangerwirkung. Das Sportgericht habe Dynamo nämlich eine hervorragende Entwicklung innerhalb der letzten beiden Jahre bescheinigt und auch festgehalten, dass der Club im Vorfeld des Dortmund-Spiels alles menschenmögliche getan hat.

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Allerdings ist die Rechtslage eindeutig, an die sich der Vorsitzende Richter Götz Eilers und seine zwei Beisitzer halten müssen. Denn laut den Regeln von DFB und Fifa haftet Dynamo in jedem Fall für das Fehlverhalten seiner Anhänger. „Verschuldensunabhängige Haftung", nennt Jurist Schickardt dies.

Dynamo verweist auf den Lerneffekt, der unter den Fans eingesetzt habe. „Die Fanszene stellt sich dieser Diskussion", bescheinigt auch Fanprojektleiter Torsten Rudolph. Die Dynamo-Fans hätten durchaus erkannt, dass ein Teil der aktiven Szene in Dortmund „große Fehler" gemacht hat. Die Tatsache, dass es seit den Vorkommnissen von Dortmund aber komplett ruhig blieb, sei ein Indiz für die Lernfähigkeit der Fans, so Schickardt.

Mit einem Urteil sei am Donnerstag nicht vor dem späten Nachmittag zu rechnen. Denn das Verfahren wird noch einmal komplett aufgerollt, Zeugenbefragungen inklusive. Falls der Pokalausschluss bestehen bleibt, sei ein Gang vor das ständige DFB-Schiedsgericht denkbar, sagte Präsident Andreas Ritter. Dies wäre dann die definitiv letzte Instanz. Dynamo hofft aber, dass es soweit nicht kommt.

Stephan Lohse

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