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Dynamo Dresden: Jens Möckel hofft auf eine neue Chance

Dynamo Dresden: Jens Möckel hofft auf eine neue Chance

Beim ersten Testspiel der Saisonvorbereitung machte sich Jens Möckel am Mittwoch in Neustadt wie alle seine Kameraden warm und hoffte bei Dynamos 11:0-Sieg über eine Amateurauswahl aus Neustadt und Sebnitz auf einen Einsatz.

Dresden .

Dresden (DNN). Beim ersten Testspiel der Saisonvorbereitung machte sich Jens Möckel am Mittwoch in Neustadt wie alle seine Kameraden warm und hoffte bei Dynamos 11:0-Sieg über eine Amateurauswahl aus Neustadt und Sebnitz auf einen Einsatz. Doch der Innenverteidiger, den Dynamo trotz eines noch bis 2013 laufenden Vertrages zum Vereinswechsel drängt, wurde enttäuscht - als einziger Profi wurde er von Trainer Ralf Loose nicht berücksichtigt. Selbst als alle Gastspieler aus der Oberliga-Elf inklusive des als Abgang feststehenden Max Worbs eingewechselt worden waren, blieb Möckel bis zum Schluss draußen.

Dass Dynamo nicht mehr auf ihn setzt, weiß der 24-jährige Leipziger schon seit der Winterpause. Dennoch war er in Neustadt deprimiert: "Man kann schon sagen, dass das eine Erniedrigung war. Ich muss und werde aber meiner Arbeit weiter nachgehen. Und ich spiele gern Fußball." Pünktlich erschien er auch gestern zum Training, um seinen Vertrag zu erfüllen.

Gelegenheit, sich im Wettkampf mit anderen zu messen, hatte Möckel in der abgelaufenen Saison kaum. Bei den Profis blieb er ohne Pflichtspieleinsatz, nachdem er im August einen Ermüdungsbruch im linken Schienbein erlitten hatte. Als er wieder gesund war, konnte er auch in der 2. Mannschaft kaum auf sich aufmerksam machen. Insgesamt kam er dort nur auf zehn Spiele. "Ich habe sie aber gern gemacht, um Spielpraxis zu sammeln", blickt der Abwehrmann zurück.

Bei der Vereinssuche zählt für ihn jede Minute Wettkampf: "Wenn du ein Jahr nicht gespielt hast, ist es schwer, etwas Neues zu finden. Es ist eine schwierige Situation für alle Seiten. Ich kann nichts dafür, dass ich das erste halbe Jahr verletzt war. Und was dann kam, kann ich auch nicht ändern. Ich versuche, das Beste daraus zu machen. Es gibt noch schlimmere Situationen als die, in der ich mich befinde", steckt er den Kopf nicht in den Sand.

Zurück in die 3. Liga zu gehen, in der er als Stammspieler mit Rot-Weiß Erfurt noch erfolgreich gegen Dynamo kickte, ist für ihn kein Problem. Entscheidend für den Blondschopf ist: "Ich möchte Fußball spielen, mal wieder Vertrauen genießen." Gerüchte, Erzgebirge Aue hätte ein Auge auf ihn geworfen, kann Möckel nicht bestätigen: "Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat. Vielleicht, weil der Trainer dort auch mal meiner war." Dass er auch ohne das Interesse von Karsten Baumann bald einen neuen Klub hat, daran glaubt er aber fest: "Das wird schon - nach einem Tief kommt auch wieder ein Hoch."

Heute testet Dynamo um 19.30 Uhr bei Eintracht Niesky.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.06.2012

Jochen Leimert

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