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Dynamo Dresden sichert gegen Aachen vorzeitig den Klassenerhalt

Dynamo Dresden sichert gegen Aachen vorzeitig den Klassenerhalt

Der treue Anhang von Dynamo Dresden kann sich auf eine vierte Saison in der 2. Bundesliga freuen. Dank eines 1:0-Erfolges bei Alemannia Aachen hat der Aufsteiger den Klassenerhalt bereits sechs Spieltage vor dem Saison-Halali so gut wie sicher.

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Dynamo holt sich drei Punkte gegen Aachen ab.

Quelle: dpa

Trainer Ralf Loose strahlte nach dem Erfolg am neuen Aachener Tivoli: "Wir haben einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt getan. Normalerweise lassen wir uns das nicht mehr nehmen." Kapitän Cristian Fiel atmete erleichtert durch: "Ich glaube, da müsste es wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn da noch etwas passiert." 36 Punkte haben die Schwarz-Gelben nun auf ihrem Konto und satte 15 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

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Dresdens Zlatko Dedic (22) köpft an Aachens Torwart Boy Waterman vorbei zum 1:0 ein. Links steht Teamkollegen Maik Kegel.

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Loose wartete vor 18.572 Zuschauern mit einer echten Überraschung auf, er beorderte Maik Kegel auf die rechte Außenbahn. Das bislang nur als zentraler Mittelfeldspieler eingesetzte Dresdner Eigengewächs vertrat den gesperrten Robert Koch, obwohl er dessen Position bei den Profis noch nie ausgefüllt hatte. Wie die meisten seiner Kollegen begann Kegel abwartend, Dynamo stand tief und versuchte, den Ball zu halten, um den richtigen Moment zum Kontern abzupassen. Die Gastgeber machten bereitwillig das Spiel, brachten aber wenig zustande. Die große Verunsicherung war der abstiegsbedrohten Elf von Trainer Friedhelm Funkel deutlich anzumerken. "Wir haben ganz gut gespielt, aber leider nur bis 30 Meter vorm Tor. Dort haben wir es dann an Gefährlichkeit, an Effektivität vermissen lassen", war Funkel betrübt. Für Dynamo wurde es kaum einmal brenzlig. Die erste von immerhin fünf Ecken in der ersten Halbzeit bekam Aachen, als Kim Falkenberg über rechts in den Strafraum vordrang, aber noch von Vujadin Savic am Torschuss gehindert werden konnte (7.). Beide Spieler verletzten sich dabei. Savic konnte zunächst weiterspielen, musste später aber raus und machte Florian Jungwirth Platz (31.).

Im Angriff lief es bei Dynamo deutlich besser als bei den Gastgebern. Zlatko Dedic bot sich überall an und kam nach einem genialen Zuspiel von Kegel erstmals in der 17. Minute zum Schuss, verzog aber aus spitzem Winkel deutlich. Eine Kegel-Flanke köpfte er aufs Tor, Boy Watermann fischte sich den Ball aber mühelos aus der Luft (21.). Zwingend waren die Dresdner aber nicht wirklich, Dedic prüfte Watermann (30.), Mickael Poté donnerte aus großer Entfernung weit drüber (33.). Am gefälligsten war da noch der Schuss von David Solga, der den links freistehenden Sebastian Schuppan laufen ließ und selbst mal aus 20 Metern draufhielt. Watermann entschärfte das Geschoss aber sicher (35.). Als er eine Dedic-Flanke dann nur in die Mitte abwehren konnte, stand Poté ungünstig und hatte keine Chance, den Abstauber zu setzen (40.). Auch ein überraschendes Anspiel von Cheikh Gueye auf den in den Strafraum gelaufenen Nationalspieler des Benin kam nicht an (41.).

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Der Dresdner Romain Bregerie (r) und Münchens Benjamin Lauth im Zweikampf um den Ball.

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Nach dem Seitenwechsel fehlte den Dresdnern weiter das Glück. Als der Ex-Aachener Fiel mal einen langen Ball in den Lauf von Poté spielte, drang der Stürmer in den Strafraum vor, die Flanke auf Dedic fing Watermann aber weg (54.). Sein Gegenüber Benjamin Kirsten musste dann erstmals einen gefährlichen Ball der Alemannen halten, als Shervin R. Fardi flach aus der Distanz abgezogen hatte (56.). Das Tor fiel dann aber doch für Dynamo: Dedic scheiterte nach Kegel-Pass zwar zunächst aus 10 Metern am gut reagierenden Watermann, doch den Abpraller legte Filip Trojan zurück in die Mitte, wo der Slowene im zweiten Versuch mit dem Schädel ins Netz traf (59.). Es war schon sein elftes Saisontor. "Ich weiß nicht, wie viele Kopfballtore er in seinem Leben gemacht hat. Ich glaube, es waren nicht viele", staunte Loose über die ungewohnte Art und Weise von Dedics Abschluss.

Aachens Coach Funkel reagierte auf den Rückstand, brachte sofort zwei frische Leute (62.). Marco Stiepermann zog auch gleich mal ab, Kirsten musste den Ball prallen lassen, Benjamin Auer brachte den Abstauber aber aus wenigen Metern nicht im Kasten unter (64.). Die hinter Kirstens Gehäuse stehenden Aachener Fans schrien entsetzt auf. Ihre Mannschaft probierte es zwar weiter, doch Dynamo verteidigte konsequent und setzte nach vorn Nadelstiche. Die Dresdner Anhänger skandierten bereits vor dem Abpfiff hämisch: "3. Liga, Aachen ist dabei!" Gueye hätte bei einem Konter noch das vorentscheidende 2:0 für Dynamo einleiten können, doch sein Abspiel auf Poté misslang. Stiepermann hätte so fast noch das 1:1 gemacht, doch Kirsten war auf dem Posten (90.). Als Gueye am Ende der Nachspielzeit den Ball auf die Tribüne drosch, pfiff Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) ab. Dynamo bejubelte mit dem aufs Feld geeilten Ralf Loose den Klassenerhalt. Kapitän ´Cristian Fiel kostete den Erfolg nicht mit den Kameraden im Bus zurück nach Dresden aus. Er besuchte alte Freunde aus seiner sechsjährigen Zeit in Aachen. Viele von ihnen dürften an diesem Abend nicht besonders glücklich gewesen sein. Anders als Dynamo steht die Alemannia vorm Absturz.

Jochen Leimert

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