Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden investiert Teil der Geisterticket-Einnahmen in seine Fans

Dynamo Dresden investiert Teil der Geisterticket-Einnahmen in seine Fans

Nach dem riesigen Erfolg der Geisterticket-Aktion zum Spiel gegen Ingolstadt hat Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden jetzt beschlossen, einen Teil der Einnahmen in seine Fans zu investieren.

Voriger Artikel
Dresden Monarchs holen Widereceiver Chris Evering
Nächster Artikel
Dynamo Dresden reicht Lizenzunterlagen ein - Verein stellt auch Antrag für erste Liga

Ein "Geisterticket" für das Spiel Dynamo Dresden gegen den FC Ingolstadt. Mehr als 34.000 Stück hatten die Fans gekauft.

Quelle: dpa

Diese hatten den Zuschauerausschluss in ein riesiges Event verwandelt. 34.638 Karten hatten die Schwarz-Gelben binnen einer Woche gekauft und Dynamo so nicht nur einen Erlös von knapp 200.000 Euro sondern auch ein bundesweit positives Medienecho beschert.

„Wir haben immer betont, wie sehr uns das Engagement und die Unterstützung durch unsere Fans und ihre ‚Geisterticket'-Aktion berührt haben. Gleichzeitig werden wir nicht müde zu betonen, dass das Übel der Gewalt in deutschen Stadien an der Wurzel bekämpft werden muss. Es ist deshalb eine Herzensangelegenheit für uns alle im Verein, mit diesem ‚Geist' ein wichtiges Signal zu setzen und einen weiteren Beitrag dafür zu leisten", kündigte Präsident Andreas Ritter an.

phpa8b9237444201203111633.jpg

Trotz Geisterspiel: Dynamo-Dresden-Fans unterstützen ihr Team vor Ort!

Zur Bildergalerie

Daher ruft der Verein ab sofort einen jährlichen Preis für Engagement gegen Gewalt und Ausgrenzung sowie für Toleranz und Menschlichkeit aus, der mit 5000 Euro dotiert ist. Bis zum 12. April, dem 59. Geburtstag der SG Dynamo, können sich eingetragene Projekte, Initiativen und Vereine aus dem Dresdner Umland mit ihren Konzepten bei Dynamo vorstellen. Eine Jury aus Vertretern der SG Dynamo, dem Dynamo-Fanprojekt, sowie der Faninitiative „1953international" kürt dann den Sieger. Der erhält nicht nur das Geld, sondern wird ein Jahr lang von Dynamo in seiner Arbeit unterstützt.

Einmalig soll in diesem Jahr zudem ein zweites Projekt unterstützt werden. Ziel ist es, engagierten Menschen oder Gruppen zu ermöglichen, „kreative und sinnvolle Ideen im Bereich der Jugend- und Präventionsarbeit in die Tat umzusetzen oder neue Initiativen ins Leben zu rufen", teilte Dynamo mit. Auch hier ist der 12. April der Tag des Bewerbungsschlusses.

phpc9c3144c82201203101411.jpg

Die größten Public-Viewing-Veranstaltungen sind im Ufa-Kristallpalast, in der Sachsenwerk-Arena in Niedersedlitz und in der Torwirtschaft im Großen Garten angekündigt.

Zur Bildergalerie
php9350a67d86201203111644.jpg

Sebastian Schuppan von Dynamo läuft vor leeren Zuschauer-Rängen.

Zur Bildergalerie

Zudem will Dynamo 20.000 Euro direkt in seine Fans investieren. Für 10.000 Euro soll ein moderner Verkaufscontainer beschafft werden, der die marode Holzhütte der „Fangemeinschaft Dynamo" ersetzen soll. So hatten sich Vertreter der Fangemeinschaft auch auf dem Info-Tag des Fanprojektes über die schlechten Arbeitsbedingungen beklagt. Diese sollen jetzt verbessert werden. Zugleich hofft der Verein, dass dadurch neue Anreize geschaffen werden, dass die Fanbetreuer der Schwarz-Gelben noch mehr Unterstützung erhalten.

Noch einmal 10.000 Euro gibt der Verein aus, um den Fans künftig eine bessere Präsentation der vielen Zaunfahnen im Stadion zu ermöglichen. Die „Zaunfahnenkultur" gilt den Dynamo-Fans als besonders wichtig. Kaum ein Verein kann in dieser Hinsicht ein größeres Spektrum aufweisen als die Dresdner. Was sich jüngst beim Geisterspiel zeigte, als der K-Block zwar leer blieb, jedoch dutzende Fahnen auf den Traversen hingen. Das Geld soll nun genutzt werden, um etwaige technische Installationen zu finanzieren.

„Wir werden immer darauf achten, dass die große Mehrheit unserer friedlichen Fans nicht unter einigen Unverbesserlichen leidet. Darum werden wir mit zwei wichtigen Investitionen die Bedeutung der Fanarbeit für unseren Verein unterstreichen und die Fankultur in Dresden weiter stärken", so Präsident Ritter.

sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr