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Dynamo Dresden kommt beim Heimauftakt gegen 1860 München nicht über ein Unentschieden hinaus

Dynamo Dresden kommt beim Heimauftakt gegen 1860 München nicht über ein Unentschieden hinaus

Die SG Dynamo Dresden hat im ersten Heimspiel der neuen Zweitligasaison den Sieg knapp verpasst. Die Schwarz-Gelben spielten am Montagabend im heimischen Glücksgas-Stadion trotz Überlegenheit nur 2:2 gegen den TSV 1860 München.

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Der Dresdner Mickael Pote (hinten) und Münchens Guillermo Vallori im Zweikampf um den Ball.

Quelle: Thomas Eisenhuth dpa

Mickael Poté hatte die Gästeführung durch Benjamin Lauth noch vor der Pause ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel sorgte dann ein Eigentor der Münchner für die Dresdner Führung. Vor nur knapp 10.000 Zuschauern markierte Daniel Bierofka mit einem Konter den 2:2 Endstand.

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Die SG Dynamo Dresden hat im ersten Heimspiel der neuen Zweitligasaison den Sieg knapp verpasst. Die Schwarzgelben spielten am Montagabend im heimischen Glücksgas-Stadion trotz Überlegenheit nur 2:2 gegen den TSV 1860 München.

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Bis zum Anpfiff glich die Atmosphäre im Stadion eher einem Testkick als dem stimmungsvollen ersten Heimspiel der Saison. Vor allem der leere K-Block klaffte wie eine Lücke im weiten Rund. Aber auch auf der Gegengerade blieben mehr Plätze frei als besetzt waren. Die Strafe des DFB für die Ausschreitungen während des Auswärtsspiels beim FSV Frankfurt und für das Werfen von Gegenständen beim Rückrundenspiel gegen 1860 München in der Vorsaison hatte viele Fans zum Wegbleiben animiert.

Von 13.000 erlaubten Tickets plus Gästekontingent konnte die SG Dynamo nur 9.762 verkaufen. Das Verbot der Stehplätze und die Vorgabe, Tickets nur personalisiert abzugeben, hatten bei den Fans für viel Protest gesorgt. Dieser wurde im Stadion auch lautstark artikuliert. Vor allem der Deutsche Fußballbund bekam von beiden Fanlagern auf zahlreichen Bannern und verbal sein Fett weg.

Mit dem Anpfiff zeigten jedoch die Fans, dass sie auch ohne Stehplätze laut sein können. Und Dynamo gab von der ersten Minute an Vollgas. Koch, Poté und Papadopoulos verbuchten Chancen im Minutentakt. 1860 München kam kaum ins Spiel, das frühe Pressing der Dynamos ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Die Doppelsechs Papadopoulos und Losilla hatte die Gegner meist sicher im Griff. Erst nach 13 Minuten schossen die Münchner zum ersten Mal aufs Tor – dann aber richtig. Den Schuss von Dominik Stahl konnte Benny Kirsten nur mit einem artistischen Reflex entschärfen. Fünf Minuten später war dann aber auch der Dynamo-Keeper machtlos. Nach einem starken Konter machte Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth nach einer Hereingabe von Maximilian Nicu das 1:0 für die Gäste. Allerdings war der Treffer umstritten. Der Linienrichter hatte Lauth im Abseits gesehen. Nicu war aber am Ball geblieben, so dass Lauth nur passiv im Abseits stand – trotz heftiger Proteste der Dresdner gab Schiri Felix Zwayer das Tor.

Dynamo brauchte danach einige hitzige Minuten, um sich wieder zu fangen. Nach knapp einer halben Stunde hatten die Schwarz-Gelben das Spiel aber wieder im Griff und wurden belohnt. In der 38. Minute flankte Sebastian Schuppan von links aus dem Halbfeld. Mittelstürmer Mickael Poté hob zum Flugkopfball ab, erwischte den Ball etwa einen Meter über der Grasnarbe und köpfte ins lange Eck. Anschließend drückte Dynamo weiter, 1860 rettete sich aber in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit bemühte sich Dynamo von Anfang an um Spielkontrolle und störte früh. Zehn Minuten lang kamen die Münchner kaum aus der ersten Hälfte hinaus. Einzig bei einem Konter über Moritz Stoppelkamp musste die Dynamo-Offensive aufpassen. Dann aber wurden die Gäste besser. Nach 60 Minuten musste Kirsten nach einem gefährlichen Freistoß und der darauf folgenden Ecke gleich doppelt klären.

Doch danach war erneut Dynamo an der Reihe. Idir Ouali setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, „Löwe“ Wojtkowiak lenkte den Ball in der 64. Minute ins eigene Netz. Dynamo hatte die Partie anschließend wieder im Griff und wurde einmal mehr ausgekontert. Nach 74 Minuten ließ die Defensive der Schwarz-Gelben den Gästen zu viel Platz, Daniel Bierofka traf zum Ausgleich, den Benjamin Kirsten keine zwei Minuten später zwei Mal retten musste.

In der Schlussviertelstunde blieb das Spiel offen, ohne dass sich eine Mannschat deutliche Vorteile herausspielen konnte. Dynamo machte zwar das Spiel, blieb nach vorn aber zu unpräzise. In der 86. Minute hätte Koch fast noch die Chance zur erneuten Führung gehabt, doch ein Verteidiger war vor ihm am Ball. Letztlich musste sich Dynamo mit einem Punkt zufrieden geben.

„Ein Punkt gegen 1860 ist sicher in Ordnung, aber heute wäre mehr drin gewesen. Wir kassieren zwei Tore und geben das Spiel, was wir gedreht haben, noch aus der Hand“, ärgerte sich Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten. Einziger Trost: Die Dresdner rücken mit dem Zähler weg von den Abstiegsrängen und belegen jetzt gemeinsam mit Union Berlin den 13. Tabellenplatz.

Stephan Lohse

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