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Dynamo Dresden rettet gegen Hansa Rostock einen Punkt

Dynamo Dresden rettet gegen Hansa Rostock einen Punkt

Aufsteiger Dynamo Dresden bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga ohne Sieg. Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose erreichte am Sonntagnachmittag gegen Mitaufsteiger Hansa Rostock nur ein 1:1 (0:0)-Unentschieden.

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Dynamo Dresden spielt gegen Hansa Rostock 1:1.

Quelle: dpa

29 189 Zuschauer im ausverkauften Glücksgas-Stadion sahen eine schwache Partie, in der die Dresdner mit viel Glück einen 0:1-Rückstand ausgleichen konnten.

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Rostocks Michael Wiemann (r) schießt bei einer Abwehraktion seinen Torhüter Kevin Müller an, von dessen Bein der Ball zum 1:1-Ausgleich ins Tor rollt.

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Wie angekündigt beorderte Loose den Franzosen Romain Brégerie in die Innenverteidigung, Florian Jungwirth musste auf die Bank. Etwas überraschend musste dort auch Marvin Knoll Platz nehmen, da der Trainer in der Offensive ebenfalls umstellte. Für Knoll durfte Robert Koch von Beginn an spielen, allerdings nicht auf der linken Seite, wo Filip Trojan begann, sondern zentral hinter Sturmtank Pavel Fort. Da die Dresdner Offensivkräfte oft die Positionen tauschten, gelang es ihnen, die Rostocker ab und an in Verlegenheit zu bringen. Marcel Heller hatte die erste Chance, als er von links in den Strafraum der Hanseaten vordrang, den Torwart umspielte, aber zu spät abschloss, sodass der Tscheche Pavel Kostal seinen Schuss noch abblocken konnte (12.).

Heller war es auch, der die nächste Chance für die in Weiß aufgelaufenen Gastgeber vergab. Einen Pass in den Lauf nahm er geschickt auf, schoss diesmal eher und traf den linken Pfosten. Der Ball sprang dem Ex-Frankfurter noch einmal vor die Füße, doch der Nachschuss zischte am rechten Pfosten vorbei (24.). Da ging ein Raunen durch das Stadion, Spieler und Fans rauften sich die Haare. Nicht viel besser als Heller fühlte sich wenig später Koch, als er nach einem abgewehrten Trojan-Schuss zum Zuge kam, aber flach am langen Eck vorbei schoss (28.). Forts beste Szene in Halbzeit eins folgte eine Minute später, als er einen Trojan-Pass per Kopf am Dreiangel vorbei lenkte (29.).

Mit der Herrlichkeit der Loose-Ef war es dann aber erst einmal genug, denn Hansa wurde stärker, kombinierte besser, während Dynamo kaum noch den Ball halten konnte. Und nun tauchte auch das "Phantom" auf: Marek Mintal. Der Slowake, früher Torjäger beim 1. FC Nürnberg, legte per Kopf zu Tobias Jänicke ab, doch der Youngster scheiterte aus Nahdistanz an Dennis Eilhoff, der den Kopfball direkt in die Arme bekam (30.). Dann zog Mintal auch einmal selbst ab, aus zwölf Metern konnte er den guten Eilhoff aber nicht überwinden: Der Ex-Bielefelder lenkte die Kugel mit dem Knie aus der Gefahrenzone (34.). Gegen Jänicke musste er gleich nochmal eingreifen, parierte den nicht sehr scharf geschossenen Ball mühelos (43.). Wie sehr Dynamo unter Druck geriet, zeigte auch der Kopfball von Tino Semmer, der allerdings neben das Tor der Dresdner ging (44.). So erreichte Dynamo ohne Gegentor die Pause.

In der Kabine mahnte Loose mehr Engagement bei seiner Mannschaft an und wechselte zudem Lars Jungnickel für David Solga und Florian Jungwirth für Toni Leistner ein. Das schien zunächst aufzugehen, Dynamo spielte beherzter, Koch brachte endlich wieder einmal den Ball aufs gegnerische Tor, doch Kevin Müller verhinderte den Einschlag im Netz (48.). Dafür zappelte die Kugel sechs Minuten später im Dresdner Gehäuse. Björn Ziegenbein traf direkt an der Mauer vorbei ins lange Eck (54.). Der Rostocker, der im vergangenen Jahr kurz vor Schluss den Dresdner Regisseur Cristian Fiel bei einem bösen Foul am Mittelkreis verletzt hatte, tanzte danach provozierend vor "Fielo" herum und löste prompt "Rudelbildung" aus. Schiedsrichter Felix Zwayer bestrafte den Torschützen dafür mit Gelb.

Rostock blieb trotzdem frech und setzte nach. Dynamo kam nur schwer aus der eigenen Hälfte und immer wieder einen Schritt zu spät. Missverständnisse im Spiel der Sachsen wurden immer offenkundiger, Hansa hatte die Partie im Griff. Nicht einmal Standardsituationen konnte sich Dynamo lange Zeit herausspielen. Das gelang erst um die 70. Minute herum wieder, doch die von Fiel schlecht getretenen Bälle brachten nicht ansatzweise Gefahr. Das 1:1 fiel dann auch ausgesprochen glücklich, als Pavel Fort vom rechten Flügel abzog und Hansas Innenverteidiger den Ball beim Rettungsversuch seinem Torwart Kevin Müller in die Hacke spielte. Von dort prallte die Kugel zurück ins Netz (76.).

Hansa hatte danach noch Chancen zum Siegtreffer, doch der eingewechselte Marcel Schied verpasste eine gute Flanke von der linken Seite um Haaresbreite (79.), dann musste Sebastian Schuppan auf der Linie klären (83.). Als Timo Perthel es mit einem Distanzschuss probierte, war Eilhoff auf dem Posten (84.). Als Marvin Knoll noch einmal das Hansa-Tor ins Visier nahm, ließ sich auch Müller nicht überrumpeln (90.). Dynamo drückte in den letzten Sekunden noch einmal, aber es reichte nicht mehr zum erhofften ersten Saisonsieg.

Jochen Leimert

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