Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden gegen Braunschweig: Das sind die Stärken und Schwächen beider Teams

Dynamo Dresden gegen Braunschweig: Das sind die Stärken und Schwächen beider Teams

(DNN). Die Bilanz beider Traditionsklubs ist ausgeglichen: vier Siege, vier Niederlagen, sechs Unentschieden. Doch warum hat Dynamo Dresden aktuell 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Eintracht Braunschweig? Können die Schwarz-Gelben morgen (13 Uhr) gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter mithalten? Um diese Fragen zu beantworten, haben die DNN unter verschiedenen Gesichtspunkten nach Stärken und Schwächen beider Teams gefahndet.

Von Jochen Leimert

Dresden

(DNN). Die Bilanz beider Traditionsklubs ist ausgeglichen: vier Siege, vier Niederlagen, sechs Unentschieden. Doch warum hat Dynamo Dresden aktuell 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Eintracht Braunschweig? Können die Schwarz-Gelben morgen (13 Uhr) gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter mithalten? Um diese Fragen zu beantworten, haben die DNN unter verschiedenen Gesichtspunkten nach Stärken und Schwächen beider Teams gefahndet.

Abwehrverhalten: Das ist die Trumpfkarte der Braunschweiger, die in neun Spielen erst drei Gegentreffer kassierten. Gleich sechs Mal spielte die Truppe von Trainer Torsten Lieberknecht zu null, mehr als einmal musste der unangefochtene Stammkeeper Daniel Davari in keinem Spiel hinter sich greifen. Sein Dresdner Kollege Benjamin Kirsten, der acht von neun Spielen bestritt, hatte trotz guter Leistung weniger Glück mit seinen Vorderleuten: Dynamo wartet noch auf das erste Punktspiel ohne Gegentor, hat schon zehn mehr als der Tabellenführer hinnehmen müssen. Beim 0:1 bei Hertha BSC unterlief dem sonst bislang starken Romain Brégerie ein spielentscheidendes Eigentor. Schon im Vorjahr kam Braunschweig mit viel weniger Gegentreffern aus, kassierte über die Saison 17 weniger als Dynamo. Nur drei Teams waren noch besser.

Spielaufbau: Bei beiden Vereinen übernehmen den wie bei fast allen Mannschaften die Innenverteidiger und defensiven Mittelfeldspieler. Sie spielen die meisten Pässe, haben die meisten Ballkontakte. Mit Kevin Kratz (Braunschweig) und Anthony Losilla (Dresden) hat sich jeweils ein Neuzugang in der Schaltzentrale vor der Abwehr durchgesetzt. Der kopfballstarke und gern etwas offensiver agierende Losilla traf schon zweimal. An seiner Seite konnte sich bei Trainer Ralf Loose aber noch kein fester Partner etablieren. So durfte Oldie Cristian Fiel wieder ran. Er ist zwar kein Sprinter, aber sein Adlerauge und sein gefühlvoller linker Fuß sind nicht nur bei Standards Trümpfe.

Angriff: 16 Eintracht-Tore sind Liga-Spitze, doch Dynamo hat nur vier weniger geschossen. Die Braunschweiger sind hierbei aber weit schlechter auszurechnen, denn schon neun Profis aus ihrem Kader haben sich in die Torschützenliste eingetragen. Nur fünf Dresdner durften schon mindestens einmal jubeln - und ohne ihren Torjäger Mickael Poté, der mit fünf Treffern bester Schütze ist, sähe es düster aus. Ein so kongenialer Sturmpartner, wie er ihn im Vorjahr in Zlatko Dedic (zurück nach Bochum) hatte, fehlt Benins Nationalstürmer bisher. Der nominelle Eintracht-Sturm riss bislang aber auch noch keine Bäume aus, das Braunschweiger Mittelfeld ist deutlich torgefährlicher: Kapitän Dennis Kruppke liegt mit vier Erfolgserlebnissen ganz vorn im teaminternen Vergleich.

Flexibilität: Beide Teams variieren ihr System, spielen aber meist mit zwei Sechsern und einer echten Spitze. Große Überraschungen sind nicht zu erwarten, besonders Braunschweig ist gut eingespielt und bringt nach einem 3:0 über Bochum viel Selbstvertrauen mit. Dynamo bemüht sich verstärkt um das Rochieren der Offensivkräfte hinter Poté, viel hat es noch nicht gebracht.

Disziplin: Beide Mannschaften spielen diszipliniert, leisten sich wenige Verwarnungen. Dynamo erhielt bislang 13 Mal Gelb, die Eintracht nur 11 Mal. Platzverweise gab es noch nicht. In den bisherigen Saisonspielen kamen beide Teams meist sogar mit weniger Fouls als der jeweilige Gegner aus. Braunschweig trat in dieser Beziehung nur bei Union Berlin robuster als der Kontrahent auf, auch Dynamo ist alles andere als eine Holzhackertruppe.

Moral: Trotz des mäßigen Saisonstarts ist sie bei Dynamo intakt, gestärkt von zwei Spielen ohne Niederlage. Viermal holten die Schwarz-Gelben einen Rückstand auf, beim 2:2 gegen München sogar zweimal in einem Spiel. Eine komplette Partie konnten sie aber noch nicht drehen. Braunschweig führte fast immer, gewann das Heimspiel gegen den SC Paderborn nach 0:1-Rückstand aber noch 2:1.

Fazit: Braunschweig wird wegen seiner stabilen Abwehr ein harter Brocken für Dynamo, ist - obwohl Tabellenführer - aber keine Übermannschaft. Kann sich Poté von seinen Bewachern lösen und bekommt er mehr Unterstützung, ist der zweite Heimsieg drin. Hohe Bälle bei Standards könnten ein Rezept sein, denn die Eintracht-Verteidiger Deniz Dogan (1,84 m) und Ermin Bicakcic (1,85 m) sind kleiner als die dann aufrückenden Vujadin Savic (1,94 m) und Brégerie (1,89 m). Zwei Tore müssen aber schon her, denn in der Abwehr ist Dynamo zu anfällig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr