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Dynamo Dresden legt Berufung gegen DFB-Pokal-Ausschluss ein

Dynamo Dresden legt Berufung gegen DFB-Pokal-Ausschluss ein

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat Berufung gegen den Ausschluss aus dem DFB-Pokal in der kommenden Saison eingelegt. Diese ist allerdings zunächst nur fristwahrend, teilte Sprecher Enrico Bach mit.

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Der DFB-Pokal.

Quelle: dpa

Innerhalb des Vereins gebe es noch keinen endgültigen Beschluss, ob sich ein neuer Prozess lohne. Zudem liegt in Dresden bislang noch nicht die schriftliche Begründung des ersten Urteils vor.

Dynamo habe mit dem juristischen Akt der Berufung aber mehr Zeit gewonnen, alle Chancen und Risiken zu prüfen. Der Verein warte nun die schriftliche Begründung ab, werde dann entscheiden, ob die Berufung aufrecht erhalten wird. Die Entscheidung soll in Zusammenarbeit mit Anwalt Jörg Heyer, den Gremien des Clubs sowie Fanvertretern erfolgen.

Dynamo Dresden war nach den Vorfällen beim Pokal-Spiel in Hannover für die nächste Saison aus dem Pokal ausgeschlossen worden. Bereits ein Jahr zuvor hatte der DFB die gleiche Strafe nach den Ausschreitungen in Dortmund verhängt, in der Berufungsverhandlung wurde das Urteil damals aber in eine Geldstrafe sowie einen Zuschauerausschluss umgewandelt. Ob Dynamo in dieser Saison noch einmal ähnliches erreichen könnte, ist unsicher.

Bei der Frage der Berufung wolle Dynamo auch den Fakt berücksichtigen, dass DFB-Richter Hans E. Lorenz dem Verein selbst keine Fehler nachweisen konnte. Allerdings gilt nach den Regeln des Fußballbundes, dass ein Verein für das Verhalten seiner Fans gerade stehen muss. Diese „Verschuldensunabhängigkeit“ und die daraus entstehenden Konsequenzen will Dynamo nun zunächst bewerten.

Die Fans der SG Dynamo hatten exakt ein Jahr nach den Ausschreitungen von Dortmund erneut für Negativschlagzeilen gesorgt. Hunderte Fans sollen laut Polizei die Stadiontore überrannt haben, Augenzeugen sprechen jedoch andererseits von einem Versagen von Polizei und Ordnern. Zudem zündeten Dresdner Fans im Stadion Pyrotechnik, außerdem liefen einige Fans verbotenerweise nach Abpfiff aufs Spielfeld.

Auch auf der Seite der Niedersachsen hatten Zuschauer versucht, die Einlasskontrollen zu durchbrechen und auch im Hannover-Block war massiv Pyrotechnik gezündet worden. Hannover 96 erhielt daraufhin wegen geringerer Vorstrafen als Dynamo eine Geldbuße von 70.000 Euro, welcher der Verein bereits zugestimmt hat.

sl

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