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Dynamo Dresden richtet Blick auf St. Pauli: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Dynamo Dresden richtet Blick auf St. Pauli: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Enttäuschung über die 1:2-Pleite gegen Eintracht Braunschweig saß tief, doch aufgegeben hat sich bei Dynamo Dresden auch nach drei bitteren Niederlagen in Folge niemand.

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Dynamos Tobias Müller sicherte in Braunschweig viele Bälle und ging weite Wege. Hier ist er vor Norman Theuerkauf (l.) an der Kugel, Damir Vrancic schaut zu.

Quelle: Frank Dehlis

Braunschweig/Dresden. Im Gegenteil: Mannschaft und Trainer wirken bei nur noch einem mageren Pünktchen Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz alles andere als panisch. Sie geben sich mitunter überraschend zuversichtlich, noch heil aus der verfahrenen Situation herauszukommen.

"Ich habe sehr viel mehr Positives als Negatives gesehen", gab Linksverteidiger Sebastian Schuppan noch auf der Baustelle Eintracht-Stadion zu Protokoll. "Braunschweig hatte zwei, drei gute Chancen. Ansonsten haben wir hinten gut gestanden und selbst fünf, sechs super Chancen gehabt beim Spitzenreiter, der bekanntlich für eine gute Abwehr steht. Mehr kannst du nicht rausspielen. Aber du musst sie über die Linie drücken, kannst nicht immer hoffen, dass du hinten kein Tor kriegst", so Schuppan.

Der Fußball zeige im Moment seine brutalste Seite, Aufwand und Nutzen stehe in keinem Verhältnis, meinte der gebürtige Senftenberger weiter. Der 26-Jährige glaubt an ausgleichende Gerechtigkeit: "Wir investieren unheimlich viel, aber das wird auf jeden Fall noch belohnt. So eine Mannschaft geht nicht in die dritte Liga. Wenn man so mit Herz spielt, dann muss man drin bleiben."

Trainer Peter Pacult bekam bei der Chancenverwertung wieder einmal das kalte Grausen, doch er zollte der Mannschaft auch Anerkennung: "Wichtig war, dass wir auswärts mal wieder ein Tor gemacht haben." Auch das solide Startelf-Debüt des 19-jährigen Tobias Müller freue ihn, so Pacult: "Er hat sich gut bewegt, die Wege gemacht." Und dass eine Truppe auswärts zum vierten Mal in Folge mehr Ballbesitz als die Heimelf hatte, habe er nicht einmal in seiner Zeit bei Rapid Wien erlebt.

Pacult weiß, dass das Heimspiel am Sonnabend (13 Uhr) gegen den FC St. Pauli "ein Endspiel" ist, "aber wir sollten nicht zu viel Druck aufbauen". Der Wiener betont: "Dass wir da eine gute Leistung bringen und drei Punkte machen müssen, ist uns allen bewusst, man muss aber trotzdem locker bleiben, darf nicht verkrampfen." Er ist sich nach den passablen, aber erfolglosen Auftritten gegen die Eintracht oder zuvor gegen Köln (0:2) sicher: "Wenn wir weiter solche Leistungen bringen, wenn wir weiter so bissig sind im Spiel und auch unsere Tormöglichkeiten verwerten, dann wird der ,Dreier' auch bald wieder dastehen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.04.2013

Jochen Leimert

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