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Dynamo Dresden – der Saisonrückblick: Die Mannschaft

Dynamo Dresden – der Saisonrückblick: Die Mannschaft

Die Zweitliga-Saison 2011/12 ist Geschichte. Lediglich in zwei Relegationsduellen werden noch zwei Teams für die nächste Spielzeit ermittelt. Für Dynamo Dresden verlief die Saison mehr als erfolgreich: Der Abstiegskandidat schließt das Jahr souverän auf Rang neun ab – besser als selbst von vielen Fans erhofft.

Es wird Zeit zurückzublicken. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit dem Kader der Schwarz-Gelben…

Trainer Ralf Loose und Sportdirektor Steffen Menze standen zu Saisonbeginn vor einer enorm schweren Aufgabe. Durch die Relegation stand erst enorm spät fest, dass Dynamo in Liga zwei aufsteigt, zudem begann die zweite Bundesliga sehr früh – Dynamo hatte kaum Zeit und noch weniger Geld, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.

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Cidimar und Dynamo, das passte nicht. Der bei den Dresdnern chancenlose Stürmer ging schon zur Winterpause wieder.

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Schwere Ausgangslage

Mit Alexander Esswein, Dani Schahin und Timo Röttger verließen gleich drei Top-Offensivleute Dresden, die Ralf Loose gern behalten hätte. Auch Thomas Hübener und Jonas Strifler wollten weg. Zahlreichen anderen Spielern wie Paul-Max Walther, Florian Grossert, Denny Herzig oder Dennis Bührer traute man bei Dynamo den Sprung in Liga zwei nicht zu. Insgesamt verließen 13 Spieler den Verein. Bis zum ersten Spieltag verpflichteten Loose und Menze zehn neue Akteure. Einzig Jens Möckel war davon schon verpflichtet worden, als Dynamo noch mit der dritten Liga geplant hatte.

Erste Spiele zeigen Handlungsbedarf

Die Ergebnisse der ersten Spiele bewiesen jedoch, dass Dynamo nachrüsten musste. Dank der guten Nerven von Loose und Menze sowie der unerwarteten Einnahmen aus der zweiten Pokalrunde konnte Dynamo auch noch einmal nachlegen. Bis zum Ende der Transferfrist am 31. August holte Dynamo sieben weitere Spieler. Letztlich standen 17 Neuzugänge zehn Spielern gegenüber, die schon im Vorjahr bei Dynamo spielten.

Winterpause: Dynamo legt nur punktuell nach

Dank der cleveren Einkäufe zu Saisonbeginn musste Dynamo in der Winterpause nicht mehr hektisch werden. Mit Cidimar wurde ein Spieler nach nur wenigen Monaten wieder abgegeben, mit Clemens Walch und Vujadin Savic wurde die Mannschaft punktuell ergänzt.

Viele Tops...

Die Verantwortlichen bei Dynamo dürfen sich auf die Schulter klopfen – ihnen gelangen in dieser Saison mehrere Volltreffer auf dem Transfermarkt. Im Sturm erwiesen sich Mickael Poté und Zlatko Dedic als hochgefährliches Duo, auch Pavel Fort als Nummer drei im Sturm passt ins Team. Im Mittelfeld erwies sich vor allem Filip Trojan als absolute Verstärkung. Auch Giannis Papadopoulos überzeugt regelmäßig. In der Abwehr überzeugte Romain Bregérie schnell als Kopf der Defensive, auch mit Cheikh Gueye gelang Loose ein Volltreffer.

Im Tor hatte Dynamo das große Glück, gleich drei Keeper zu haben. Dennis Eilhoff flog nach guten, wenn auch nicht überragenden Leistungen aus der ersten Mannschaft und fiel danach verletzt aus. Auch der danach stark haltende Wolfgang Hesl wurde verletzungsbedingt gebremst. Beide erwiesen sich aber als starke Keeper.

...Einige Flops

Allerdings leitete sich Dynamo auch einige Transferflops. An erster Stelle steht Jens Möckel, der verpflichtet worden war, als die Dresdner noch für die dritte Liga planten. Stürmer Cidimar konnte nicht überzeugen und wurde zur Winterpause abgegeben. Alexander Schnetzler kam zwar nur zu einem einzigen Punktspiel, machte sich aber im DFB-Pokal unsterblich. Auch einige andere Spieler entpuppten sich als Fehleinkäufe. Marcel Heller konnte sich ebenso wenig durchsetzen wie Clemens Walch. Beide müssen Dynamo wieder verlassen.

Die Aufstiegshelden

Nur zehn Spieler blieben nach dem Aufstieg erhalten – einige von ihnen erwiesen sich auch in Liga zwei als Stützen der Mannschaft. Im Mittefeld bilden Robert Koch, David Solga und Cristian Fiel das Korsett des Teams. In der Abwehr kämpfen Sebastian Schuppan und Florian Jungwirth um einen Platz in der Stammelf. Dabei zeigte aber von allem Jungwirth, dass die Top-Stürmer der Liga für ihn manchmal eine Nummer zu groß sind. Im Tor profitierte Benny Kirsten vom Verletzungspech seiner Konkurrenten. Seit er im Kader steht, hat er allerdings bewiesen, dass er durchaus zweitligatauglich ist.

Für andere Spieler erwies sich die zweite Liga aber als zu groß. Maik Kegel konnte sich letztlich nicht durchsetzen, Gerrit Müller kam nach seiner Kreuzband-Operation nicht auf Zweitliga-Niveau. Beide müssen den Verein jetzt verlassen. Wie es mit Sascha Pfeffer weitergeht, ist noch unklar.

Die Zukunft

Mindestens sieben Spieler müssen Dynamo Dresden verlassen. Im Gegensatz zum Vorjahr handelt es sich aber größtenteils um Akteure aus der zweiten Reihe. Lediglich die Abgänge von Wolfgang Hesl und Zlatko Dedic reißen echte Löcher in den Kader und sorgen für akuten Handlungsbedarf. Ein weiteres Problem ist, dass Dynamo mehrere Spieler nur per Leihe holen konnte. So ist die Zukunft von Savic, Subasic und Stoll noch nicht geklärt. Im Sturm und im Tor muss Dynamo nachlegen. Ansonsten verfügt Trainer Ralf Loose über ein zweitligataugliches Grundgerüst, das gezielt verstärkt werden kann.

Am Mittwoch haben wir im ersten Teil auf die spannendsten Spiele der Saison zurückgeblickt. Am Freitag beschäftigen wir uns mit den Fans der Schwarz-Gelben.

sl

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