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Dynamo Dresden in der Türkei: Schreck beim ersten Training

Dynamo Dresden in der Türkei: Schreck beim ersten Training

Am Abend zuckten über der türkischen Riviera Blitze, Donnergrollen ertönte. Da hatte Dynamo Dresden im Trainingslager aber bereits die erste schwere Schrecksekunde hinter sich.

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Von Tina Hofmann

Lara (DNN). Am Abend zuckten über der türkischen Riviera Blitze, Donnergrollen ertönte. Da hatte Dynamo Dresden im Trainingslager aber bereits die erste schwere Schrecksekunde hinter sich. Nach einer problemlosen Anreise per Direktflug von Dresden nach Antalya musste Angreifer Mickael Poté die erste Trainingseinheit am frühen Abend abbrechen. Um 18.50 Uhr blieb dem gebürtigen Franzosen, der außer für Dynamo noch für die Nationalmannschaft des Benin stürmt, mit schmerzverzerrtem Gesicht nur der Gang in die Kabine. Er hatte bei einem Zweikampf mit Alexander Schnetzler einen Schlag auf das rechte Schienbein bekommen. Ob er das Training heute wieder aufnehmen kann, war zunächst ungewiss.

In den kommenden neun Tagen steht für die schwarz-gelben Kicker ein straffes Programm an, denn Trainer Ralf Loose bittet bereits um 7.30 Uhr zum morgendlichen Lauf. Ab 10 Uhr geht es zur ersten Balleinheit, und 15 Uhr wird erneut am runden Leder geübt. "Wir werden in allen Bereichen etwas tun und natürlich auch verstärkt auf die technisch-taktische Arbeit Wert legen", erklärte Loose seine Pläne. Bereits am Freitag steht das erste Testspiel gegen die niederländische Mannschaft von VVK Venlo (15 Uhr Ortszeit) auf dem Programm.

Das Team wohnt ebenfalls im Hotel "Miracle", das nur einen Steinwurf von der "Titanic" genannten Herberge entfernt ist, wo Dynamo im Januar 2005 seine Zelte aufschlug und anschließend trotz des wenig verheißungsvollen Namens der Unterkunft die Klasse hielt. Die Zweitliga-Kontrahenten Energie Cottbus und der MSV Duisburg werden in den nächsten Tagen dort erwartet, Drittligist 1. FC Heidenheim mit dem vom FC Augsburg frisch verpflichteten Stürmer-Star Michael Thurk sowie kasachische Erstligisten sind bereits eingetroffen.

Das "Miracle" verfügt über zahlreiche Shoppingmöglichkeiten im Untergeschoss, ein Fitness-Center, einen Wellnessbereich, Hallenschwimmbad und außen über zahlreiche Pools mit eigener Aquapark-Anlage. In die werden die Spieler bei Temperaturen um die sechs Grad am Tag aber wohl kaum eintauchen - wärmer als in Dresden ist es am Mittelmeer derzeit auch nicht.

Dynamo ist mit einem Tross von 24 Spielern und 11 Offiziellen in die Türkei gereist. Drei Physiotherapeuten kümmern sich um das gesundheitliche Wohl der Spieler, einen Mannschaftsarzt hat das Team nicht dabei. Dafür mit Maik Hebenstreit aber neben Olaf Adler einen zweiten Zeugwart und Martin Börner (ehemaliger Fanbeauftragter und nun Leiter der Organisation der Heim-und Auswärtsspiele) als "Ersatz" für den beurlaubten Teammanager René Beuchel, der jetzt im Nachwuchsleistungszentrum arbeiten soll.

Die Mannschaft hatte schon einen Abend vor dem Abflug eingecheckt, denn neben den Taschen der Spieler mussten rund 20 Kisten und kleine Köfferchen sowie 38 unaufgeblasene Bälle ihren Weg in die Türkei finden. Nicht gerade freundlich empfangen wurde bei der Ankunft um 13.38 Uhr nur der Deutsch-Spanier Cristian Fiel. Der Kapitän musste noch einmal 15 Euro auf den Tisch legen, um die Passkontrolle passieren zu dürfen. Bei den beiden Franzosen Romain Brégerie und Mickael Poté gab es keinerlei Probleme, für den Senegalesen Cheikh Gueye hatte der Club im Vorfeld alle Visa-Modalitäten erledigt. So hatten die Beamten keine Beanstandungen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2012

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