Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden feiert doch noch den Klassenerhalt in der Relegation: 2:0-Sieg gegen Osnabrück

Dynamo Dresden feiert doch noch den Klassenerhalt in der Relegation: 2:0-Sieg gegen Osnabrück

Am Ende war nur noch Jubel. Ausgelassen feierten die Dynamo-Spieler am Dienstagabend mit ihren Fans den Klassenerhalt, sangen Pressesprecher Henry Buschmann ein Geburtstagsständchen, Keeper Benny Kirsten stimmte die „Uffta“ mit an.

Voriger Artikel
Dynamo Dresden gegen Osnabrück – Wettanbieter sehen Schwarz-Gelb im Vorteil
Nächster Artikel
Verwirrung um Peter Pacult: Bleibt der Österreicher Trainer bei Dynamo Dresden?

Stürmer Tobias Müller in Aktion.

Quelle: Dominik Brüggemann

Zuvor hatte das Team mit einer starken Leistung den VfL Osnabrück mit 2:0 geschlagen und somit das Hinspielergebnis noch gedreht. Erstmals hat sich damit der Zweitligist in der Relegation durchgesetzt.

phpd02a9e408c201305282211.jpg

Riesenjubel in Dresden: Dynamo hat mit einem 2:0 gegen Osnabrück doch noch den Klassenerhalt geschafft.

Zur Bildergalerie

„Ich bin fix und fertig“, gestand Kapitän Romain Bregerie nach Abpfiff. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“ Das Team hatte auf dem tiefen Boden im Glücksgas-Stadion von der ersten Minute an den Ton angegeben. Dynamo spielte nach vorn, der einmal mehr schwache Spielaufbau der Schwarz-Gelben bremste jedoch regelmäßig die Bemühungen.

Die Gäste aus Osnabrück konnten dies allerdings nicht ausnutzen. „Wir haben uns von der Kulisse beeindrucken lassen“, gab VfL-Trainer Alexander Ukrow hinterher zu. Tatsächlich bot das Publikum eine erstligareife Leistung. Frenetisch und mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke peitschten die rund 29.000 Fans Dynamo nach vorn. „Heute Abend war das Werbung für die zweite Liga und den Fußball in Deutschland“, freute sich auch Geschäftsführer Christian Müller.

Ein Pfostenschuss von Idir Ouali nach schöner Müller-Vorarbeit war nach 13 Minuten das erste Achtungszeichen der Dynamos. Einen strammen Schuss von Ouali konnte Osnabrücks Keeper Manuel Riemann in der 28. Minute noch abwehren. Kurz darauf war er aber machtlos. Wieder Ouali setzte sich auf Rechts gegen drei Gegner durch, passte in die Mitte, wo David Solga in seiner letzten Partie für Dynamo den Ball für Cristian Fiel durchließ. Und der Regisseur nahm an der Strafraumlinie Maß und feuerte den Ball für Riemann unerreichbar in die Maschen. Ouali hätte in der 39. Minute erhöhen können. Nach einem schönen Freistoß-Trick zog sein Schuss aber am langen Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite hatte Osnabrück nur wenige Gelegenheiten, die meist über den agilen Gaetano Manno liefen. Bei Osnabrücks bester Chance hatte Dynamo aber Riesenglück. In der 37. Minute holte Benny Kirsten VfL-Stürmer Simon Zoller klar von den Füßen, Schiri Peter Gagelmann zeigte allerdings nicht auf den Punkt. Kurz darauf erneutes Durchatmen: Filip Trojan köpfte nach einer Osnabrücker Ecke den Kopfball von Timo Beermann von der Linie.

Die Mannschaft habe einen „großen Rucksack“ aufgehabt, beschrieb Trainer Peter Pacult die Situation. „Es war vor dem Spiel nicht einfach“, sagte er. „Die Mannschaft hat es dann aber toll gemacht.“

phpaqApA920130529004827.jpg

Stürmer Tobias Müller in Aktion.

Quelle: Dominik Brüggemann

Im zweiten Abschnitt wollte es Dynamo dann endgültig wissen. Die Offensive produzierte teilweise Torchancen im Minutentakt. Jungwirth (56.), Ouali (58. Bregerie (59.) und Müller (65.) verfehlten jedoch das Tor. Nach 71 Minuten war es dann soweit: Der kurz zuvor eingewechselte Tobias Kempe ging über rechts durch, passte in den Strafraum, wo Idir Ouali nur noch einschieben musste.

Dynamo kontrollierte anschließend das Spiel. Osnabrück warf in den letzten zehn Minuten zwar noch einmal alles nach vorn, die Dresdner waren dem 3:0 aber deutlich näher als die Gäste dem 2:1, das deren Aufstieg bedeutet hätte. Dynamo war aber letztlich über beide Spiele „einen Tick besser“, gab auch der unterlegene Trainer Alexander Ukrow zu.

Als Gagelmann nach drei Minuten Nachspielzeit schließlich abpfiff, kannte die Freude keine Grenzen mehr. „Wir haben es einfach verdient in der zweiten Liga zu bleiben“, sagte Filip Trojan. „Wir haben es heute einfach erzwungen.“ Er und seine Mitspieler tanzten ausgelassen mit den Fans, zeigten stolz die eilig hervorgeholten Klassenerhalts-T-Shirts.

Lediglich einige der vielen Fans sorgten noch für etwas Missstimmung. Mit Abpfiff wurden im K-Block verbotene Bengalos gezündet – trotz der Ankündigung, in dieser Saison auf Pyrotechnik zu verzichten. Zudem ließen einige Fans Böller krachen, mehrere Leuchtspuren landeten auf dem Rasen. „Dass es einige Bengalos gab, nehmen wir hin“, sagte Geschäftsführer Müller, der betonte, dass sich die Fans im Saisonverlauf deutlich besser verhalten hätten, als so manch andere Anhängerschaft in der Liga. Nichtsdestotrotz war auch Müller erleichtert, dass die Fans jubelten statt Abstiegsfrust zu schieben.

Frust schob allerdings ein anderer. Wie vor dem Spiel bekannt wurde, soll Trainer Pacult Dynamo angeblich verlassen. Es sei schade, den Abend mit so einer Meldung kaputt zu machen, kommentierte der Österreicher die Entscheidung knapp. „Ich feiere trotzdem“, kündigte er an.

sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr