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Dynamo Dresden legt Berufung gegen Pokal-Ausschluss ein - Verein plant drei Gastspiele ohne Fans

Dynamo Dresden legt Berufung gegen Pokal-Ausschluss ein - Verein plant drei Gastspiele ohne Fans

Trotz der jüngsten Fan-Ausschreitungen in Kaiserslautern wird Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden gegen den Ausschluss aus dem DFB-Pokal in Berufung gehen.

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Quelle: dpa

Das teilte Vereinspräsident Andreas Ritter am Dienstagabend gegenüber den DNN mit. Zuvor hatten die Gremien des Clubs vier Stunden lang intensiv beraten.

"Wir werden in Berufung gehen", kündigte Ritter an. Zudem wolle der Verein Schritte gegen die Chaoten einleiten, die den Verein am Freitag einmal mehr in schlechtes Licht gerückt hatten. So will Dynamo drei Auswärtsspiele ohne eigene Fans bestreiten. Voraussichtlich betrofffen sind die Gastspiele in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin, wo die Dynamo-Fans eigentlich den 60. Geburtstag ihrer SGD feiern wollten. Zudem soll der Dialog mit den Fans intensiviert und die Fanabteilung der Schwarz-Gelben weiter aufgestockt werden.

Zur Sanktion eines leeren Gästeblocks hatte Dynamo bereits in der vergangenen Saison gegriffen. Damals hatten die Dresdner zum Gastspiel beim FC St. Pauli keine eigenen Fans mitgenommen. Allerdings hatten sich zahlreiche Dynamo-Fans auf anderen Wegen Karten für das Spiel besorgt. Auch bei Eintracht Frankfurt musste Dynamo in der vergangenen Saison ohne Unterstützung durch den Gästeblock auskommen - das allerdings als Strafe des DFB.

Zudem kündigte Ritter an, dass der Verein noch intensiver versuchen will, rechtlich gegen Strafftäter vorzugehen. Dies dürfte allerdings schwer bleiben. Wie der Verein kürzlich berichtet hatte, wurden Dynamo bis heute keinerlei Namen, Bilder oder Videos zur Verfügung gestellt, um die Gewalttäter vom Pokalspiel in Hannover zu identifizieren und bestrafen zu können. Für die dortigen Vorfälle war Dynamo vom Sportgericht des DFB vom DFB-Pokal der kommenden Saison ausgeschlossen worden.

Am Freitagabend hatten Anhänger der SG Dynamo im Stadion von Kaiserslautern unerlaubt Pyrotechnik gezündet und nach dem Spiel vor dem Stadion und in der Stadt randaliert. Dabei griffen Dynamo-Fans auch Busse an, in denen vor allem Frauen und Kinder saßen. Vereinsoffizielle hatten sich anschließend schockiert gezeigt. „Wir stehen als Verein am Scheideweg und sehen uns aufgrund der abermaligen Ausschreitungen in Kaiserslautern in unserer Existenz bedroht“, ordnete Dynamo Geschäftsführer Christian Müller die Ausschreitungen ein.

In der Fanszene hatten die Vorfälle für zahlreiche Diskussionen gesorgt. Unter anderem planen einige Fans für das Heimspiel am Sonntag gegen Sandhausen eine Aktion, bei der Gewalttätern eine symbolische rote Karte gezeigt werden soll. Dies stößt aber nicht bei allen Schwarz-Gelben auf Wohlwollen, da sich die Aktion auch gegen Pyrotechnik richtet, die von vielen Fans weiterhin vehement verteidigt wird.

So lehnte die Fangemeinschaft Dynamo in einer Stellungnahme vom Dienstag die "Rote Karten Aktion" ab. "Für die Fangemeinschaft Dynamo ist es nicht hinnehmbar, dass sich solch öffentliche Bekundungen lediglich gegen einen Teil des gesamten Problems richten. Zudem wird nicht nur bei der Vorbereitung der Aktion, sondern auch in der medialen Wahrnehmung zu wenig differenziert. Wir verstehen eine Gleichsetzung des Einsatzes von Pyrotechnik mit Gewalt oder Vandalismus nicht und werden auch in Zukunft diese Dinge voneinander trennen", hieß es.

JOL / sl

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