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Dynamo Dresden: Spitze nur bei den Platzverweisen

Dynamo Dresden: Spitze nur bei den Platzverweisen

Der Abstiegskampf zerrt an den Nerven, da brennen selbst einem erfahrenen Profi wie Romain Brégerie die Sicherungen durch. Seine Rote Karte am Dienstag beim 0:0 gegen Aalen kam und kommt ihn und Dynamo Dresden teuer zu stehen.

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Da blieb Schiedsrichter Norbert Grudzinski (2.v.l.) keine Wahl, das Flehen von Cristian Fiel vergebens: Die Rote Karte für Romain Brégerie (r.) war gerechtfertigt.

Quelle: pict. point

Dresden. Von Jochen Leimert

Dresden. Der Abstiegskampf zerrt an den Nerven, da brennen selbst einem erfahrenen Profi wie Romain Brégerie die Sicherungen durch. Seine Rote Karte am Dienstag beim 0:0 gegen Aalen kam und kommt ihn und Dynamo Dresden teuer zu stehen. Zum einen mussten seine Kameraden mitten in der englischen Woche 73 Minuten lang in Unterzahl den einen Punkt verteidigen, zum anderen fehlt der Abwehrchef nach seiner gestrigen Verurteilung durch das DFB-Sportgericht nun drei Spiele gesperrt und kann erst im neuen Jahr wieder eingesetzt werden. Zudem hält Dynamo wegen seines Nachtretens gegen VfR-Stürmer Marcel Reichwein nun einen traurigen Spitzenplatz: Mit schon fünf Platzverweisen in dieser Saison lässt man alle anderen Zweitliga-Klubs hinter sich und ist auf dem "besten Wege", sich den Ruf einer "Kloppertruppe" zu erarbeiten.

Im vergangenen Spieljahr kamen die Schwarz-Gelben mit nur drei Platzverweisen über die Runden. Die überraschende Häufung in der am Freitag endenden Hinrunde ärgert Dynamos Sportchef Steffen Menze, erklären kann er sich die Frage nach dem Warum aber auch nicht. Liegt es daran, dass Dynamo seit Saisonbeginn den eigenen, im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Erwartungen hinterherläuft? "Ich denke, das kann man nicht pauschal beantworten. Das muss man in den Einzelfällen betrachten", glaubt Menze. Brégeries erneuten Sündenfall - er hatte schon am 20. Oktober beim 0:2 gegen Braunschweig Gelb-Rot gesehen - wollte der Sportliche Leiter nicht auf die angespannte Gesamtsituation zurückführen. Bei Robert Kochs Roter Karte gegen die Eintracht sei das vielleicht anders gewesen: "Das war Frustbewältigung, da war das Spiel schon gelaufen."

Fakt ist, dass auch die Gelb-Rote Karte von Mickael Poté beim 2:1 gegen den FSV Frankfurt auf Unbeherrschtheit beruhte. Erst hatte der Torjäger im Jubel über Sebastian Schuppans 1:0 die Eckfahne zertreten, dann kurz vor Schluss den Ball weggeschlagen. Schon damals hatte Menze moniert: "Das sind alles Karten, die unnötig sind." Bei den Gelb-Roten gegen David Solga beim 0:2 in Cottbus und Brégerie durfte man zumindest eine der Verwarnungen als überhart ansehen.

Warum Brégerie schon zum zweiten Mal auffällig wurde, liegt laut Menze auch nicht an dessen ungeklärter Zukunft. Der Vertrag des Innenverteidigers, der im Sommer 2011 aus Metz nach Dresden kam, läuft am 30. Juni 2013 aus. Man habe Brégerie schon vor einiger Zeit angesprochen und ihm "ganz klar gesagt, dass wir ihn halten wollen". Der Franzose habe auch ein verbessertes Angebot erhalten, "was er im ersten Moment nicht angenommen hat. Es ging ihm aber nicht um Zahlen, sondern um eine gewisse Frühzeitigkeit, die er nicht unbedingt wahrnehmen wollte". Seit diesem ersten Termin habe Brégerie auch wieder gute Spiele gemacht, seinen erneuten Aussetzer könne man daher nicht mit seiner Vertragssituation in Zusammenhang bringen, glaubt Menze. Brégerie habe ihm das in einem Gespräch noch am späten Dienstagabend auch selbst versichert. "Er ist da auch Profi genug, um das zu trennen", so Menze.

Brégerie habe sich selbst über sich gewundert: "Er ist ein Spieler, der normalerweise mit fünf bis sieben gelben Karten über die Saison kommt, mit Rot hatte er eigentlich nichts am Hut." Menze, der als Spieler selbst zweimal Rot wegen groben Foulspiels sah, hofft nun, dass es ein Ende mit den Platzverweisen hat. Fünf sind ihm mehr als genug. Aktionen wie Brégeries Tritt an Reichweins verwundbarste Stelle seien "völlig indiskutabel". Brégerie entschuldigte sich gestern bei der Mannschaft, um eine vereinsinterne Geldstrafe kommt er aber nicht herum. Die scheint als Warnsignal für alle anderen Spieler auch unabdingbar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2012

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