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Dynamo Dresden: Robert Koch will alte Tugenden wecken

Dynamo Dresden: Robert Koch will alte Tugenden wecken

Es ist nicht die Saison von Dynamo Dresden und auch nicht die von Robert Koch. Wie die ganze Mannschaft blieb auch der 27-Jährige unter den Erwartungen und muss hart um seine Position kämpfen.

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So wie beim letzten Auswärtsspiel in Braunschweig würde Robert Koch auch gern am Donnerstag jubeln. Im Oktober 2011 traf er beim 2:0 doppelt.

Quelle: imago sportfotodienst

Als Stammspieler und Kapitän in die Saison gestartet, verlor der Lausitzer erst seinen Torriecher, nach Verletzung seinen Platz in der Anfangself und schließlich auch das prestigeträchtige Amt des Spielführers. Unter dem neuen Trainer Peter Pacult brauchte Koch (erst 14 Einsätze) lange, um wieder erste Wahl zu werden. Doch am vergangenen Spieltag gegen Köln durfte er wieder mit der Startelf ran - erstmals seit dem 16. November 2012. Ein Hoffnungsschimmer für Koch, der auch am Donnerstag in Braunschweig (Anpfiff 20.30 Uhr) eine Chance bekommen dürfte. Dafür gibt es mehrere gute Gründe.

Einer davon ist, dass der Tabellen-16. beim Zweiten gestandene Spieler mit Selbstvertrauen braucht. Das hat Koch noch immer, weswegen er vor der Partie zweier altbekannter Mannschaften auch forsch verkündet: "Ich setze mich nicht drei Stunden in den Bus, um nach Braunschweig zu fahren und einen Punkt zu holen. Ich will gewinnen!" Warum sollte es auch nicht so sein? Gerade Koch weiß, wo im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße das Tor steht. Beim letzten Auswärtsspiel war der Blondschopf mit der Pferdelunge noch der Held, denn beim 2:0-Sieg am 22. Oktober 2011 steuerte er beide Tore bei. Am 27. März 2010 war ihm beim 1:0-Triumph in der "Höhle der Löwen" sein allererstes Profitor gelungen.

Die Niedersachsen müssen auch diesmal mit einem hochmotivierten Koch rechnen, der nach dem unglücklich verlaufenen Hinspiel (Endstand 0:2) etwas gutzumachen hat. Beim Stand von 0:1 flog Dynamos Rechtsaußen am 20. Oktober nach einem Foul an Ken Reichel in der 53. Minute mit Rot vom Feld - nur zwei Minuten nachdem Romain Brégerie die Ampelkarte gesehen hatte. Ein umstrittener Platzverweis von Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken, der Koch zwei Spiele Sperre einbrachte und der ihn noch heute wurmt: "Es war ein Foul an der Mittellinie, Reichel dreht sich in mich rein und schreit - ich hätte da keine Rote Karte gegeben."

Egal ob gerecht oder ungerecht - auf eine Wiederholung verzichtet Koch gern. Er will jetzt mit dem Klub raus aus der Krise, seinen eben zurückeroberten Platz in der Anfangself verteidigen. Seit der Wintervorbereitung fühle er sich topfit, brenne auf jedes Spiel, betont der gebürtige Löbauer. Warum ihn Pacult zappeln ließ, wisse er nicht. Eine Erklärung habe er nie erhalten, körperliche Defizite jedenfalls nicht an sich feststellen können: "Ich bin genug Profi, um zu wissen, was mit meinem Körper ist. Allen, die erzählt haben, ich sei noch verletzt, sage ich nur: Das ist alles Käse."

Dass Pacult ihn beim 0:2 gegen Köln von Beginn an auflaufen ließ, habe ihn gefreut. "Ich habe im Training Gas gegeben und so meine Chance bekommen", sagt Koch, der dabei von der Formschwäche von Neuzugang Tobias Kempe profitierte. Gern hätte er sich mit dem ersehnten ersten Saisontor (im Vorjahr waren es acht) eingeführt, doch die Geißbock-Elf hatte was dagegen: Erst köpfte FC-Verteidiger Dominik Maroh Kochs Schlenzer von der Linie (29.), dann parierte Schlussmann Timo Horn seinen Schuss (41.).

Es waren nicht die einzigen vergebenen Einschussgelegenheiten der Dresdner, erinnert sich Koch: "Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen, hätten das Spiel gewinnen müssen. An den Fehlern, die wir gemacht haben, müssen wir arbeiten - wir müssen Tore schießen!" In Braunschweig soll es endlich wieder klappen. Einen besseren Ort, an dem Koch seine Seuche loswerden kann, gibt es eigentlich nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.03.2013

Jochen Leimert

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