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Dynamo Dresden: Noch ein Duo geht, ein Neuer kommt

Dynamo Dresden: Noch ein Duo geht, ein Neuer kommt

Dass ihm der Kader zu groß sei, hatte Peter Pacult kurz nach seinem zweiten Amtsantritt bei Dynamo Dresden klar gemacht. So verwunderte es niemanden, dass der neue Trainer am Ende des ersten Trainingslagers in Lara mit Toni Leistner (inzwischen nach Halle ausgeliehen), Cüneyt Köz, Hasan Pepic und Marcel Franke (alle 2. Mannschaft) vier Spieler aus dem Profikader schmiss.

Dresden.

Gestern wurde bekannt, dass mit Stürmer Petar Sliskovic und Mittelfeldspieler Giannis Papadopoulos zwei weitere Spieler gehen müssen. Dafür soll mit Dennis Streker (21) ein neuer Mittelfeldmann aus Hoffenheim kommen, berichtet "kicker.de".

"Ich bin vom Trainer überzeugt, von der Mannschaft auch - und denke, dass ich mich hier gut weiterentwickeln kann", sagte Sliskovic bei seiner Präsentation im August. Damals gab er sich optimistisch, obwohl er zunächst nicht noch einmal verliehen werden wollte. In St. Pauli hatte es der 1,93 Meter große Mainzer zuvor schon vergebens versucht, den Durchbruch als Profi zu schaffen.

Gepackt hat es der 21-jährige Schlaks auch bei Dynamo nicht und kehrt nun vorzeitig zum FSV Mainz 05 zurück, der ihn eigentlich bis Saisonende ausgeliehen hatte. Sliskovic haderte in Dresden oft mit sich, anstatt sich durchzubeißen. Spielzeit erhielt er freilich wenig, obwohl er schon am 3. Spieltag beim 3:1 in Duisburg sein Debüt feiern durfte und nach 55 Minuten eingewechselt wurde. In die Startelf schaffte er es aber nie, ein Tor gelang dem Dauerreservisten auch nicht. Gegen Union (0:2) bekam der Gefoulte nicht einmal den eigentlich fälligen Elfmeter zugesprochen. Wie schon am Hamburger Millerntor passte es auch bei Dynamo nicht.

Sliskovic wollte daher schon im Dezember nach Mainz zurück. Ein letzter Versuch unter Loose-Nachfolger Pacult schlug fehl. Am Dienstagmorgen flog Sliskovic nach Hause, seinen Leihvertrag in Dresden löste er auf und wird nun - wie schon einmal - in der Mainzer Reserve spielen. "Er ist ganz klar ein Thema für unsere Regionalliga-Mannschaft", bekräftigte FSV-Manager Christian Heidel kürzlich.

Wo Papadopoulos anheuert, ist offen. Der Grieche, letztes Jahr noch mit 24 Einsätzen maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt, aber selten wirklich überzeugend, kehrt nach einer enttäuschenden Hinserie im zweiten Jahr bei Dynamo (nur 9 Spiele) wohl dauerhaft in seine Heimat zurück. Auch er verließ Lara vorzeitig und flog nach Griechenland, wo er angeblich mit Panathinaikos Athen verhandeln soll. Vom Erzrivalen Olympiakos Piräus war der defensive Mittelfeldspieler im Sommer 2011 gekommen. Dass er sich mit dem Erlernen der deutschen Sprache schwer tat, hat "Papa", wie ihn alle nannten, sicher nicht geholfen. Unter Pacult sah er keine Perspektive mehr, nachdem der Wiener ankündigte, auf seiner Position noch Ersatz zu holen.

Bis morgen hat Sportchef Steffen Menze noch Zeit, im Fall Streker alles abzuklären. Dann schließt das Transferfenster. Der 1,84 Meter große Mittelfeldspieler gilt als großes Talent und stieg in der Hinrunde bei den Kraichgauern zum Bundesliga-Profi auf. Bei der TSG brachte er es auf vier Erstliga-Einsätze. Dreimal wurde Streker als "Sechser" aufgestellt, einmal in der Innenverteidigung. Der gebürtige Mainzer hat noch Vertrag bis 2014 und soll bis Saisonende ausgeliehen werden. Der beidbeinige Kicker spielte bis zum Sommer 2012 bei Eintracht Frankfurt II, davor in Wiesbaden.

Dynamo landet heute um 9.20 Uhr aus Antalya kommend wieder in Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2013

Jochen Leimert

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