Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dynamo Dresden: Interimstrainer Menze hält den Druck hoch

Dynamo Dresden: Interimstrainer Menze hält den Druck hoch

Der harte Hund ist weg, doch nach der Trennung von Peter Pacult müssen die Profis von Dynamo Dresden weiter Gas geben. "Ich will den Druck hoch halten, wir befinden uns schließlich in keiner einfachen Situation.

Voriger Artikel
Die Dresdner Karl Schulze und Tim Grohmann wollen im Doppelvierer auch bei der WM triumphieren
Nächster Artikel
Dynamo Dresden setzt vereinseigenen „FDGB-Pokal“ am 8. September fort

Mittelfeld-Regisseur Cristian Fiel hängte sich beim Sprinttest mächtig rein.

Quelle: Holm Röhner

Wir müssen jetzt Leistung bringen", betont Interimstrainer Steffen Menze. Der 44-Jährige setzte gestern zwei Einheiten an. Am Vormittag ließ er die Truppe im Stadion Bodenbacher Straße antreten. Während er sich selbst "anderen Aufgaben" widmete - schließlich sucht der Verein ja einen neuen Coach -, führten die Spieler unter Aufsicht der Assistenztrainer David Bergner, Christian Canestrini und Thomas Köhler einen Sprinttest durch.

Auf der Tartanbahn und auf Rasen mussten die Profis ihre Antrittsschnelligkeit beweisen. Auf beiden Belägen ging es je dreimal über 10 Meter, zweimal über 30 Meter und einmal über 50 Meter. Da kam so mancher in praller Sonne mächtig ins Schwitzen, die vielen kurzen Sprints kosteten viel Kraft. "Ich bin tot", stöhnte Filip Trojan gegen Ende. Positiv: Je länger der leistungsdiagnostische Test dauerte, desto mehr feuerten sich die Spieler auch mal an. Als alles vorbei war und Canestrini mit der Isomatte in der Hand noch zu einer Runde Gymnastik rief, war die Erleichterung bei vielen Profis groß.

Am Nachmittag leitete Menze im Großen Garten die zweite Einheit des Tages selbst und ließ dabei den Ball laufen. Ein Spiel elf gegen elf rundete die anderthalbstündige Programm ab. Wie schon am Vormittag fehlte Flügelspieler Idir Ouali, dem wegen Anzeichen von Überbelastung Schonung in Form von leichtem Regenerationstraining gewährt wurde. Verteidiger Romain Brégerie pausierte nur am Nachmittag, weil er sich nicht wohl fühlte.

Am Abend konnte sich Menze in seiner eigentlichen Funktion als Sportlicher Leiter wieder der Trainersuche widmen. Mit welchen Kandidaten er derzeit spricht, verrät er nicht. Laut Schweizer Medienberichten ist nun auch Martin Andermatt (51) in der "Verlosung". Der Schweizer, 1999/2000 als Trainer mit dem SSV Ulm in der Bundesliga aktiv, ist derzeit beschäftigungslos. Bis Juni war er beim AC Bellinzona in der zweithöchsten Schweizer Liga angestellt, der Klub ging aber in Konkurs, sein Vertrag wurde nicht verlängert. Als ehemaliger Nationaltrainer Liechtensteins (2004-06) war Andermatt Nachfolger von Ralf Loose. Beide kennen sich gut, die Kontaktanbahnung zu Dynamo ist daher kein Problem. Vielleicht folgt der Fußballlehrer aus Zug Loose nun erneut - wenngleich nicht direkt - nach. Mit Französisch hat der Schweizer jedenfalls auch keine Mühe.

Überlegungen von Geschäftsführer Christian Müller, wonach Menze selbst dauerhaft als Trainer weiterarbeiten könnte, erteilte der Sportchef gestern noch einmal eine klare Absage. "Ich werde hier nicht Trainer bleiben. Ich habe eine andere Position, das macht man auch nicht", sagte Menze den DNN. Aus Kostengründen seinen Vertrauten Bergner zum Chefcoach zu befördern, geht auch nicht, weil der 39-Jährige nur die A-Lizenz besitzt. Ein Schnellkurs für die Qualifikation zum Fußballlehrer steht Bergner in absehbarer Zeit auch nicht offen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr