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Dynamo Dresden: Investorenpool auf dem Abstellgleis

Dynamo Dresden: Investorenpool auf dem Abstellgleis

Dynamo Dresden hat gut eingekauft, dank der Einnahmen aus dem DFB-Pokal Ende August konkurrenzfähige Spieler nachverpflichtet. Vom lange heiß diskutierten Investorenpool war danach bis zur Mitgliederversammlung nur noch wenig zu hören.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Und tätig wird er wohl auch weiterhin so schnell nicht werden, obwohl inzwischen ein Vertragskonstrukt vorliegt, das die Deutsche Fußball-Liga als zulässig erachtet.

Nach Auskunft von Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz, der am Sonnabend eine Anfrage aus der Mitgliedschaft beantwortete, hat der mehrfach geänderte Entwurf inzwischen keinen Darlehens-Charakter mehr, er befreie Dynamo vom Risiko einer Eigenkapital-Verschlechterung. Letzteres hätte die DFL bei der Lizensierung niemals geduldet. Das eingebrachte Geld werde als "Zuschuss" verbucht und nur bei Erlösen aus Transfers zurückgezahlt. Daneben gebe es eine Erfolgsbeteiligung. Der Zinssatz für die eingebrachten Gelder bewege sich bei einem Zustandekommen "im einstelligen Bereich", hieß es.

Einzig verbliebener Investor im "Pool" ist USD-Geschäftsführer Thomas Dathe, der gemeinsam mit Aufsichtsratchef Thomas Bohn im vergangenen Jahr die Verpflichtung der Schlüsselspieler Cristian Fiel und Alexander Esswein möglich gemacht hatte. Gemäß Forderungen der DFL zog sich Bohn aber aus dem Pool zurück, eine Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates verbietet inzwischen auch, dass Mitglieder des Dynamo-Kontrollgremiums zugleich Gesellschafter oder Organ des Investorenpools sein können. Bohn meinte auf der Mitgliederversammlung: "Das ist schon ganz vernünftig, was wir da hingebaut haben." Allerdings könne es schwierig werden, überregionale Geldgeber zu finden, falls das gewollt sei. Das Risiko, dass sie ihr Geld in absehbarer Zeit nicht zurückbekommen, sei einfach zu groß. Das jetzige Modell komme eigentlich nur für dem Verein innerlich sehr eng verbundene Geldgeber infrage, meint Bohn. Laut Oppitz ist für ein Investment derzeit eine Obergrenze von zwei Millionen Euro vorgesehen, sie könne aber neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. Im Moment sieht Oppitz keine Notwendigkeit, den Pool in Anspruch zu nehmen. Nur wenn wichtige Zielsetzungen - etwa der Erstliga-Aufstieg - realistisch sind, habe das Sinn. Bohn widersprach nicht, meinte aber: "Das Thema wird in Zukunft sicherlich mal kommen." Der Investorenpool könne ein "Riesenhebel" sein, glaubt der Chef von Dynamo-Sponsor Saxoprint und erinnerte an die Verpflichtungen von Dynamo-Kapitän Fiel und dem inzwischen beim 1. FC Nürnberg stürmenden Esswein.

Ritter bleibt Präsident

Präsident der SG Dynamo bleibt Andreas Ritter. Der 49-Jährige wurde in der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Präsidiums im Amt bestätigt. Schriftführerin Diana Schantin bleibt Ritters Stellvertreterin. Als neuer zweiter Stellvertreter war am Sonnabend von der Mitgliederversammlung Michael Winkler ins Präsidium gewählt worden. Andreas Ritter führt den Verein seit November 2010, nachdem sein Vorgänger Hauke Hensel das Amt aufgegeben hatte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.11.2011

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