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Dynamo Dresden atmet tief durch - Jungwirth warnt vor zu viel Euphorie

Dynamo Dresden atmet tief durch - Jungwirth warnt vor zu viel Euphorie

"Jetzt sind die wieder vor uns", ärgerte sich Sandhausens Kapitän Frank Löning nach dem 1:3 in Dresden. Dass sein Team bei Dynamo leer ausgegangen und er erstmals ohne Tor gegen die Schwarz-Gelben geblieben war, schmeckte dem 31-Jährigen überhaupt nicht.

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Dynamo-Torwart Benjamin Kirsten (l.) und Doppeltorschütze Tobias Müller jubeln nach dem Spiel.

Quelle: dapd/Matthias Rietschel

Bei den Gastgebern atmete man indes ganz tief durch.

"Der Meteorit von Tscheljabinsk war nichts gegen den Stein, der mir vom Herzen gefallen ist", war Dynamo-Präsident Andreas Ritter erleichtert. Trainer Peter Pacult, der seinen ersten Pflichtspielsieg seit seinem Comeback kurz vor Weihnachten feiern durfte, genoss den Moment: "Es freut mich für die Mannschaft. Es ist schön, sie in der Kabine mal wieder lachen zu sehen."

Vom großen Befreiungsschlag mochte aber niemand beim neuen, alten Tabellen-16. sprechen: "Von einem Sieg kann man sich nicht so viel kaufen. Ob es ein Befreiungsschlag war, das werden die nächsten Spiele zeigen", blieb Verteidiger Florian Jungwirth vor der Samstagsfahrt nach Ingolstadt vorsichtig. Auch Torwart Benjamin Kirsten wahrte lieber Bodenhaftung: "Es war ein elementar wichtiger Sieg, aber er kann nur ein Grundstein gewesen sein. Wir sind immer noch im roten Bereich." Sportchef Steffen Menze merkte kritisch an: "Wir haben gesehen, dass wir im Spiel gute und zum Teil auch weniger gute Phasen hatten."

Jeder bei Dynamo wusste: Hätte nicht Tobias Müller einen jener Tage erwischt, von denen jedes Fußballertalent träumt, hätte es nach dem 1:1 auch richtig schiefgehen können. Nach den ersten guten 20 Minuten war Dynamo allmählich aus dem Spiel, nach dem Ausgleich gar richtig ins Wackeln gekommen. "Ich habe gespürt, dass die Stimmung im Stadion am Kippen war", blickte Sandhausens Trainer Hans-Jürgen Boysen zurück. Und sein Stürmer Löning glaubte: "Wir hatten den Gegner da, wo man ihn auswärts haben will."

Dynamo-Verteidiger Sebastian Schuppan gab zu, dass man die Zweikämpfe nicht mehr angenommen habe, viel zu oft zu spät gekommen sei. "Wenn wir so spielen, steigen wir ab", folgerte er. Pacult kritisierte, dass sich die Mannschaft nach einer halben Stunde zu weit habe zurückdrängen lassen: "Und nach der Pause haben wir um den Ausgleich gebettelt."

Alle waren froh, dass Robert Koch und Jungspund Müller neuen Schwung von der Bank gebracht - und Müller unbekümmert und munter drauflos seine ersten beiden Profi-Tore geschossen hatte: "Das erhofft man sich ja immer von so jungen Spielern, dass man sie reinwirft und sie sich keine Gedanken machen", sagte Schuppan.

Eine gute Nachricht gab es noch von Denis Streker, der vor dem Spiel im Training umgeknickt, sich die Bänder gedehnt hatte und so noch ausgefallen war. "Im MRT war nichts auffällig. Ich werde Mitte der Woche wieder ins Training einsteigen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.02.2013

Jochen Leimert

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