Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden und VfL Osnabrück: Ansgar Brinkmann vergleicht beide Teams

Dynamo Dresden und VfL Osnabrück: Ansgar Brinkmann vergleicht beide Teams

Er hat die Trikots beider Vereine getragen, stand mit dem einen Coach selbst auf dem Platz, spielte unter dem anderen. In der Brust von Ansgar Brinkmann schlagen vor den Relegationsspielen zwischen dem VfL Osnabrück und Dynamo Dresden zwei Herzen.

Voriger Artikel
Dresden Titans setzten auf junge Spieler – Jason Boucher verlässt das Team
Nächster Artikel
Dynamo Dresden organisiert kostenloses Public Viewing im Glücksgas-Stadion

Hat für beide Vereine gespielt, sieht leichte Vorteile auf Seiten Dynamos: Ansgar Brinkmann.

Quelle: imago/Dünhölter

Dresden/Osnabrück. "Ich habe mal wieder das Pech, dass es mich erwischt und ich für beide Vereine aufgelaufen bin. Deshalb werde ich die Spiele als neutraler Beobachter begleiten und beiden die Daumen drücke", erklärt der "weiße Brasilianer". Für die DNN analysiert der 43-Jährige zwei Tage vor dem ersten Aufeinandertreffen im Stadion an der Bremer Brücke die Stärken und Schwächen beider Teams.

Tor: Manuel Riemann und Benjamin Kirsten sind zwei absolut ähnliche Torwarttypen. Früher hat man immer gedacht, man braucht einen 1,90-Meter-Mann, der ein Mal in der Saison einen rausfischt. Die Zeiten haben sich geändert. Manuel ist ein moderner Tormann, der sehr selbstbewusst ist, gern mitspielt und Konter abfangen kann. Manchmal geht er noch zu viel Risiko, aber er gehört zu den drei besten Keepern der dritten Liga. Benny ist der Top-Torhüter der zweiten Liga und das in einer Mannschaft, die auf dem Relegationsplatz steht - das sagt eigentlich schon alles. Er macht einen hervorragenden Job. Was ihn auszeichnet, ist seine Spritzigkeit und sein Auge. Er ist viel schneller wieder auf den Beinen als andere Tormänner, steht in der Kicker-Rangliste zurecht ganz oben.

Vorteil Dynamo

Abwehr: Da sehe ich in beiden Mannschaften Verbesserungspotenzial. Osnabrück ist hinten das eine oder andere Mal sehr anfällig gewesen und hat Gegentreffer kassiert, bei denen die Mannschaft sehr offen war. Dynamos Defensive hat sich mit Mühe und Not nach der Winterpause etwas stabilisiert, aber sie ist auch kein Bollwerk. Beide Mannschaften haben es in dieser Saison ihren Gegnern zu leicht gemacht, Tore zu schießen. Und wenn man in Rückstand gerät, ist es immer schwierig, das Ding nochmal zu kippen, auch wenn es Dynamo so wie Osnabrück schon gelungen ist.

Unentschieden

Mittelfeld: Osnabrück ist eine unglaublich gefährliche Mannschaft, was die Konter betrifft. Timo Staffeldt und Gaetano Manno sind pfeilschnell und können richtig Betrieb machen. Da muss Dynamo höllisch aufpas-sen. Dresden ist im Mittelfeld allerdings defini-tiv kreativer, spielt bis zum gegnerischen Sechzehner richtig gut Fußball. Sie können das Spiel gut vortragen. Manchmal spielen sie dann aber noch den zweifachen Doppelpass und machen es zu kompliziert.

Vorteil Dynamo

Sturm: Wenn Dynamo einen Peter Pacult im Sturm hätte, dann wären 10 bis 15 Punkte mehr auf dem Konto. Er war ein klassischer Neuner, genau das fehlt der Mannschaft, da drückt der Schuh am meisten. Das ist die größte Baustelle der gesamten Saison. Vielleicht ist Pavel Fort noch rechtzeitig aufgewacht und schießt in den beiden Spielen entscheidende Tore. Bei Osnabrück hat Simon Zoller 15 mal getrofen, ist ein guter Mann. Emil Jula wird nicht von Beginn an spielen, weil er nicht fit ist. Ist er aber einsatzbereit, dann ist er genau der klassische Neuner, von dem ich rede. Ein gesunder Jula würde noch jedem Zweitligisten helfen.

Vorteil Osnabrück

Trainer: Pele Wollitz hat sich selbst ins Abseits gestellt (er wurde nach einer Wutrede über Vorstand und Verein einen Spieltag vor Schluss der dritten Liga entlassen, Anm.d.Red.). Mit Alexander Ukrow habe ich selbst zusammen ins Osnabrück und Meppen gespielt. Er ist sachlich und ruhig. Das kommt bei den Jungs gut an und er genießt Respekt. Er kann sehr gut analysieren und war schon als Spieler ein Stratege. Zu Peter Pacult nur so viel: Mit diesem Kader darf man auf keinen Fall in die Relegation rutschen. keine Wertung

DNN-Fazit: Experte Ansgar Brinkmann hat bei beiden Teams einige Stärken, aber auch Schwachstellen ausgemacht. Leichte Vorteile sieht er trotzdem bei den Schwarz-Gelben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2013

Tina Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr