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Dynamo Dresden II verliert beim 1. FC Lok Leipzig – befürchtete „Völkerschlacht“ bleibt aus

Dynamo Dresden II verliert beim 1. FC Lok Leipzig – befürchtete „Völkerschlacht“ bleibt aus

Die von den Dresdner Fans angekündigte „Völkerschlacht“ zum Spiel bei Lok Leipzig am Sonntag ist ausgeblieben. Einzig kurz vor Anpfiff versuchten einige hundert mitgereiste Dresdner, die Absperrungen zu überrennen und in Richtung Heim-Fans zu gelangen.

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Fans von Dynamo Dresden versuchen vor dem Spiel gegen Lok Leipzig in der Red-Bull-Arena über die Sicherheitszäune zu klettern

Quelle: Christian Nitsche

Nach dieser ersten Aufregung hatte die Polizei die Lage jedoch im Griff.

Dabei war es am Morgen zu Problemen bei der Anreise der mehr als 500 Dresdner gekommen. Unbekannte hatten am Morgen mit Buttersäure den geplanten Zug in die Messestadt außer Gefecht gesetzt. Nach Aussagen von Reisenden soll es bereits auf der Fahrt des Zuges von Leipzig nach Dresden nach Buttersäure gerochen haben. Erst mit 45-minütiger Verspätung starteten die Dresdner letztlich nach Leipzig.

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Ein Großaufgebot der Polizei hat die Fans von Dynamo Dresden vor dem Spiel gegen Lok Leipzig am 13.05.2012 am Hauptbahnhof in Empfang genommen.

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Dort kam es dann im Stadion fast zur Auseinandersetzung mit den Leipziger Fans. Eine Plane, die einen Teil des Gästeblocks abgrenzen sollte, wurde von den Dynamo-Anhängern beiseite geschoben, mehr als 100 meist komplett schwarz gekleidete Personen gelangten an den Ordnern vorbei bis zum Zaun, der die Dresdner von den Leipziger Anhängern trennte. Zahlreiche Böller und ein bengalisches Feuer flogen in Richtung Leipziger Fans. Nach wenigen Minuten hatte die Polizei die Situation unter Kontrolle.

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Nach dem Spiel zwischen Lok Leipzig und Dynamo Dresden II am 13.05.2012 hat die Polizei das Gebiet um die Red-Bull-Arena abgesichert, um ein Aufeinandertreffen der Fan-Gruppen zu verhindern.

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Lok Leipzig hat am Sonntag das Spiel gegen Dynamo Dresden II 2:1 gewonnen. Die Tore für die Leipziger schossen Kevin Kittler und Rico Engler.

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Anschließend blieb es größtenteils ruhig. Allerdings schossen die Dresdner noch mehrere Böller und zwei Leucht-Geschossen in Richtung Gegenseite und brannten mehrere Fahnen ab. Mehrere Klappsitze und Zäune wurden beschädigt. Einige Dresdner Anhänger griffen die Einsatzkräfte an, dabei wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt.

Dank eines Großaufgebotes der Polizei gab es nach Abpfiff kein Aufeinandertreffen beider Fanlager. Rund 100 Leipziger versuchten, in Richtung der Dresdner zu gelangen, wurden jedoch von den Einsatzkräften gestoppt. Im Hauptbahnhof kam es erneut zu Angriffen der Anhänger von Dynamo Dresden auf Polizeibeamte, die daraufhin Pfefferspray einsetzten. Gegen 16.50 Uhr verließ der Zug mit dem Gästefans den Leipziger Hauptbahnhof in Richtung Landeshauptstadt.

Im Vorfeld der Partie hatten vor allem die Ultras von Dynamo Dresden massiv für eine Fahrt nach Leipzig geworben und dabei von einer zweiten „Völkerschlacht“ gesprochen. Beide Fanlager sind bereits seit DDR-Zeiten verfeindet. Zu den letzten größeren Ausschreitungen beider Fanlager war es 2007 in Dresden gekommen - auch damals bei einem Spiel der Dynamo-Reserve gegen Lok Leipzig.

sl

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