Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden hofft bei Hertha BSC Berlin auf ein kleines Wunder

Dynamo Dresden hofft bei Hertha BSC Berlin auf ein kleines Wunder

David gegen Goliath heißt es heute ab 17.30 Uhr, wenn Dynamo beim Aufstiegsaspiranten Hertha BSC aufläuft. Vor erwarteten rund 45 000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion träumt der Außenseiter aus Sachsen von einem kleinen Fußball-Wunder.

Dresden .

Von jochen Leimert

Dresden (DNN). David gegen Goliath heißt es heute ab 17.30 Uhr, wenn Dynamo beim Aufstiegsaspiranten Hertha BSC aufläuft. Vor erwarteten rund 45 000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion träumt der Außenseiter aus Sachsen von einem kleinen Fußball-Wunder. Die gibt es immer wieder, weiß auch Dynamo-Kapitän Robert Koch: "Ich erinnere bloß an letztes Jahr in München - da ist uns auch ein Husarenstück gelungen. Ich hoffe, dass wir diesmal auch was holen."

Ja, das sensationelle 4:2 bei 1860 München am letzten Oktoberfestwochenende ist unvergessen. Ein großes Wunder. Diesmal wäre Dynamo schon mit einem Punkt zufrieden. "Hertha ist der Favorit, da brauchen wir nicht träumen, dass wir nach einer Stunde 4:0 wie in München führen", warnt Florian Jungwirth vor überzogenen Erwartungen. Aber auch er verspricht: "Wir wollen alles geben, um die Hertha zu ärgern." Jungwirth glaubt: "Jeder ist heiß auf das Spiel in Berlin. Das hat man nicht so oft, dass so viele Fans mitkommen." Wie voriges Jahr in München und Dortmund werden auch heute bis zu 15 000 Dynamo-Anhänger ihr Team auswärts anfeuern. "Für solche Spiele ist man Fußballer geworden", freut sich Koch.

Erst zweimal hat Dynamo überhaupt gegen die Hertha-Profis kicken dürfen. 1978 und 1979 gewann die SGD zwei "internationale Fußballvergleiche" - erst in Dresden, dann in Berlin jeweils mit 1:0. Danach fanden nur noch Duelle gegen die Reserve statt. Hätte man sich im Juni 2002 in den Relegationsspielen zur Regionalliga (1:0 in Dresden, 0:0 in Berlin) nicht gegen die Hertha-Bubis durchgesetzt, gäbe es Dynamo vielleicht nicht mehr.

Ums Überleben geht es heute in Berlin zum Glück nicht. Aber Punkte zu verschenken haben die Dresdner auch nicht, zu wertvoll ist ihnen die Zweite Liga. "Allein, dass diese Partie stattfindet, zeigt, dass Dynamo im Kommen ist", betont Trainer Ralf Loose. Die Überholspur hat sein Verein aber längst nicht erreicht. Mit Blick auf Etats und Kader stellt Loose fest: "Hertha ist die große Hertha, wir sind das kleine Dynamo. Das wird auch noch eine Weile so sein."

Mitunter können aber auch Kleine über sich hinauswachsen und mit Cleverness und Dusel triumphieren. "Manchmal macht man aus vielen Chancen kein Tor, manchmal aus wenigen einen Treffer, der dir dann hilft, einen Punkt oder einen Sieg einzufahren", weiß Loose. Der heutige Schiedsrichter ist jedenfalls ein gutes Omen. Der Münchner Günter Perl brachte den Schwarz-Gelben wiederholt Glück. Erst pfiff der Bayer 2011 das letzte Drittliga-Spiel, das Looses Kicker 3:2 in Offenbach gewannen und das so in die Relegation mündete. Dann war Perl Zeuge des 4:3-Pokalwunders gegen Leverkusen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.09.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr