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Dynamo Dresden verliert in Aalen das "Spiel der verpassten Chancen"

Dynamo Dresden verliert in Aalen das "Spiel der verpassten Chancen"

Als Sebastian Schuppan nach dem Abpfiff einer turbulenten Partie in Aalen das Ergebnis aus Aue vernahm, musste er schlucken: "Wenn ich das jetzt höre, da kommt es mir hoch.

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Enttäuscht schaut Dynamos Idir Ouali zu Boden, während die Aalener ihr 3:0 durch Leandro Grech feiern. Wie Ouali ist auch Benjamin Kirsten (r.) total bedient.

Quelle: Frank Dehlis

Aalen/Dresden. " Schon ein Zähler vor exakt 11 116 Zuschauern auf der Ostalb hätte Dynamo gereicht, um an den punktgleichen "Veilchen" vorbeizuziehen, doch nach dem 0:3 (0:1) der Dresdner haben sie nun am letzten Spieltag im Fernduell mit Aue die schlechteren Karten. Sie müssen gegen Regensburg punkten und auf einen erneuten Patzer der Erzgebirgler hoffen, um die Relegation noch zu umgehen.

Das "Nachsitzen" ist nach der Pleite in Schwaben wahrscheinlicher geworden, weil Dynamo wieder seine Chancen nicht nutzte und hinten anfällig agierte. Hatte man zu Beginn noch Glück, dass Florian Jungwirth, der später verletzt raus musste, vor der Linie gegen Sascha Traut retten konnte (12.), fehlte es Filip Trojan, als er nach einem kurz ausgeführten Freistoß von Cristian Fiel im Strafraum aus spitzem Winkel abzog, aber Tim Kisters Knie den Ball noch aus der Gefahrenzone bugsierte (14.). Vier Minuten später packte Marco Haller Idir Ouali am Arm und riss ihn im Strafraum um, doch Schiedsrichter Robert Hartmann reagierte nicht. Der erste dicke Fauxpas des Bayern im Spiel.

Dynamo marschierte unverdrossen weiter, doch Fiels Freistoß (24.) und Robert Kochs Fernschuss (31.) wurden abgeblockt. Aalen tauchte erst nach gut einer halben Stunde wieder auf, Robert Lechleiters Knaller lenkte Anthony Losilla aber noch zur Ecke (34.). Diese brachte nichts ein, dafür die nächste: Leandro Grech spielte den Ball hoch in den 16er, wo Brégerie-Ersatz Bjarne Thoelke Ex-Dynamo Tim Kister ruhig das 0:1 köpfen ließ (39.). Michael Klauß hätte gleich aus dem Hintergrund nachlegen können, Benjamin Kirsten rettete aber (44.).

Nach dem Seitenwechsel hätten die Schwarz-Gelben, angetrieben von knapp 5000 SGD-Fans, den Ausgleich machen müssen: Schuppans Flanke legte Koch per Kopf zurück, doch Trojan säbelte erst am Ball vorbei, Tobias Müller schoss VfR-Torwart Daniel Bernhardt an und erneut Trojan stocherte den Abpraller ins Aus (48.). "Wir kommen aus der Halbzeit raus, haben den Ball fast schon im Tor und wir schaffen es, den wieder rauszuholen", fluchte Schuppan.

Auch sein Vordermann Ouali war nah dran am Torerfolg, er blieb aber an Benjamin Hübner hängen, und Tobias Kempe ballerte im Nachsetzen Müller an (60.). Ein Trojan-Schuss ging - kurz nach der Meldung von Aues 0:1-Rückstand gegen Ingolstadt - knapp links vorbei (66.). Aalen hätte es dann schon besser machen können, doch Kister donnerte die Kugel freistehend über die Latte (73.). Lechleiter nutzte den nächsten Konter indes eiskalt, schoss nach Traut-Zuspiel platziert ins rechte Eck (80.). Der Knockout für Dynamo, das alles nach vorn geworfen, aber nichts getroffen hatte!

Dann trat Referee Hartmann noch einmal in Erscheinung, der sich schon bei einer Attacke gegen Tobias Jänicke im Aalener Strafraum wenig großzügig gezeigt hatte (76.). Als Fiel Lechleiter im eigenen Strafraum von hinten in die Hacke trat und Lechleiter vor Trojan hinfiel, gab der Bayer dem Tschechen Rot und Elfmeter für Aalen, den Grech nach heftigen Diskussionen sicher verwandelte (89.). "Was der Schiedsrichter heute gemacht hat, kann ich mir auch nicht erklären. Das war unterste Schublade. Er hat katastrophal gepfiffen", nahm ein enttäuschter Sebastian Schuppan kein Blatt vor den Mund.

Die Hauptschuld an der Niederlage und der verpassten Chance im Fernduell mit Aue suchte er aber bei der eigenen Mannschaft: "Es war heute mehr drin, aber wir haben es nicht verdient, weil wir den Ball einfach nicht über die Linie kriegen." Wie er hat Cristian Fiel aber noch Hoffnung, es am 34. Spieltag mit 29 000 Fans im Rücken gegen Regensburg noch zu richten: "Wir müssen irgendwie ein Tor schießen, die Fans werden den Ball nicht reinkriegen, der Trainer auch nicht. Das müssen die machen, die auf dem Platz stehen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.05.2013

Jochen Leimert

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