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Dynamo Dresden gegen FSV Frankfurt: Loose wagt die Flucht nach vorn

Dynamo Dresden gegen FSV Frankfurt: Loose wagt die Flucht nach vorn

Zeit zum Taktieren hat Dynamo Dresden keine mehr, im Kampf ums Überleben in der 2. Fußball-Bundesliga müssen endlich wieder Punkte her.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Zeit zum Taktieren hat Dynamo Dresden keine mehr, im Kampf ums Überleben in der 2. Fußball-Bundesliga müssen endlich wieder Punkte her. Und so lautet die Parole für das heutige Heimspiel gegen den FSV Frankfurt (18 Uhr) klipp und klar: totale Offensive! Dynamo tritt die Flucht nach vorn an, um den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren. Mit dem könnte die zuletzt in fünf Pflichtspielen geschlagene Mannschaft ihrem Coach auch den Job retten.

Für den 49-jährigen Dortmunder wäre das aber nur ein angenehmer Nebeneffekt: "Es geht hier nicht um einzelne Personen, sondern um Dynamo Dresden", versuchte er seinen Spielern einzuschärfen. Bei Torjäger Mickael Poté traf er auf offene Ohren: "Zuerst spielen wir für den Verein, für jeden im Verein, auch für den Trainer, für uns. Wir spielen für jeden, der mit der Situation unzufrieden ist", sagte Benins Nationalstürmer.

Einverstanden ist Poté sicher auch mit der offensiveren Gangart, die Loose gegenüber den letzten Auftritten anordnete. "Wir werden auch vom Spielsystem her anders agieren. Das ist auch ganz normal: Wir wissen alle, wir können kein Zu-Null-Spiel in der Defensive erwarten, wir müssen Tore erzielen - mindestens zwei, um das Spiel zu gewinnen." Loose forderte "mehr Mut über die Außenbahnen", hofft, dass sich nicht nur der quirlige Idir Ouali häufig bis in den gegnerischen Strafraum hinein vorarbeiten kann.

Bis auf David Solga (Gelb-Rot-Sperre), Cüneyt Köz (Muskelfaserriss) und Petar Sliskovic (Trainingsrückstand) hat Loose alle Mann an Bord. Mit der Truppe zog er gestern ausnahmsweise auch einmal vor einem Heimspiel in ein Hotel, um u.a. in Ruhe Einzelgespräche zu führen. "Das ist in der Zweiten Liga eigentlich Standard, aber wir haben es aus wirtschaftlichen Gründen sonst wie in der Dritten Liga gehandhabt. Jetzt ist aber sicher eine spezielle Situation", erklärte Loose. Torjäger Poté hat ähnlich heikle Situationen schon erlebt: "Das ist nicht neu für mich. Es ist wichtig cool zu bleiben. Wenn jeder in Panik gerät, gehen wir schnell runter."

Loose appellierte noch einmal an die Fans, ihrem Team gegen den Tabellensechsten aus Frankfurt bedingungslos den Rücken zu stärken: "Es wird sicher eine sehr schwierige Aufgabe, die Wende zu schaffen. Wir werden sicher den Zwölften Mann brauchen." Bisher zögern aber noch viele Fans, erst 17 000 Karten waren bis gestern Mittag verkauft.

Am Familientag darf heute jeder Erwachsener ein Kind kostenlos ins Stadion mitnehmen.

Es pfeift Florian Steuer (32/Menden).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.11.2012

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