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Dynamo Dresden verliert in der Nachspielzeit: 1:2 gegen Erzgebirge Aue

Dynamo Dresden verliert in der Nachspielzeit: 1:2 gegen Erzgebirge Aue

Dynamo Dresden bleibt die Nummer eins in Sachsen, das Derby gegen Erzgebirge Aue konnten die Spieler von Trainer Ralf Loose aber nicht für sich entscheiden.

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Dynamo Dresden verliert das Spiel gegen Erzgebirge Aue.

Quelle: dpa

1:2 (1:0) hieß es nach 93 spannenden Minuten vor 29 057 Zuschauern im ausverkauften Glücksgas-Stadion - und darüber konnte sich Dynamo unter der Augen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich überhaupt nicht beschweren. Aue hatte viel mehr vom Spiel, gewann den Klassiker hochverdient durch einen Treffer von Jan Hochscheidt in der 91. Minute.

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Auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sah die Niederlage der Schwarz-Gelben. 1:2 verlor Dynamo Dresden gegen Erzgebirge Aue.

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Beide Mannschaften begannen wie erwartet, Dynamo wieder mit Kapitän Cristian Fiel, Aue mit dem Ex-Dresdner Marc Hensel. Und es bewahrheitete sich auch, was Dynamo-Trainer Ralf Loose vor der brisanten Partie vermutet hatte: "Ich erwarte Aue nicht so defensiv." In der Tat suchten die "Veilchen" sogleich ihr Heil in der Offensive: Bei Jan Hochscheidts Warnschuss Sekunden nach dem Anpfiff war Hesl im Dresdner Kasten aber auf dem Posten. Der agile Hochscheidt machte auch in der Folge über die rechte Seite Druck und brachte die Dynamo-Abwehr in ums andere Mal in Verlegenheit.

Als Florian Jungwirth einen Ball hinten rausschlug, zog Hensel sofort ab und prüfte Hesl (5.). Auch Pierre Le Beau kam zweimal zum Abschluss: Einmal konnte David Solga seinen Schuss blocken, dann musste Hesl den zweiten Versuch parieren (10.). Während Dynamo nach vorn nichts glückte, holten die Gäste aus dem Westerzgebirge einige Standards heraus. Nach einer Kempe-Ecke köpfte Innenverteidiger Thomas Paulus nur knapp am rechten Pfosten vorbei (16.). Und als Guido Kocer Rony König bediente, der aus spitzem Winkel auf das Tor ballerte, musste Hesl per Fußabwehr klären (16.). Der ehemalige Hamburger kam sich dabei vor wie im falschen Film, denn Aue dominierte die Schwarz-Gelben in deren Stadion.

Wie aus heiterem Himmel klingelte es dann auf der Gegenseite. Bei einem der seltenen Gegenangriffe der Hausherren passte Mickael Poté rechts auf Robert Koch, der in den Strafraum flankte, wo Fiel Martin Männel noch nicht überwinden konnte, Zlatko Dedic aber im Nachsetzen zum 1:0 abstaubte (21.). Jubelnd drehe der Slowene ab und trat vor den vor Glück tobenden Fans im K-Block in eine Werbebande. Welch eine Wendung im Spiel, in dem die "Veilchen" bis dato die klar bessere Mannschaft waren! Und das blieben die Gäste auch nach dem überraschenden Rückstand, sie zeigten sich nicht geschockt und spielten weiter nach vorn.

Ein Freistoß von Tobias Kempe zischte nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (27.). Hesl musste auch einen abgefälschten Schuss von Kocer abwehren (33.), ehe Dynamo mal wieder eine gefährliche Aktion gelang. Poté wurde im Strafraum der Auer aber im letzten Moment von Kapitän René Klingbeil gestoppt (35.). Auch Dedic stieß noch einmal in den 16er vor, doch er verpasste den richtigen Moment zum Abspiel und hatte mit einer Fall-Einlage keinen Erfolg bei Schiedsrichter Florian Meyer aus Burgdorf. Dass es mit der knappen Führung in die Pause ging, hatten die Dresdner letztlich wieder Wolfgang Hesl zu vedanken, der einen Kopfball von König noch ganz stark mit einer Hand aus dem Eck fischte (41.). Er war der große Rückhalt des Aufsteigers.

Und der Liga-Neuling hatte auch nach dem Seitenwechsel große Probleme, die Angriffswellen der Männer von Trainer Rico Schmitt zu stoppen. Kempe kam gleich nach Wiederanpfiff zum Abschluss, Hesl aber war nicht zu bezwwingen (46.). Als Dedic einen Freistoß am Auer Strafraum herausgeholt hatte, konnten seine Mannschaftskollegen mal etwas durchatmen. Fiel trat an, doch Männel hatte mit seinem Schuss aus 18 Metern keine Mühe (51.). Aber die Verschnaufpause für Hesl währte nur kurz: Eine Hochscheidt-Flanke lenkte König per Kopf am Tor vorbei (52.). Vier Minuten später war der Ball dann dort, wo ihn die Auer unbedingt haben wollten: im Netz der Dresdner. Nachdem die Dynamo-Abwehr die Kugel nicht aus der Gefahrenzone bekommen und sie in die Mitte abgewehrt hatten, schlug Hochscheidt zu - per Flachschuss überwand er Hesl, der sich vergeblich nach dem Geschoss streckte (56.). Der Ausgleich war hochverdient.

Immerhin traute sich Dynamo danach wieder mehr nach vorn zu und kam auch zu Chancen. Dedic konnte Männel aus 12 Metern jedoch nicht überlisten, Paulus blockte den 27-Jährigen gerade noch ab (60./61.). Hin und her ging es nun, das Derby entfaltete noch mehr Rasse. Als Hochscheidt und Kocer nacheinander aus der Distanz an Hesl scheiterten (64.), hätte Aue führen können, dann verpasste Dedic mit einem Knaller an die Lattenunterkante das 2:1 für die Loose-Elf (64.). Und als der auch vom inzwischen eingewechselten Sebastian Schuppan kaum zu bremsende Hochscheidt abzog, war es wieder Teufelskerl Hesl, der rechtzeitig den Winkel verkürzte (69.). Als Klingbeil sich versuchte, war Hesl schon geschlagen, aber Romain Brégerie rettete auf der Linie (78.). Entlastung gab es für die Dresdner Abwehr auch in der Schlussphase nur wenig. Als Cheikh Gueye mal aufs Tor von Männel schoss, war bereits Abseits gepfiffen worden (88.). Als die Nachspielzeit angesagt wurde, erwischte es die SGD aber doch noch: Aues Bester, Jan Hochscheidt, traf zum 2:1 für die "Veilchen".

Jochen Leimert

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