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Dynamo Dresden bestätigt: Geschäftsführer Volker Oppitz ist zurückgetreten - Nachfolger steht noch nicht fest

Dynamo Dresden bestätigt: Geschäftsführer Volker Oppitz ist zurückgetreten - Nachfolger steht noch nicht fest

Dynamo Dresden hat am Mittwoch den Rücktritt des bisherigen Geschäftsführers Volker Oppitz bestätigt. Er habe sein Amt am Dienstag auf eigenen Wunsch niedergelegt, erklärte Präsident Andreas Ritter auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, nachdem DNN-Online bereits am Morgen exklusiv über den Rücktritt berichtet hatte.

Oppitz habe sich und seine Familie mit diesem Schritt davor schützen wollen, erneut in eine Situation wie Anfang 2011 zu geraten, als er wegen körperlicher Erschöpfung bereits mehrere Monate krankheitsbedingt ausgefallen war.

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Dynamo-Präsident Andreas Ritter und der Aufsichratsvorsitzende Thomas Bohn verkündeten am Mittwoch den Rücktritt von Volker Oppitz.

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Der Verein bedauere diesen Schritt und sei geschockt ob des überraschenden Schrittes. Man habe auch für die Zukunft mit Oppitz geplant. Der ehemalige Spieler und nun auch Ex-Manager habe den Verein wesentlich geprägt und die Trendwende von der Schuldenpolitik hin zu seriöser Finanzplanung eingeleitet.

Ein Nachfolger stehe noch nicht fest. Als Interimslösung übernimmt der 29 Jahre alte kaufmännische Leiter der Geschäftsstelle, Stefan Henke, die Aufgaben des Geschäftsführers. Die Stelle soll in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden, um einen passenden Nachfolger für Oppitz zu finden. Henke sei vor allem beim Thema der bald anstehenden Lizenzierung tief involviert. Die Abgabe der Unterlagen steht im kommenden Monat an.

Es sei für den Verein ein Schock gewesen, erklärte Präsident Ritter. Oppitz habe die Vereinsführung am Dienstag informiert, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Tomas Bohn, der genauso wie Präsident Ritter mit dem scheidenden Geschäftsführer noch einmal persönlich zusammengesessen habe. Oppitz habe sich von seinem Entschluss aber nicht mehr abbringen lassen.

Es habe keine Anzeichen gegeben, dass eine Situation wie im Frühjahr 2011 droht, so Bohn weiter. Umso überraschender sei der Rücktritt gekommen. Einen zweiten Geschäftsführer zur Entlastung von Oppitz einzustellen, sei nicht möglich gewesen, weil dazu auch die Stadt ihr OK hätte geben müssen, berichtete der Aufsichtsratschef. Er wisse, dass die Arbeit in der Geschäftsstelle stressig gewesen sei. Es habe allerdings in der Vergangenheit mehrere personelle Ergänzungen gegeben, um Oppitz zu entlasten.

"Wir als Vereinsführung werden aus der Situation auch unsere Lehren ziehen", sagte Präsident Ritter. Man wolle aber der Ausschreibung eines neuen Geschäftsführers und den daraus resultierenden Bewerbungen nicht vorgreifen.

Die Gespräche zur anstehenden Vertragsverlängerung mit Oppitz hätten sich positiv entwickelt, der Aufsichtsrat habe sich deutlich zu Oppitz bekannt. Dies sei ausdrücklich kein Grund für den Rücktritt gewesen. Mit Sportchef Menze und Trainer Loose sei man trotz des Rücktritts zuversichtlich, deren Verträge in den kommenden Tagen zu verlängern. Die Gespräche mit der sportlichen Leitung hatte der Geschäftsführer verantwortet.

Zugleich stellte der Club einen „neuen" Pressesprecher vor. Enrico Bach kehrt als Sprecher zur SG Dynamo zurück. Bach war im April 2011 auf eigenen Wunsch zu Rasenballsport Leipzig gewechselt, dort aber bereits im Sommer 2011 entlassen worden. Holger Scholze, der bisherige Pressesprecher, scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Verein aus, erklärte Präsident Andreas Ritter. Bach sei der absolute Wunschkandidat der Vereinsführung gewesen, nachdem Scholze wegen seiner anderweitigen beruflichen Belastungen sein Amt aufgeben wollte.

Stephan Lohse

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