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Dynamo Dresden gelingt Befreiungsschlag gegen FSV Frankfurt

Dynamo Dresden gelingt Befreiungsschlag gegen FSV Frankfurt

Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden hat in einem spannenden und bis zur letzten Minute hart umkämpften Spiel einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf geholt. Am Freitagabend schlugen die Dynamos den FSV Frankfurt dank zweier Treffer von Außenverteidiger Sebastian Schuppan mit 2:1 (2:0).

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Quelle: dpa

Die 20.133 Zuschauer im Dresdner Glücksgas-Stadion sahen ein Spiel, das einiges bot: Zwei Platzverweise und zwei Elfmeter sorgten für einigen Zündstoff. „Dreckiger als heute kann man kaum ein Spiel gewinnen“, fand auch Keeper Benjamin Kirsten.

Für den meisten Ärger bei den Gästen sorgte aber ein nicht gegebener Strafstoß. In der Nachspielzeit hatte Romain Brégerie seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht, ein Elfmeter wäre wohl vertretbar gewesen. Schiri Florian Steuer pfiff aber Freistoß für Dresden. Als „katastrophal überfordert“ schätzte Frankfurt-Trainer Benno Möhlmann den Schiri ein, der so den möglichen Ausgleich in letzter Sekunde verhinderte und Dynamo den Sieg sicherte.

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Dynamo Dresden hat seinen Abwärtstrend in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt und den ersten Sieg nach zuvor vier Niederlagen gefeiert. Gegen den FSV Frankfurt setzten sich die Dresdner am Freitagabend (16.11.12) vor heimischem Publikum mit 2:1 (2:0).

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Dass es überhaupt so eng wurde, hatten die Dresdner sich aber selbst eingebrockt. Denn nach 15 Minuten führten die Schwarz-Gelben schon mit 2:0. In der fünften Minute stand Sebastian Schuppan goldrichtig. Eine Ecke landete am langen Pfosten, wo der Außenverteidiger nur noch einschießen musste. Mit der Führung fielen den Dresdnern gefühlte zentnerschwere Lasten von den Schultern, Mickael Poté zertrat im Überschwang sogar die Eckfahne, wofür er eine gelbe Karte erhielt, die sich später noch als fatal herausstellen sollte.

Doch erst einmal spielte Dynamo weiter druckvoll nach vorn und hatte endlich einmal Glück. Manuel Konrad foulte Filip Trojan – allerdings deutlich außerhalb des Strafraums. Schiri Steuer zeigte trotzdem auf den Punkt, Schuppan verwandelte sicher. „Das hat uns aufgemuntert und Selbstvertrauen gegeben“, befand Kapitän Robert Koch. FSV-Trainer Möhlmann ärgerte sich hingegen über die schlechte Zuordnung beim ersten Treffer sowie den Stellungsfehler, der zum umstrittenen Elfer führte. „Wir waren am Anfang etwas schläfrig“, kritisierte er seine Spieler.

Danach aber zogen sich die Dresdner viel zu weit zurück. Nach fünf Pflichtspielpleiten in Folge war den Dynamos die Unsicherheit anzumerken, teils stellten sich die Dresdner mit zehn Mann an den eigenen Strafraum und überließen den Gästen kampflos das Feld. „Das ist ganz normal, wenn du die erste halbe Stunde richtig Gas gibst“, urteilte Filip Trojan anschließend. „Man kann nicht 45 Minuten nur laufen.“

Doch die Frankfurter, die ohne mehrere Stammspieler antreten mussten, konnten die Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. Michael Görlitz (20. vorbei sowie 24. von Kirsten abgewehrt), John Verhoek (29. Pfosten) und  Ju Tae Yun (35. vorbei) konnten gute Möglichkeiten zum Ausgleich nicht nutzen. Dynamo konnte nur noch selten für Entlastung sorgen, einzig ein Kopfball von Mickael Poté in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte noch mal für Gefahr im FSV-Strafraum.

In der Pause reagierte Loose, brachte für den zu passiven Cristian Fiel Ioannis Papadopoulos. Der Wechsel zahlte sich aus. Nach gut 50 Minuten konnte sich Dynamo befreien und die meisten Angriffe schon an der Mittellinie abfangen. Oualis Schuss von der rechten Seite nach Kopfball-Ablage von Poté wurde noch gehalten (56.), nach 62 Minuten war dann der eingewechselte Kitambala ebenso auf rechts durch und wurde diesmal unstrittig von Manuel Konrad im Strafraum gefoult.

Den zweiten Strafstoß des Spiels konnte Schuppan jedoch nicht verwandeln. Er setzte den Ball an den linken Pfosten. „Ich habe mich echt sicher gefühlt“, sagte der Doppeltorschütze anschließend. „Aber da war das Pech wieder mal kurz da.“ Und im Gegenzug wurde Dynamo bestraft. Nach einem Pass von Verteidiger Tim Heubach legte Mathew Leckie den Ball an Benny Kirsten vorbei ins Netz.

Kurzzeitig schwamm Dynamo jetzt, doch die Hessen konnten erneut mehrere gute Gelegenheiten nicht nutzen. Auf der anderen Seite hatte Poté zwei Mal Pech, als sein Schuss (69.) und sein Kopfball (71.) von Patric Klandt im Frankfurter Tor pariert wurden. Frankfurt drückte jetzt, Dynamo konterte. Doch Kitambalas Solo-Lauf ab der Mittellinie brachte nichts ein, während die schwarz-gelbe Abwehr einen Ball nach dem anderen aus dem Strafraum schlagen musste.

Danach wurde das Spiel hektisch. In der 84. Minute musste Kirsten Kopf und Kragen riskieren, hielt sein Tor aber sauber. Kurz danach sah Poté wegen Ballwegschlagens gelb-rot und fehlt Dynamo somit in Paderborn. Weil er gegen Keeper Kirsten unerlaubt nachsetzte, ging kurz darauf auch Yannick Stark vorzeitig vom Feld. Der mögliche Elfmeter für Frankfurt bildete letztlich den Schlusspunkt, bevor Dynamo den glücklichen aber durchaus verdienten Sieg feiern durfte. „Da war richtig was los“, meinte auch Filip Trojan anschließend. „Wir haben heute alles gegeben und verdient gewonnen.“

Auch der Stuhl von Trainer Ralf Loose dürfte damit vorerst gefestigt sein. Loose selbst zeigte sich anschließend „hochzufrieden“. Sein Team habe eine hervorragende kämpferische Leistung gezeigt und sich endlich auch mit drei Punkten belohnt. Sein gegenüber Möhlmann sah das entsprechend anders. Loose möge ihm verzeihen, aber er könne Dynamo an diesem Abend nicht richtig gratulieren.

Stephan Lohse

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