Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden geht bei Union Berlin 0:4 unter

Dynamo Dresden geht bei Union Berlin 0:4 unter

Im Hinspiel war Dynamo Dresden beim 4:0-Heimsieg noch der große Triumphator, im Rückspiel gingen die Schwarz-Gelben als kleinlaute Verlierer vom Feld.

Voriger Artikel
Volleyball-Frauen des Dresdner SC verlieren in Hamburg
Nächster Artikel
Eislöwen verlieren Sachsenderby in Crimmitschau

Der Berliner Michael Parensen (l), Union-Torwart Jan Glinker und der Dresdner Sebastian Schuppan (r) kämpfen um den Ball. Dynamo Dresden verlor 4:0 in Berlin.

Quelle: dpa

Nach 90 Minuten hieß es im Stadion An der Alten Försterei 0:4 (0:1). Damit kassierten die Männer von Trainer Ralf Loose nur eine Woche nach dem überzeugenden 3:1 über den Tabellenzweiten Greuther Fürth die höchste Saisonniederlage.

php6be0e42c67201202111454.jpg

Die Berliner Spieler jubeln nach dem 3:0 durch Simon Terodde in der 66. Minute.

Zur Bildergalerie

Von Anfang an war klar, wer den Sieg an diesem Tag mehr wollte. Die "Eisernen" machten vor 18 432 Zuschauern (ausverkauft) mehr Dampf. Dynamo versteckte sich zwar nicht, war aber im Angriff nicht zwingend und insgesamt nicht aggressiv genug. Die schnellen Unioner kombinierten einige Male gut durch und hatten mehrere Torszenen, gingen aber durch einen Handelfmeter erst in der 45. Minute glücklich in Führung.

Im Duell zweier Neulinge bekam Dynamos Clemens Walch, der für den verletzten Robert Koch auf der rechten Außenbahn spielte, einen Ball von Tijani Belaid aus Nahdistanz an die linke Hand. Schiedsrichter Peter Sippel aus München zeigte sofort auf den Punkt. Christopher Quiring verwandelte sicher, schickte Wolfgang Hesl mit dem rechten Fuß in die falsche Ecke (45.). "Ich denke, die Situation war durchaus so, dass man sie ahnden kann", sah Loose keinen Anlass zur Kritik an der Entscheidung des Referees. Ihn ärgerte vielmehr die fehlende Cleverness seiner Mannschaft, das 0:0 in die Pause zu retten.

php98af431ae1201202021417.jpg

Dynamo-Präsident Andreas Ritter und der Aufsichratsvorsitzende Thomas Bohn verkündeten am Mittwoch den Rücktritt von Volker Oppitz.

Zur Bildergalerie

Nach dem Seitenwechsel versuchte Dynamo, das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. "Die ersten 20 Minuten waren auch sehr gut", fand Loose, dessen Team danach aber stark abbaute. Als der Kolumbianer John Jairo Mosquera allein vor Hesl auftauchte und die Nerven behielt, geriet Dynamo auf die Verliererstraße (59.). Sieben Minuten später legte Simon Terodde nach, der erst am Spieltag für den fiebrigen Brasilianer Silvio in die Mannschaft gerückt war. Beim 3:0 düpierte der lange Angreifer die Innenverteidigung der Dresdner (66.). Zehn Minuten später traf Terodde ein zweites Mal. Nach einem Querpass schloss er ins linke Eck ab (76.). Das war der Endstand, weitere Chancen ließen die Roten aus.

Während Union die geglückte Revanche für die Pleite im Hinspiel feierte, übten die Dresdner Selbstkritik. "Das Tor vor der Halbzeit hat uns umgebracht", ärgerte sich Cristian Fiel, der sich die Rückkekhr an seine alte Wirkungsstätte anders vorgestellt hatte. "Wir haben heute einen Sieg von Union gesehen, der verdient war. Leider haben wir mit dem Pausenpfiff das Gegentor bekommen", meinte Raf Loose. Für seine Begriffe hatte die ganze Mannschaft, die kurzfristig auf den an Bauchschmerzen leidenden Giannis Papadopoulos verzichten musste, zu wenig gebracht:"Wenn viele Spieler nicht in guter Form sind, viele Zweikämpfe verloren gehen, dann gehen die Spiele so aus." Unions Trainer Uwe Neuhaus dagegen war zufrieden: "Wir wollten das Hinspielergebnis korrigieren, das haben wir heute geschafft." Doppeltorschütze Terodde freute sich: "Wir hatten vor dem Anpfiff das Spiel in Dresden vor Augen und haben uns heiß gemacht. Wir haben heute die richtge Antwort gegeben." Eine Antwort, die dem Tabellenzehnten aus Elbflorenz richtig weh tat.

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr