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Dynamo Dresden: Stürmer Mickael Poté bleibt allein auf weiter Flur

Dynamo Dresden: Stürmer Mickael Poté bleibt allein auf weiter Flur

Nach der 0:2-Niederlage gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig bekam Dynamos Torgarant Mickael Poté sein Fett weg. "Er war heute bei den Hereingaben nicht so präsent, wie ich es mir gewünscht hätte, so konnten wir den erwünschten Treffer nicht erzielen", erklärte Trainer Ralf Loose.

Dresden.

Und erntete viele fragende Blicke. Ausgerechnet der stets präsente, fleißige und zweikampfstarke Angreifer aus Benin sollte Schuld an der schwarz-gelben Harmlosigkeit sein?

Wohl kaum. Dynamos mit fünf Toren erfolgreichster Schütze muss in vorderster Front den Alleinunterhalter geben. Wenig Verwertbares kommt von beiden Außenbahnen, lange Bälle aus der eigenen Hälfte sind als Alleinunterhalter im Sturm gegen zwei, manchmal drei Gegenspieler kaum unter Kontrolle zu bringen. Poté wünscht sich einen Partner an die Seite, der Lücken reißt, Freiräume schafft. So einen wie Zlatko Dedic in der letzten Saison, als die Dynamo-Offensive noch funktionierte: zwölf Tore gelangen Poté, 13 Dedic. Der Slowene ist nicht mehr da, leidet unter ähnlichen Problemen in Bochum.

Doch Dynamo hat ja noch drei Stürmer im Kader: Pavel Fort, der in der Vorsaison trotz des starken Tandems vor der Nase in 24 Partien mitwirkte und fünf Treffer markierte. Auch diese Spielzeit begann Fort als zweiter Stürmer, bei der 1:2-Niederlage in Bochum stand er in der Startelf, in den Heimspielen gegen 1860 München und Kaiserslautern wurde er zumindest noch eingewechselt. Seitdem taucht der Name Pavel Fort, der momentan an einer Muskelverletzung laboriert, in der Dynamo-Aufstellung nicht mehr auf.

Viermal ließ Ralf Loose den kurz vor Transferschluss vom AS St. Etienne ausgeliehenen Lynel Kitambala sein Können zeigen. Das blitzte gleich beim Debüt gegen die Lauterer so richtig auf, leider verletzte sich der 23-Jährige in dieser Partie auch sofort. Danach durfte er noch dreimal als Joker ran, für einen Platz in der ersten Elf fehlt ihm nach Meinung des Trainers (derzeit) das nötige Niveau. Wie auch Petar Sliskovic. Der Kroate wurde fünfmal eingewechselt, dreimal stand er dabei weniger als fünf Minuten auf dem Feld, zu wenig Zeit, um sich ins Blickfeld zu spielen.

Mit Robert Koch (gesperrt) und nun definitiv auch Filip Trojan (verletzt) muss Ralf Loose am Sonntag auf St. Pauli (Anstoß 13.30 Uhr) zwei offensive Mittelfeldspieler ersetzen. Vielleicht bekommt ja einer der (verhinderten) Stürmer eine Chance. Oder heißt es wieder: Poté allein auf weiter Flur. Wenn er selbst überhaupt auflaufen kann: Der 28-Jährige plagt sich mit einer Magen-Darm-Reizung herum, verpasste gestern beide Trainingseinheiten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.10.2012

Thomas Scholze

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