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Dynamo Dresden nach Ausschreitungen: „Wir stehen als Verein am Scheideweg“

Dynamo Dresden nach Ausschreitungen: „Wir stehen als Verein am Scheideweg“

Nach den Ausschreitungen während und nach dem Auswärtsspiel von Dynamo Dresden gegen den 1. FC Kaiserslautern bezieht der Verein Stellung. „Wir stehen als Verein am Scheideweg und sehen uns aufgrund der abermaligen Ausschreitungen in Kaiserslautern in unserer Existenz bedroht“, ordnete Dynamo Geschäftsführer Christian Müller die Ausschreitungen ein.

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Fans von Dynamo Dresden feuern ihr Team an. (Archivbild)

Quelle: dpa

Die kriminellen Umtriebe seien schockierend, bezeichnete der Verein die nicht hinnehmbaren Vorfälle.

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0:3 musste sich Dynamo Dresden am Freitagabend beim 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben. Vor und während des Spiels sorgten die Gästefans einmal mehr für Ärger. Sie zündeten Pyrotechnik und zettelten Randale an.

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„Leute, die im Namen des Vereins für solche Ausschreitungen sorgen, sind keine Fans von Dynamo Dresden, es sind Kriminelle, die unseren Verein zerstören wollen“, fand Müller drastische Worte. Der Verein distanzierte sich zudem in aller Form von Pyrotechnik, Vandalismus und Gewalt.

Den für Dienstag geplanten Fan-Stammtisch mit Trainer Peter Pacult hat der Verein kurzerhand abgesagt. Aufgrund der Ausschreitungen hat Dynamo-Präsident Andreas Ritter eine außerordentliche Gremiensitzung einberufen. Dort sollen die Geschehnisse in Kaiserslautern ausgewertet und erste Konsequenzen besprochen werden, so die Mitteilung des Vereins auf seiner Homepage. Dort bitten die Verantwortlichen um Verständnis für den Ausfall des Stammtisches. Ein neuer Termin werde rechtzeitig angekündigt.

Die Ausschreitungen rund um das Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden haben auch den DFB auf den Plan gerufen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes leitete am Montag Ermittlungen ein und forderte beide Vereine jeweils zu einer Stellungnahme auf.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz bildete am Montag eine 13-köpfige Ermittlungsgruppe, die die Vorfälle rund um das Spiel aufarbeiten und die Täter ausfindig machen soll. „Nach diesen unschönen Szenen gilt es für uns, alles zu tun, um die Verantwortlichen zu ermitteln“, erklärte Einsatzleiter Franz-Josef Brandt.

Nachdem am Freitag im Stadion zunächst massenhaft unerlaubte Pyrotechnik abgebrannt wurde, gelang es der Polizei zunächst noch, die Stürmung eines Nachbarblocks durch Dynamo-Fans zu verhindern. Nach Angaben der örtlichen Beamten griffen Chaoten Lauterer Fans auf dem Rückweg vom Stadion an. Die Schläger attackierten Busse, die FCK-Fans zum Parkplatz oder zurück in die Stadt bringen sollten.

Sie zertrümmerten die Glasscheiben, um in die Fahrzeuge zu gelangen. Augenzeugen berichteten gegenüber der Zeitung „Die Rheinpfalz“ von Schlägern, die ins Innere der Pendelbusse vorzudringen versuchten, um dort wild um sich zu schlagen. Ein Mann erlitt durch herumfliegende Scherben Schnittverletzungen, eine Frau einen Schock. 70.000 Euro Gesamtschaden an Bussen und Einsatzfahrzeugen meldete die Polizei.

dbr/JOL/dpa

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