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Dynamo Dresden gegen Greuther Fürth: ein Klassenunterschied

Dynamo Dresden gegen Greuther Fürth: ein Klassenunterschied

Im neunten Anlauf hat es wieder nicht mit dem ersehnten ersten Saisonsieg geklappt: Stattdessen musste sich Dynamo Dresden sich gestern Abend beim alten und neuen Tabellenführer Greuther Fürth mit 0:4 (0:1) geschlagen geben.

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Dynamo Dresden

Vor 12 520 Zuschauern in der Trolli-Arena geriet die Mannschaft von Trainer Olaf Janßen bereits früh durch Zoltan Stieber in Rückstand (10.). Florian Trinks legte nach der Pause das zweite Tor für den Favoriten nach (63.), der eingewechselte Nico Gießelmann (75.) und Tim Sparv (86.) erhöhten noch auf 4:0.

"Wir haben in Fürth drei Punkte zu verlieren", hatte Janßen vor der Partie gesagt und seine Mannschaft entsprechend offensiv ausgerichtet. Im Ronhof bot er erneut zwei echte Spitzen auf. Neben Vizekapitän Zlatko Dedic erhielt wie beim 1:1 in Düsseldorf Mickael Poté das Vertrauen im Angriff. Obwohl Benins Nationalstürmer zuletzt beim 2:2 gegen Paderborn keine Brücksichtigung gefunden hatte, ließ er den Kopf im Training nicht hängen und erarbeitete sich eine neue Chance gegen die "Kleeblätter". Gegen den Bundesliga-Absteiger sollte Poté zeigen, dass er 2012 nicht zu Unrecht auf dem Wunschzettel der Franken gestanden hatte. Das gelang ihm aber kaum.

Von Beginn an mussten sich die Schwarz-Gelben der grün-weißen Angriffswelle erwehren. Sie brachte die Gäste schnell ins Schwitzen, denn in der Verteidigung waren Janßens Kicker wieder einmal anfällig. Erst brachte Cheikh Gueye seinen Torhüter mit einem Rückpass in Bedrängnis. Benjamin Kirsten versuchte den Ball wegzuschlagen, doch er rutschte dabei etwas weg und der Ball landete bei Florian Trinks, dessen Schuss Kirsten aber noch parieren konnte (5.). Ein Freistoß von Sebastian Schuppan hätte kurz darauf beinahe die Führung auf der anderen Seite gebracht, doch Anthony Losillas Fernschuss zischte aus 18 Metern über das lange Eck (6.). Statt Dynamo ging nun die Spielvereinigung, deren Fans zu Beginn der Partie mit einer grün-weißen Choreographie 110 Jahre Fußball in Fürth gefeiert hatten, mit 1:0 in Front: Kirsten faustete einen hohen Ball zu kurz in die Mitte (den hätte er auch locker fangen können), Stieber zog sofort ab traf ins Netz (10.). Ein Start, wie ihn die Dresdner unbedingt hatten verhindern wollen.

Von diesem Nackenschlag ließen sich die Sachsen aber nicht unterkriegen, sie versuchten ihrerseits Nadelstiche zu setzen. Aber es gelang ihnen kaum einmal, ihre Konter auszupielen. Idir Ouali blieb mehrfach am gegnerischen Strafraum hängen, den Anspielen auf Dedic und Poté fehlte es an Präzision. In der 34. Minute ging es aber einmal schnell und es wurde brenzlig: Gueye flankte von der rechten Seite, Dedic legte per Kopf zurück, aber Ex-Dynamo Wolfgang Hesl im Fürther Tor verhinderte den Ausgleich durch Robert Koch. Die restlichen Minuten bis zur Pause gehörten dann wieder den Franken, die noch zweimal hätten erhöhen können, doch erst lenkte Kirsten einen Knaller von Trinks mit einem Reflex zur Ecke (40.), dann verfehlte Stieber das Dresdner Tor mit einem Freistoß nur um Haaresbreite (42.).

Nach dem Seitenwechsel mühten sich die Gäste, das Spiel an sich zu reißen, doch mehr als der erste Eckstoß (52. Minute!) sprang zunächst nicht dabei heraus. Es fehlte Dynamo an zündenden Ideen. Poté rackerte zwar im Sturmzentrum, doch er konnte sich nie von seinen Bewachern lösen. Fürth agierte nicht mehr so druckvoll wie zu Beginn der ersten Halbzeit, doch die Elf von Trainer Frank Kramer blieb gefährlich: Einen Trinks-Freistoß klärte Kirsten (59.), Ilier Azemi verzog nur knapp (61.). Ein rasanter Konter über die rechte Seite führte dann zum 2:0 für Fürth: Stieber ließ alle stehen, spielte gekonnt nach innen, wo Trinks nur noch den Fuß hinhalten musste (63.), mit einem halben Fuß war auch Bregerie am Ball. Dedic versuchte es zwar prompt mit einem Fernschuss, doch Hesl packte sicher zu (64.). Janßen brachte mit Mohamed Amine Aoudia und Soufian Benyamina zwar noch zwei frische Stürmer, doch das dritte und das vierte Tor schossen die Fürther: Gießelmann schloss einen schnellen Konter über den starken Stieber ab (75.), Sparv (86.) war mit einem Distanzschuss erfolgreich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2013

Jochen Leimert

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