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Dynamo Dresden akzeptiert Strafe des DFB – Nur 16.000 Fans zum Heimspiel gegen 1860 München

Dynamo Dresden akzeptiert Strafe des DFB – Nur 16.000 Fans zum Heimspiel gegen 1860 München

Dresden. Es bleibt dabei: Dynamo Dresden muss sein erstes Heimspiel gegen 1860 München Mitte August ohne einen Großteil seiner Fans austragen.

Der Verein entschloss sich am Freitag schweren Herzens, das am Donnerstag vom DFB-Sportgericht gegen die Schwarz-Gelben gefällte Urteil nicht weiter anzufechten. Damit darf der achtfache DDR-Meister für das Spiel gegen die "Löwen" nur 16.000 personalisierte Karten, 3000 davon an Gästefans, verkaufen.

Zudem bleibt der Stehplatzbereich geschlossen und es werden 20.000 Euro Geldstrafe wegen unsportlichen Verhaltens von Dresdner Anhängern beim letzten Heimspiel gegen 1860 München am 23. März und beim Auswärtsspiel am 6. Mai beim FSV Frankfurt fällig. Die Vereinsführung entschied sich nach Rücksprache mit Fanvertretern, die "sehr harte Strafe" zähneknirschend zu akzeptieren, "weil wir nicht glauben, noch mehr zu Gunsten der SG Dynamo herausholen zu können", sagte Präsident Andreas Ritter.

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Trotz Geisterspiel: Dynamo-Dresden-Fans unterstützen ihr Team vor Ort!

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Geschäftsführer Christian Müller befürchtete einen "Kampf gegen Windmühlen" und wertete die Tatsache, dass das Gericht dem Verein wenigstens 3000 Karten mehr als der DFB-Kontrollausschuss gewährte, als "kleinen Erfolg". Der erst seit wenigen Tagen im Amt befindliche Kölner betonte aber, dass er das Urteil noch immer als "sehr hart und nicht zielführend" ansehe. "Wir sind uns im klaren, dass das, was uns die Sportgerichtsbarkeit auferlegt hat, zu keiner Lösung führt." Das Urteil treffe "vor allem viele Unbeteiligte und Unschuldige - das ist ungerecht", so Müller.

Viele müssten wieder einmal für das Fehlverhalten weniger bitter büßen. Er rechnet mit Einnahmeausfällen für Dynamo in Höhe von 250.000 bis 300.000 Euro, "die mindern unsere Möglichkeiten, Spieler, die Herr Menze (Dynamo-Sportchef/d.Red.) auf dem Schirm hat, zu verpflichten". Müller und Ritter kündigten an, die Fanarbeit weiter zu intensivieren und spielen mit dem Gedanken, einen Fankongress in Dresden abzuhalten. Man baue zudem auf die wachsende Selbstreinigungskraft in der eigenen Anhängerschaft.

Die Erfolge in der Vergangenheit hätte das Gericht bei der Festlegung des Kartenkontingents strafmildernd gewertet. Man habe anerkannt, dass es bei Dynamo-Heimspielen kaum noch zu ernsthaften Zwischenfällen kommt, berichtete Müller nach der Rückkehr aus Frankfurt/Main.

JOL

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