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Dynamo Dresden vor dem Punktspiel-Auftakt gegen Duisburg: Pacult lässt viele Fragen offen

Dynamo Dresden vor dem Punktspiel-Auftakt gegen Duisburg: Pacult lässt viele Fragen offen

Trainer Peter Pacult war noch nicht hundertprozentig zufrieden mit dem, was er da 90 Minuten in Lara mitansehen musste. Im letzten Härtetest vor dem Punktspielauftakt am Freitag (18 Uhr) gegen Duisburg wusste seine Mannschaft gestern nur zu Beginn zu überzeugen, bevor der Gegner vom 1. FC Magdeburg den Schwarz-Gelben mehr und mehr den Spieltrieb verdarb.

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Dynamos Sturmtalent Tobias Müller (Bildmitte) attackiert den Magdeburger Fabian Burdenski. Christopher Reinhard vom FCM schaut zu.

Quelle: Frank Dehlis

Lara/Dresden. Dennoch gewann Dynamo Dresden den ausnahmsweise an die türkische Riviera verlegten Ostklassiker gegen den derzeitigen Regionalligisten mit 2:0 (2:0).

"Über einen längeren Zeitraum haben wir sehr konzentriert gespielt, auch gut kombiniert und Chancen herausgespielt. Nach 20 Minuten ist dann aber irgendwo der Faden gerissen und wir haben ihn bis zum Schluss auch nicht wiedergefunden", merkte Pacult gewohnt kritisch nach der Partie an, in welcher der unterklassige Gegner mit zunehmender Spieldauer unübersehbar von der hohen Trainingsbelastung der Dresdner in den letzten Wochen profitierte hatte.

Pacult hatte wieder mit einem 4-4-2-System begonnen und erneut Tobias Müller eine Chance gegeben, sich neben als zweite Spitze dem als Kapitän aufgelaufenen Torjäger Mickaël Poté zu beweisen. Und der in Königshain geborene Gymnasiast, einer der Gewinner der Tage von Lara, war dann auch an der Vorarbeit zum 1:0 beteiligt, das Idir Ouali nach einem Konter für Tobias Kempe auflegte. Der Winterneuzugang - lange auffälligster Mann auf dem Platz - traf schon nach sieben Minuten und scheiterte eine Viertelstunde später an FCM-Torwart Matthias Tischer. Müller tauchte wenig später wieder vor Tischer auf, schoss aber vorbei.

Kempe, erst Anfang voriger Woche vom SC Paderborn verpflichtet, bereitete dann per Eckstoß eine Kopfballchance von Sebastian Schuppan vor, die Kugel strich aber aus acht Metern über die Latte (34.). Der Rheinländer war dann auch am zweiten Treffer beteiligt, er bereitete Vujadin Savics Kopfballtor vor (45.+1). Insbesondere Standards liegen dem ehemaligen U21-Nationalspieler Kempe: "Ich habe früher schon in Bremen jeden Standard geschossen, in Aue auch. In Paderborn hatten wir einen starken Alban Meha, der auch ein super Freistoßschütze ist. Ich habe trotzdem nach jedem Training mit ihm Freistöße geübt."

Kempes gute Offensivaktionen konnten aber schon in der ersten Halbzeit manche Unsicherheit in der Dresdner Hintermannschaft nicht übertünchen. Magdeburgs Trainer Andreas Petersen hatte schon vor dem Seitenwechsel einige gute Szenen für den Außenseiter zu verzeichnen. Zweimal war sogar ein Tor drin, doch erst parierte Dynamo-Keeper Markus Scholz im Nachfassen gegen Fabio Viteritti (29.), dann musste der nach einer halben Stunde für Scholz gekommene Florian Fromlowitz per Fußabwehr gegen Oldie Marco Kurth klären, den Nachschuss setzte Telmo Teixeira-Rebelo über die Kiste (45.).

Nach der Pause brachte Pacult dann Neuzugang Dmitri Khlebosolov für Müller, bevor er nach und nach weiter durchwechselte. Erwartungsgemäß häuften sich nun Abstimmungsprobleme, zudem wirkte die Mannschaft allmählich müde und Magdeburg witterte seine Chance. Kempe, der in der 52. Minute noch mit dem rechten Fuß einen Freistoß an den Pfosten gesetzt hatte, gab hinterher zu: "Es war ein schwieriges Spiel, weil die Magdeburger sehr aggressiv, die Bodenverhältnisse hart waren und wir durch das Training noch ein bisschen schwere Beine hatten."

Torgelegenheiten gab es für die Dresdner nur noch vereinzelt: Cristian Fiels Fernschuss lenkte Tischer zur Ecke (70.), Cheikh Gueye köpfte direkt auf den Torwart (71.), Robert Koch verzog knapp (77.). Hingegen war Magdeburg - inzwischen mit Ex-Dynamo Benjamin Boltze - mehrfach am Anschlusstreffer dran. Benjamin Kirsten musste zweimal gegen Marius Sowislo retten, Dawid Krieger köpfte an den Pfosten. Ein Tor hätten die Blau-Weißen durchaus verdient gehabt.

Dass bei Dynamo noch nicht alles rund lief, hatte Pacult wohl nicht erwartet. Er ärgerte sich zwar vor allem über die Fehler in der zweiten Spielhälfte, betonte aber auch nach dem Abpfiff: "Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat." Lediglich David Solga war wegen eines Virusinfektes vorsichtshalber schon am Sonntag nach Hause geflogen, Pavel Fort blieb erkrankt im Hotel "Titanic" zurück, Petar Sliskovic ohne Einsatz.

Wer am Freitag im "Sechs-Punkte-Spiel" gegen Duisburg aufläuft, das will der Trainer erst an diesem Tag in der Besprechung verkünden. Gerätselt werden darf vor allem über die Besetzung im Tor. Ob Poté wieder die Kapitänsbinde trägt oder vielleicht doch wieder Koch, der sie bei Potés Auswechslung übernahm, ließ Pacult gleichfalls offen. Der Wiener versteht es, die Spannung hochzuhalten. Das muss er auch, denn gegen Duisburg braucht Dynamo eine bis in die Haarspitzen motivierte Kämpfertruppe, soll der Startschuss zur großen Aufholjagd nicht sang- und klanglos verpuffen.

Dynamo: Scholz (31. Fromlowitz/60. Kirsten) - Gueye, Savic, Brégerie (75. Thoelke), Schuppan (62. Subasic) - Losilla (75. Papadopoulos), Jungwirth (62. Fiel) - Kempe (73. Trojan), Ouali (62. Koch) - Müller (46. Khlebosolov), Poté (75. Jänicke)

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.01.2013

Jochen Leimert

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