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Dynamo Dresden in Schwarz-Weiß: Dieser Fan fotografiert Fußball-Graffitis

Dynamo Dresden in Schwarz-Weiß: Dieser Fan fotografiert Fußball-Graffitis

Was wäre der Fußball ohne seine Fans. Matthias Conrad ist überzeugter Dynamo-Fan und Stammgast im K-Block. Der 33-Jährige Dresdner guckt sich jedoch nicht nur die Spiele an, sondern hat auch immer ein Auge auf die Umgebung.

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Matthias Conrad betreibt den Dynamo-Blog sw-dynamo.de, auf dem er Analogaufnahmen von Dynamo-Streetart vorstellt.

Quelle: Dominik Brüggemann

Rund ums Stadion und in der ganzen Stadt sucht er nach Dynamo-Graffitis und Streetart, die andere Anhänger an Gebäuden - (oder Stromkästen) hinterlassen haben. Mit einer Analogkamera Marke Practica BX 20 fotografiert er die Graffitis und entwickelt sie im Nachgang zu Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

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Insgesamt hat Conrad inzwischen 150 Fotos auf seinem Blog vorgestellt, den seit knapp zwei Jahren betreibt.

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Wichtig ist für Conrad der Kontext der Tags (Schriftzeichen) und Dynamo-Motive. „Die stehen nicht für sich, sondern sprechen bewusst Leute an. Und ich schaue mir ganz genau an, wo die Motive im Raum angebunden sind.“ Insgesamt hat Conrad inzwischen 150 Fotos auf seinem Blog vorgestellt, den seit knapp zwei Jahren betreibt. Im Monat ist er zwei bis drei Mal bewusst in der Stadt unterwegs und streift durch die Straßen, immer auf der Suche nach neuen Zeichen. „Manchmal finde ich auf dem Weg zur Arbeit neue Motive, die steuere ich dann explizit an und mache Aufnahmen“, beschreibt Conrad sein Hobby. Dabei kann es vorkommen, dass er bis zu drei Mal anrückt. „Wenn das Licht nicht passt, oder andere Bedingungen nicht stimmen, muss ich einfach wieder kommen.“ Dann fertigt er bis zu zwölf Aufnahmen an, von denen er die besten auf seinem Blog präsentiert. „Die großen aufwendigen Graffitis gefallen mir am besten, auch wenn ich sie schwarz-weiß präsentiere.“

  „Die großen aufwendigen Graffitis gefallen mir am besten, auch wenn ich sie schwarz-weiß präsentiere.“ Erste Aufnahmen machte Conrad als Jugendlicher, als er die Kamera von einem Verwandten geschenkt bekommen hatte. Danach lag die Practica jedoch für einige Jahre im Schrank. „Dann kam mir jedoch die Idee, den Sport und die Kamera zu verbinden und ich habe erste Aufnahmen gemacht.“ Die illegalen Schriftzüge, die Kritiker als Schmierereien abtun, nennt Conrad Kunst im Raum. "Allerdings müssen ja nicht unbedingt kleine Einfamilienhäuser bemalt werden". Bei allen anderen Flächen sieht er jedoch keine Probleme.

Auch ein neues Foto-Projekt hat Conrad bereits ins Auge gefasst. Dafür möchte er sich eine analoge Mittelformatkamera zulegen und Dynamo-Fans portraitieren. „Ich möchte die Gesichter der vielen Fans aufnehmen und die Menschen in ihrer Fankleidung kurz vorstellen.“ Dass seine Fotos bei den anderen Dynamo-Fans gut ankommen, bemerkte er bereits beim Fantag. Dort hat er einige seiner Bilder ausgestellt und ist auf positive Resonanz gestoßen.

Den Blog von Matthias Conrad finden Sie hier: sw-dynamo.de

Dominik Brüggemann

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