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Dynamo Dresden – der Saisonrückblick: Die Vereinsführung

Dynamo Dresden – der Saisonrückblick: Die Vereinsführung

Die Zweitliga-Saison 2011/12 ist Geschichte. Lediglich in zwei Relegationsduellen werden noch zwei Teams für die nächste Spielzeit ermittelt. Für Dynamo Dresden verlief die Saison mehr als erfolgreich: Der Abstiegskandidat schließt das Jahr souverän auf Rang neun ab – besser als selbst von vielen Fans erhofft.

Es wird Zeit zurückzublicken. Im vierten Teil soll es um die Entwicklungen im Verein gehen.

Zwei Worte standen jahrelang für die Verhältnisse bei Dynamo: Pleite und Chaos. Diese Zeiten sind inzwischen vorbei. Dynamo Dresden ist auf dem besten Weg, ein normaler Fußballclub zu werden. In der abgelaufenen Saison blieben Querelen weitgehend aus. Und Dynamo hat sich inzwischen sogar einen gewissen finanziellen Handlungsspielraum verschafft.

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Thomas Bohn (Geschäftsführer Saxoprint) leutet weiter den Aufsichtsrat.

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Das liebe Geld

Noch vor einem Jahr stand die Zukunft des Vereins auf der Kippe. Erst der sensationelle Aufstieg in die zweite Liga rettete den Club. Für Liga drei hätte Dynamo zwei Millionen Euro an Bürgschaften nachweisen müssen – ob dies gelungen wäre, ist unklar. Den Aufstieg und die damit verbundenen Einnahmen nutzte Dynamo clever.

Dank der unerhofften Pokaleinnahmen und höherer Zuschauereinnahmen konnte der Verein ein Darlehen bei der Stadt vorfristig zurückzahlen. Zwar drücken den Club noch immer hohe Schulden, die neue Lizenz erhielt Dynamo aber problemlos und muss in diesem Jahr kaum zusätzliche Auflagen erfüllen. Im abgelaufenen Jahr wies Dynamo sogar erstmals seit 2006 einen kleinen Gewinn aus.

Der Oppitz-Rücktritt

Am 1. Februar wurde der Verein durch eine Nachricht erschüttert: Wie DNN-Online am Morgen exklusiv vermeldet hatte, war Geschäftsführer Volker Oppitz überraschend aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Oppitz hatte wie kein Zweiter den Weg der Konsolidierung verkörpert. Ihm war der Umschwung zu mehr Seriosität und solider Finanzpolitik gelungen.

Interims-Nachfolger Stefan Henke sorgte anschließend dafür, dass die Lizenzunterlagen ordentlich fertig gestellt wurden, zur neuen Saison übernimmt mit Christian Müller, ein ausgewiesener Finanzfachmann, den Posten.

Die sportliche Leitung

Den Trainerposten hatte Dynamo bereits in der Vorsaison neu besetzt und mit dem in Dresden bis dahin fast gänzlich unbekannten Ralf Loose einen Volltreffer gelandet. Zusammen mit Sportdirektor Steffen Menze hat er eine zweitligataugliche Mannschaft aufgebaut. Beide haben ihre Verträge in dieser Saison um mehrere Jahre verlängert.

Der Aufsichtsrat

Wenn es aktuell Konfliktpotenzial gibt, dann am ehesten rund um den Aufsichtsrat. Hier sitzen mit dem Vorsitzenden Thomas Bohn und Thomas Dathe Männer, die Dynamo mit Hilfe eines Investorenpools liebend gern soweit aufrüsten wollen, dass Dynamo um den Aufstieg in die erste Bundesliga mitspielt – andere wollen den Verein lieber weiterhin konsolidieren, zur Not ohne große Namen. An dieser Stelle sind sich im Verein längst nicht alle einig.

Ruhiges Fahrwasser ist möglich

Dynamo Dresden ist prinzipiell gut aufgestellt. Der Trainer passt zum Team, der Sportdirektor bewies zuletzt oft ein glückliches Händchen und beide haben Verträge über die kommende Spielzeit hinaus. Auch auf der Geschäftsführerposition hat sich Dynamo mit Christian Müller einen absoluten Fachmann angeln können. Mit ein wenig Glück steht Dynamo also eine vergleichsweise ruhige Saison bevor.

Trotzdem bleiben genug Baustellen. Auch wenn der Verein nicht mehr auf die Stadt angewiesen ist, bleiben die Schulden hoch. Ob Dynamo sein Trainingsgelände im Großen Garten behalten darf, ist weiterhin unklar. Zudem müssen im Verein die Prioritäten geklärt werden. Will Dynamo die Konsolidierung oder soll mit Hilfe von Fremdkapital der Aufstieg angepeilt werden? Es bleibt mehr als genug zu tun.

In den ersten Teilen haben wir uns mit dem Saisonverlauf, der Mannschaft und den Fans beschäftigt. Im finalen fünften Teil ist am Sonntag schließlich Ihre Meinung gefragt.

sl

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