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Dynamo Dresden spielt auswärts in Köln: Polizei bereitet sich vor – Dresdner verärgert über Zeitungsartikel

Dynamo Dresden spielt auswärts in Köln: Polizei bereitet sich vor – Dresdner verärgert über Zeitungsartikel

Am Montag spielen die Fußballer der SG Dynamo Dresden auswärts beim 1. FC Köln. Rund 3500 Fans der Schwarz-Gelben erwarten die Kölner in ihrem Rheinenergiestadion.

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Die Clubs sind optimistisch, das Traditionsduell ohne Randale über die Bühne zu bringen.

Quelle: Stephan Lohse

Damit das Spiel friedlich abläuft, richten sich die Beamten mit einem Fanbrief an die Fans in Dresden und Köln. „Seien Sie gute Gastgeber oder Gäste und begegnen Sie den Anhängern der anderen Mannschaft mit Respekt und Freundlichkeit“, fordert die Kölner Polizei die Fans vorab auf.

Dabei richten die Beamten klare Anweisungen gegen mögliche Straftäter: „Wer anderen das Erlebnis Fußball vermiesen will, erhält von uns die „Rote Karte“, so das zweiseitige Schreiben. Eine klare Absagen erteilen die Beamten auch dem Einsatz von Pyrotechnik. Zudem fordern sie Fans auf, Gewalttätern und eine klare Absage zu erteilen sowie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Stadion nicht zuzulassen.

Auch mit der Geschäftsführung der SG Dynamo Dresden sowie den Fan- und Sicherheitsbeauftragten beider Vereine gab es umfangreiche Abstimmungen zu einem möglichen Fandialog. Die szenekundigen Beamten beider Spielbehörden tauschen Informationen aus und stehen im Dialog mit den offiziellen Fangruppen beider Vereine, so die Mitteilung der Polizei in Köln.

38 polizeibekannte Dynamo-Anhänger, die sich in der jüngsten Vergangenheit an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt hatten, hat die Polizei Köln mit einem stadtweiten Betretungsverbot belegt. Sollten sie dennoch nach Köln kommen, droht ihnen eine Strafe in Höhe von 500 Euro. Insgesamt 208 polizeibekannte Unterstützer des 1.FC Köln erhielten ebenfalls Post von der Polizei. Darin wurden sie zu einem friedlichem Verhalten aufgefordert.

Für Ärger beim Verein und Fans hatte unterdessen die Berichterstattung der „Kölnischen Rundschau“ vom Montag gesorgt. Als ausgesprochen gewaltbereit und aktiv in der rechten Szene beschrieb ein Journalist in einem Zeitungsartikel die Fans von Dynamo Dresden.

Für den Verein ein haltlose Pauschalisierung: In einem Brief an die Kölner Redaktion beschwert sich Pressesprecher Enrico Bach über die „Unverschämtheit“. „Leider werfen uns Texte wie dieser in unserem Bemühen stets weit zurück und sind geeignet, die Situation auch am Spieltag weiter zu erschweren. Als Dynamo Dresden sind wir uns der noch immer aktiven problematischen Teile unserer Fanszene bewusst, so wie es sich die Verantwortlichen des 1. FC Kölns ebenfalls sein dürften“, reagierte der Pressesprecher.

Als Argument listete er unter anderem auf, dass der Sächsische Verfassungsschutz aktuell keine Fangruppen von Dynamo beobachte. Der Verein engagiere sich aktiv und habe seit den Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund etliche brisante Auswärtspartien mit Tausenden Fans reibungslos bestritten. Geschäftsführer Christian Müller, der aus Köln stammt, kritisierte die Pauschalisierung der Medien: „Unser Verein und unsere Fans werden leider immer wieder in die rechte Ecke gestellt“, so Müller bei einer Veranstaltung gegen Diskriminierung im Fußball am Mittwoch im Dresdner Glücksgas-Stadion. Die rechtsextreme Gruppierung „Faust des Ostens“ sei auch durch die eigenen Fans aus dem K-Block verbannt worden.

Allerdings sind die Anhänger der Gruppierung weiterhin aktiv. Die Polizei Berlin wirft einem der Mitglieder laut der Beamten in Köln Landfriedensbruch vor. Beim Spiel gegen Hertha BSC hatten er mit anderen Personen Anlass zum Einschreiten der Polizei gegeben. Der Anhänger gehört zu den Personen, denen die Anreise nach Köln untersagt wurde.

Dominik Brüggemann

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