Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden: Romain Brégerie kämpft mit Heimweh

Dynamo Dresden: Romain Brégerie kämpft mit Heimweh

In der vergangenen Saison lief es optimal, da war Romain Brégerie bei Dynamo rundum zufrieden. Doch ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert, ist völlig offen.

Voriger Artikel
Shorttrack: Acht Dresdner sind für die EM nominiert
Nächster Artikel
Halbzeitpredigt zeigt Wirkung: Dynamo Dresden gewinnt 2:1 gegen Darmstadt

Romain Brégerie lehnt bislang eine Vertragsverlängerung bei Dynamo ab.

Quelle: Frank Dehlis

"Man muss im Leben glücklich sein mit dem, was man macht und wo man ist. Das hängt nicht immer nur vom Fußball ab", erklärt der in Talence geborene Verteidiger in Lara.

Dynamos Misserfolg und seine persönliche Formkrise, die in zwei Platzverweisen gipfelte, gingen nicht spurlos an dem 26-Jährigen vorbei. "Wenn alles läuft, ist es meist überall schön und einfach. Doch die letzten Monate und Wochen waren hart. Da braucht man seine Freunde und seine Familie. Die Zeit in Frankreich hat mir unheimlich gut getan und ich gehe mit neuer Kraft in den Rest der Rückrunde", berichtet er. Vielleicht hat er über Weihnachten und Neujahr aber auch erkannt, dass ihm die Nähe zu seinen Liebsten und engsten Freunden zum kompletten Glück fehlt. "Frankreich ist eine Möglichkeit und es gibt einige Vereine, die mich intensiv beobachten. Ich habe jedoch noch nichts entschieden", so Brégerie.

Zwar ließ er eine erste Frist für ein neues Dynamo-Angebot verstreichen, doch es herrscht keineswegs Funkstille zwischen ihm und Sportchef Steffen Menze. "Wir werden auf jeden Fall noch weiter reden und die Konditionen aufbessern, doch darum geht es ihm nicht. Er hat andere Gründe ins Feld geführt, warum er noch überlegt", sagt Menze.

Zunächst hat Brégerie nur eines im Sinn: "Es gilt jetzt die volle Konzentration auf Dynamo und den Klassenerhalt. Nichts anderes ist wichtig und soll ablenken." Findet die Mannschaft wieder zueinander und stellen sich Siege ein, die auf den Ligaverbleib hoffen lassen, steigen Dynamos Chancen, ihn zu halten. Mit dem neuen Trainer Peter Pacult und seinem Dialekt kommt der Franzose derweil besser zurecht. "Am Anfang hatte ich schon ein wenig Angst, dass ich nichts verstehe, aber es wird von Tag zu Tag besser", versichert Brégerie. Wie ein starker bayerischer Akzent würde es für ihn klingen, erklärt der Abwehrchef. Mit einem Schmunzeln verweist er auf den Kinohit "Willkommen bei den Sch'tis": "Wenn jemand aus dem Norden in Frankreich kommt und sie ihren Dialekt sprechen, verstehe ich auch kein Wort." Pacult versteht er mittlerweile, auch wenn er laut wird. "Das muss sein, das ist gut für uns. Er redet mit uns, aber er muss auch der Boss sein, vor dem wir Respekt haben", sagt der Verteidiger.

Er glaubt, dass das Team Qualität besitzt und nur wieder zu Lockerheit finden muss. Von einer französischen Gruppenbildung will er nichts wissen: "Wenn wir drei Chinesen hätten, würden die sich doch auch unterhalten. Das ist doch völlig normal. Dennoch verstehen wir uns mit den anderen genauso gut", verteidigt Brégerie seine Kollegen. Allerdings weiß er auch, dass sie mehr für die Integration tun müssen. "Wir sind in einem anderen Land, da sollte man so schnell wie möglich versuchen, die Sprache zu lernen", betont er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2013

tina

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr