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Dynamo Dresden: Fan-Ärger überschattet Pokal-Sieg beim Chemnitzer FC

Dynamo Dresden: Fan-Ärger überschattet Pokal-Sieg beim Chemnitzer FC

Der souveräne Sieg der SG Dynamo Dresden in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC wurde am Montagabend von jeder Menge Fan-Ärger überschattet. Dabei waren es nicht die Dynamo-Anhänger die sich daneben benahmen.

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Schiedsrichter Markus Schmidt (r) musste das Spiel mehrere Minuten unterbrechen, nachdem im Chemnitzer Fanblock bengalisches Feuer entzündet wurde und Rauch das Stadion einhüllte.

Quelle: Thomas Eisenhuth dpa

An diesem Abend war es ein Teil der 14.500 Chemnitzer Anhänger, der für Negativschlagzeilen sorgte.

Größtes Ärgernis waren die rassistischen Beleidigungen der Chemnitz-Fans gegenüber Dynamo-Stürmer Mickael Poté. Der Nationalstürmer des Benin wurde während der Partie mit Affenlauten verhöhnt, Mitspieler mussten den zurecht aufgebrachten Stürmer zurückhalten. „Ich hoffe, dass der Verband darüber nachdenkt, auch für die anderen Spieler, die Opfer solcher Aktionen sind“, sagte der gebürtige Franzose anschließend.

Poté bedankte sich später auf seiner Facebook-Seite für die große Unterstützung durch zahlreiche Fußballfans. „Ihr schaut nicht auf die Farbe oder die Religion eines Spielers“, freute er sich. „Ihr seid ein Vorbild für alle anderen.“ Um ihn müssten sich die Fans keine Sorgen machen. Die Sache ist vorbei, er habe die richtige Antwort gegeben.

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Dresdens Trainer Ralf Loose konnte nach dem 3:0-Sieg gegen Chemnitz entspannt lachen.

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Zudem musste Schiedsrichter Markus Schmidt das Spiel nach rund 60 Minuten für kurze Zeit unterbrechen, nachdem Chemnitzer Fans das Spielfeld mit dem Rauch bengalischer Feuer und Rauchbomben eingenebelt hatten. Und auch nach dem Abpfiff sorgten einige Fans der „Himmelblauen“ noch einmal für Ärger. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden fünf Anhänger der SG Dynamo Dresden auf dem Heimweg attackiert.

Laut Mitteilung wurden zwei 22-jährige Dresdner auf dem Weg zu ihrem Auto aus zwei gegnerischen Gruppen heraus mehrfach geschlagen. Eines der Opfer musste anschließend ambulant im Krankenhaus behandelt werden, dem anderen entrissen die Angreifer einen Fanschal. Ein 20-jähriger Dresdner musste sein T-Shirt ausziehen und den der Polizei bislang unbekannten CFC-Fans übergeben.

Dem CFC droht nun eine empfindliche Strafe seitens des DFB. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes leitete am Dienstag ein Ermittlungsverfahren gegen Chemnitz ein. Die Chemnitzer müssen nun zeitnah eine schriftliche Stellungnahme beim DFB einreichen, danach wird über eine Strafe entschieden.

dpa / sl

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