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Dynamo Dresden: Trainer Ralf Loose platzt der Kragen

Dynamo Dresden: Trainer Ralf Loose platzt der Kragen

"Theo, hau ab nach Lodz" oder "DFB - ihr habt die Absicht eine Mauer zu errichten" waren nur zwei von zahlreichen Spruchbändern, mit denen die Fans gestern im Dresdner Glücksgas-Stadion ihren Unmut über den Pokalausschluss durch den Deutschen Fußball-Bund bekundeten.

Dresden .

Von Tina Hofmann

Während Spieler und Trainer sich seit dem Urteil mit Einschätzungen zurückgehalten hatten, platzte es aus einigen nach dem 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen den FSV Frankfurt heraus. "Die Vorkommnisse in Dortmund werden in aller Breite ausgewertet, was in Frankfurt einen Tag später passiert ist, einfach totgeschwiegen. Nun dominieren wir über 75 Minuten die Partie und sie reden nur davon, dass Frankfurt in der zweiten Halbzeit immer stärker geworden ist. Dass wir aber ein gutes Spiel gezeigt haben, zählt wieder einmal gar nicht", war Trainer Ralf Loose im Interview beim TV-Sender Sky sauer. Interims-Kapitän Robert Koch fühlte sich "zum wiederholten Male in dieser Saison benachteiligt."

Loose musste aufgrund der Verletzung von Cristian Fiel (Wade) und der Erkrankung von David Solga (Magen-Darm) die "Doppel-Sechs" neu besetzten, ließ Giannis Papadopoulos und Maik Kegel ran. Für den zuletzt erkrankten Poté spielte zunächst Pavel Fort im Sturm. Dass die Hausherren nach drei Niederlagen in Serie wieder keine drei Punkte einfahren konnten, lag aber nicht am Unparteiischen Benjamin Cortus. In der Tat hatten die Schwarz-Gelben die Partie über weite Strecken im Griff und ließen den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Doch die Loose-Elf verpasste es einmal mehr, klare Chancen in Tore umzuwandeln. Die dickste ließ Fort aus.

Nach dem 1:0 durch Robert Koch war es Muhamed Subasic, der das Dresdner Publikum zum ersten Mal ausfstöhnen ließ. Der Verteidiger stieg zum Kopfball, allerdings landete der hinter Wolfgang Hesl im falschen Kasten. "Er hat etwas gerufen, aber ich habe ihn nicht gehört, des-wegen habe ich zurückgeköpft", erklärte Subasic die Szene nach dem Spiel. Kurz nach Wiederanpfiff klingelte es erneut im "falschen" Tor, dieses Mal war der Frankfurter Marc Heitmeier der Unglücksrabe, der die 19635 Zuschauer in Dresden das 2:1 (48.) bejubeln ließ. Danach brachte sich Dynamo selbst um die wertvollen Punkte. Stürmer Zlatko Dedic agierte viel zu eigensinnig und schoss nur den Tormann an (57.). Subasic hätte seinen Fauxpas wieder gut machen können, traf mit einem Lupfer über den Frankfurter Schlussmann Patric Klandt (70.) das leere Tor nicht.

Das rächte sich. Nach einem Kontakt zwischen Giannis Papadopoulos und Marcel Gaus im Strafraum zeigte Cortus in der 76. Minute auf den Punkt, Wolfgang Hesl war gegen den Elfmeter von Zafer Yelen machtlos. "Wir kriegen zwei blöde Gegentore und machen die Dinger selbst nicht rein. Es ist traurig, dass wir wieder keinen Sieg geholt haben. Irgendwann nervt es einfach", war Robert Koch mit dem zweiten Advent gar nicht zufrieden. Zwar markierte er seinen sechsten Saisontreffer, sah aber auch die fünfte Gelbe Karte und fehlt damit zum Rückrunden-Auftakt am kommenden Sonntag gegen Energie Cottbus. "Wir haben jetzt noch zwei Spiele vor der Winterpause gegen Cottbus und in Rostock. Das sind beides lösbare Aufgaben. Wir sollten an uns glauben", betonte Robert Koch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.12.2011

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