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Dynamo Dresden: Härtetest bei Schneegestöber locker bestanden

Dynamo Dresden: Härtetest bei Schneegestöber locker bestanden

Fußball ist Allwettersport und nichts für Weicheier - da haben Warmduscher und Vorwärtseinparker nichts verloren. Und so schickte Dynamo-Trainer Ralf Loose seine Männer gestern um 10.40 Uhr bei Flockenwirbel zum Training auf den eingeschneiten Kunstrasenplatz an der Pfotenhauerstraße statt beispielsweise in die beheizte Sachsenwerk-Arena.

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Zlatko Dedic schraubt sich im Flockenwirbel zum Kopfball hoch. Romain Brégerie und Lars Jungnickel (l.) schauen staunend zu, wie der Slowene auf dem rutschigen Geläuf an der Pfotenhauerstraße abhebt.

Quelle: soccerfoto.de

Dresden. Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Fußball ist Allwettersport und nichts für Weicheier - da haben Warmduscher und Vorwärtseinparker nichts verloren. Und so schickte Dynamo-Trainer Ralf Loose seine Männer gestern um 10.40 Uhr bei Flockenwirbel zum Training auf den eingeschneiten Kunstrasenplatz an der Pfotenhauerstraße statt beispielsweise in die beheizte Sachsenwerk-Arena. Übungseinheiten unterm Dach zur Vorbereitung auf den Ostklassiker bei Union Berlin (morgen, 13 Uhr) lehnt der Dortmunder vehement ab: "Das ist doch ganz einfach: Wir spielen draußen Fußball und nicht in der Halle!"

Im Schneetreiben fiel es der Truppe allerdings schwer, den Ball wie gewohnt laufen zu lassen. Doch Loose war ganz zufrieden mit dem Einsatz der Profis: "Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir das Beste daraus gemacht. Die Jungs haben gut trainiert, es ging. Wir hoffen nun, dass wir am Freitag noch einmal auf grünem Rasen trainieren und am Samstag auch spielen können."

So schlecht stehen die Chancen vor der Abreise in die Hauptstadt nicht, denn dort hat der Winter bislang weniger hart zugeschlagen. Das Spiel an der Alten Försterei scheint derzeit nicht gefährdet. "Soviel Schnee ist noch nicht gefallen, der Platz ist grün, die Rasenheizung läuft. Es gibt keinen Grund für großes Kopfzerbrechen", beruhigte Matthias Marek von der Union-Presseabteilung besorgte Gemüter.

Sollte wider Erwarten doch noch ein Schneesturm durch die Wuhlheide rasen und das mit 20 000 Zuschauern seit langem ausverkaufte Spiel auf weißem Untergrund trotzdem angepfiffen werden, dann sind die Schwarz-Gelben auf solch extreme Verhältnisse eingestellt. "Mit Fingerhandschuhen und Noppenschuhen geht das schon", glaubt Mittelfeldspieler David Solga nach der gut einstündigen Einheit gestern. Nur gegen die Nässe in den "Töppen" gibt es kein Rezept: "Die Füße werden schneller kalt, aber dagegen kannst du nichts machen." Abgesehen vom gewohnt leichten Schuhwerk waren alle Spieler warm eingehüllt, nur Torwart Benjamin Kirsten spielte ohne Mütze. Linksverteidiger Sebastian Schuppan fand die etwas andere Trainingseinheit sogar amüsant. "Wenn das nicht so oft ist, ist das schon mal ganz lustig, wenn Schnee auf dem Feld liegt. Wir haben viel gelacht. Jeder kennt das - außer Giannis Papadopoulos, der hat das erste Mal auf Schnee trainiert."

Nicht mitmachen konnte gestern Rechtsaußen Robert Koch. Der Lausitzer, seit seinem sehenswerten 1:0-Führungstreffer beim 3:1-Sieg gegen Greuther Fürth ein ernsthafter Kandidat für die ARD-Wahl zum Tor des Monats, hat mit Rückenproblemen zu kämpfen, die in die Oberschenkel-Muskulatur ausstrahlen. Ob er heute die Reise an die Spree antreten kann, ist noch offen. Maik Kegel bleibt dagegen definitiv daheim. Sprunggelenksprobleme machen dem Mittelfeldspieler zu schaffen.

Schon seit Monaten muss Torwart Dennis Eilhoff pausieren. Der Ex-Bielefelder wurde bereits im November in Dresden an seinem lädierten Mittelfinger operiert, doch leider hat die Behandlung der komplizierten Kapselverletzung bislang nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Eilhoff muss sich nun einer Operation am offenen Gelenk unterziehen und reist in Kürze zu Spezialisten nach Bad Neustadt in Bayern. Dass der Schlussmann, der die ersten neun Saisonspiele bestritt und auch beim 4:0-Hinspielsieg gegen Union im Tor stand, in dieser Spielzeit noch einmal für Dynamo hält, ist damit wohl ausgeschlossen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.02.2012

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