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Dynamo Dresden: Vater Trojan im Aufwind

Dynamo Dresden: Vater Trojan im Aufwind

Er schaute kurz, rappelte sich nach seinem Kunstschuss wieder vom Boden auf und steckte den Daumen der rechten Hand in den Mund. Heimlich still und leise gab Filip Trojan damit ein gut behütetes Geheimnis preis.

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Filip Trojan leitete mit seinem Fallrückzieher-Tor am Samstag die Wende für Dynamo Dresden ein - obwohl er gerade Vater geworden ist.

Quelle: Dominik Brüggemann

Der 30-Jährige leitete mit seinem Fallrückzieher-Tor am Samstag gegen den FC St. Pauli die Wende für Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden ein. Und schloss damit die wohl aufregendste Woche seines Lebens ab.

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Der Dresdner Filip Trojan (l) trifft per Fallrückzieher zum 1:2.

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Der 30-Jährige war nämlich nach der Partie in Braunschweig am Gründonnerstag sofort ins Krankenhaus geeilt. Karfreitag brachte seine Freundin Katharina den gemeinsamen Sohn zur Welt. „Alle sind gesund und munter, ein bisschen wenig Schlaf hatten wir natürlich seitdem“, erklärt der Tscheche. Die fehlende nächtliche Ruhe war ihm beim 3:2-Sieg gegen seinen früheren Hamburger Verein aber nicht anzumerken.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit und anschließendem 0:2-Rückstand durch die Tore von Florian Mohr (50. Minute) und Daniel Ginczek (53.), drehte Dresden die Partie. Trojan traf zuerst (62.), dann noch Anthony Losilla (66.) und schließlich Sebastian Schuppan (77.). Zuletzt hatte Trojan am 29. Oktober 2011 beim 5:1-Sieg gegen den Karlsruher SC ein Tor erzielt.

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Der Dresdner Filip Trojan (l) trifft per Fallrückzieher zum 1:2 gegen St. Pauli.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Dass er ein feiner Fußballer ist weiß auch Trainer Peter Pacult. Doch den Österreicher ärgert es, dass sein Mittelfeldspieler nicht immer an seine Leistungsgrenze ging. „Ich war am Anfang meiner Amtszeit mit seiner ganzen Arbeit nicht zufrieden. Von einem Führungsspieler mit 30 Jahren erwarte ich im Training mehr als nur dabei sein. Wenn du die Trainingsleistung nimmst, glaubst du, da rennen zwei Trojans rum“, grantelt Pacult an ihm herum.

Der Tscheche selbst weiß, dass die aktuelle Saison bis jetzt nicht seine beste war. „Ich habe mir gesagt, dass ich endlich etwas zeigen muss, wenn ich die Chance bekomme, zu spielen. Meine Hinrunde war schlecht, die Rückrunde eigentlich noch schlechter“, bemerkt er selbstkritisch. Er und Pacult hoffen, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt. Auch damit Dynamo den momentanen Nicht-Abstiegsplatz (15.) halten kann. „Ich glaube, dass er noch besser sein könnte“, erklärt der Coach.

Einmal mehr spielte sich aber auch der ehemalige Kapitän Cristian Fiel in den Fokus, der mit einer starken Leistung und gefährlichen Standards das kleine Wunder überhaupt erst möglich machte. Nach seiner Einwechslung in der 56. Minute bewies der Deutsch-Spanier erneut, dass auf ihn in der Startelf kein Verzicht ist.

Tina Hofmann, dpa

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