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Dynamo Dresden verliert gegen Frankfurt mit 1:4 - Eintracht zeigt den Schwarz-Gelben die Grenzen auf

Dynamo Dresden verliert gegen Frankfurt mit 1:4 - Eintracht zeigt den Schwarz-Gelben die Grenzen auf

Sie waren „eine Nummer zu groß", wie auch Trainer Ralf Loose im Nachhinein anerkennen musste. Im Topspiel des 9. Spieltages in der zweiten Fußball-Bundesliga hat Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt am Montagabend mit einem verdienten 4:1 (2:1) den Dresdner Dynamos die Grenzen aufgezeigt.

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Dynamo Dresden gegen Eintracht Frankfurt

Quelle: Joachim Donath

Vor der stimmungsvollen Kulisse der 29.976 Zuschauer im Dresdner Glücksgas-Stadion hatte Cristian Fíel mit einem Freistoß auf 17 Metern Dynamo in Führung gebracht. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas und Mohamadou Idrissou trafen allerdings jeweils doppelt und wendeten das Blatt für die Hessen.

Idrissou und Gekas waren erstmals gemeinsam für die Hessen aufgelaufen. Trotzdem hielt Dynamo anfangs hervorragend mit. Nach 30 guten Minuten, in denen die Fans allerdings keine zwingenden Torchancen zu sehen bekamen, waren es denn auch die Dresdner, die das erste Tor machten. Poté wurde direkt am 16-Meter-Raum gefoult, der wieder genesene Cristian Fíel trat zum Freistoß an. Und während alle im Stadion mit einem Kunstschuss über die Mauer rechneten, zielte Schlitzohr Fíel mitten in die Gegner hinein. Und tatsächlich fand die Kugel den Weg durch die Mauer, Eintracht-Keeper Oka Nikolov war gegen den abgefälschten Ball chancenlos.

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Dynamo Dresden verliert gegen Eintracht Frankfurt.

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Lange konnte sich Dynamo aber nicht über die Führung freuen. Keine zwei Minuten später musste Romain Brégerie zur Ecke klären. Selbige kam dann kurz an den Fünf-Meter-Raum. Dort stand Theofanis Gekas und köpfte ins lange Eck. Dennis Eilhoff im Dynamo-Tor konnte den Ball nicht mehr entscheidend ablenken.

Danach verpasste Filip Trojan eine Poté-Hereingabe, hinten hatte Dynamo Glück, dass Florian Jungwirth einen Schuss von Benjamin Köhler abblocken konnte. Nach 40 Minuten fiel das 1:2 dann doch. Nach einer starken Flanke von rechts stand Gekas in der Mitte wieder frei und köpfte zur Frankfurter Führung ein. „Leider haben wir uns durch die beiden Gegentore in der ersten Halbzeit selbst geschlagen", sagte Dynamo-Trainer Loose, der seiner Mannschaft vornehmlich in der ersten Halbzeit aber eine großartige Kampfpartie bescheinigte.

Grund zum Aufregen fand der 48-Jährige aber doch noch. „Die Spieler sind gut beraten, ihre Jobs auf dem Platz, in der Kabine und in der Kommunikation zu absolvieren und weniger in den Medien. Florian Jungwirth hat sich in vielerlei Hinsicht beklagt und über Standards diskutiert und jetzt macht er selbst einen Fehler“, kritisierte Loose den Innenverteidiger, der bei den Toren von Gekas daneben stand.

Nach dem Wechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Dynamo bemühte sich um den Ausgleich, offenbarte hinten allerdings weiter Lücken, die Gekas nach 50 Minuten und Mohamadou Idrissou nach 53 und 54 Minuten nicht nutzen konnten. Danach flachte die Partie immer mehr ab. Frankfurt versuchte, das Spiel zu beruhigen, Dynamo konnte nach vorn keine nennenswerten Akzente setzen. Idrissou nach einem Fehler der Abwehr (68.) und der für Gekas eingewechselte Erwin Hoffer nach 73 Minuten hatten das 3:1 für die Hessen auf dem Fuß.

Nach 80 Minuten versuchte Dynamo dann noch einmal Druck aufzubauen. Die Tore machten jedoch die clever konternden Gäste. Ein Doppelpack von Mohamadou Idrissou in der 84. nach Vorlage von Meier und in der 86. Minute entschied die Partie. „Das ist eine Klatsche, das muss man leider so sagen. Wir haben es am Anfang nicht schlecht gemacht, aber das kann nicht unser Maßstab sein“, sagte Kapitän Fiel nach der Partie. In den letzten beiden Spielen kassierten die Dresdner acht Gegentreffer, vor allem die Defensive ist momentan das Problemkind des Aufsteigers. „Die Aufgaben, die kommen, werden nicht leicht und es kommt langsam der Druck, weil wir Punkte holen müssen“, sagte der Spielmacher der Dynamos.

Im Stadion blieb es größtenteils friedlich. Abgesehen von einem kurzen Zwischenfall in der 60. Minute, bei der Fans beider Clubs von Ordnern auseinander gehalten werden mussten, unterstützten die Fans ihre Mannschaften lautstark. Lediglich kurz vor Schluss zündeten Dynamo-Fans Rauch im Block, nach Abpfiff brannten mehrere Schals vor der Mauer des K-Blocks.

Stephan Lohse / Tina Hofmann, dpa

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